Advertisement

Der Text „Geschichte Peter Clausens“

  • Christine Schrader
Chapter
  • 13 Downloads

Zusammenfassung

1970 formulierte Jürgen Walter: „Wer weiß außerdem noch, daß Knigge einer der geschätztesten Romanciers des ausgehenden 18. Jahrhunderts war?“1 Das gilt auch und in besonderer Weise für die frühen Romane Knigges. Goedekes Grundrisz hatte eine Vielzahl von Auflagen dieser Romane verzeichnet. Übersetzungen und Rezensionen belegen eine starke zeitgenössische Resonanz. In Diskrepanz dazu steht die Ignoranz des 19. und 20. Jahrhunderts. Das vielfach wiederholte und schließlich gar nicht mehr überprüfte Verdikt ästhetischer Minderwertigkeit dürfte dazu geführt haben, dass die frühen Romane Knigges selten einer näheren Betrachtung für wert befunden werden. Zwar wurden seit den siebziger Jahren der politische Schriftsteller, der Illuminat und der Verfasser des „Umgangs mit Menschen“ wieder zum Gegenstand wissenschaftlicher Debatte; für den Autor von Erfolgsromanen gilt das jedoch nicht. Die vorliegende Arbeit stellt einen der unterbewerteten Romane der achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts ins Zentrum, den frühen Roman „Geschichte Peter Clausens“, erschienen 1783–1785 in Frankfurt am Main. Knigge zeichnet in seinem Roman ein plastisches, satirisches Bild gesellschaftlichen Lebens im kleinstaatlich stagnierenden alten Deutschen Reich des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts. Er beschreibt die Verhältnisse mit nüchternem Blick für soziale Zustände. Dass es sein künstlerisch bester Romantext der achtziger Jahre ist, hat Knigge selbst deutlich empfunden.2

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Christine Schrader

There are no affiliations available

Personalised recommendations