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Mythische Gestalten aus der antiken Literatur

  • Kerstin Mira Schneider-Seidel
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Zusammenfassung

Die Verwendung antiker Stoffe in der französischen Musik um 1900 war in vielen Fällen durch die neuzeitliche Dichtung angeregt worden. Es handelt sich bei der Wahl der Sujets auf diese Weise um eine Rezeption der Rezeption, denn bereits die französischen Dichter des 17. und 18. Jahrhunderts hatten diese Sujets der antiken Literatur aufgegriffen und zum Thema ihrer Tragödien, Epen oder Werke anderer literarischer Gattungen gemacht. Der antike Stoff, der in der Renaissance wieder zum Leben erweckt worden war, fand zunächst das Interesse der Dichter und wurde in der Literatur rezipiert; diese neuzeitlichen Dichtungen wurden dann im 19. Jahrhundert zur Vorlage für Kompositionen. Eine andere Möglichkeit der Rezeption antiker Literatur war durch die modernen Libretti gegeben, in denen Werke der antiken Literatur fur die Oper bearbeitet wurden und die den antiken Text in Übersetzung, moderner Prosa oder zeitgenössischer Versform darboten. Diese Form der direkten Rezeption und die Rezeption der Rezeption sind in der französischen Musik gegen Ende des 19. Jahrhunderts gleichermaßen vertreten. Dabei ist auffallend, daß mythische Stoffe bevorzugt wurden und so an die Opern Lullys und Rameaus und damit auch Monteverdis und Glucks — angeknüpft wurde.

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Notizen

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Kerstin Mira Schneider-Seidel

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