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Schluss

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Zusammenfassung

Verglichen mit den großen Panoramen der älteren Gattungsgeschichte, den interpretatorischen Aufflügen, die ganze Epochen oder Jahrhunderte überspannten, mag die Konzentration dieser Untersuchung auf einige wenige Beispiele französischer, englischer und deutscher Prosadichtung unnötig reduktiv erscheinen. Zumal diese exemplarischen Texte weder einer endgültigen Exegese noch einer strikt ‚hermeneutischen’ Lektüre, an deren Ende ihr restloses ‚Verstehen’ stünde, unterzogen wurden, sondern nur in Teilen für signifikant erklärt wurden im Hinblick auf bestimmte poetische Verfahren, die sie weniger zu illustrieren als zu exemplifizieren vermögen. Sowohl diese Beschränkungen — des Gegenstands und des Zugriffs — als auch das Verfahren der jeweils neu ansetzenden einzelnen Lektüre tragen jedoch dem Umstand Rechnung, dass die Systematisierung bestimmter Auffälligkeiten poetischer Texte ihre Grenzen hat, wo sie den interpretatorisch-konstruktbildenden Charakter ihres eigenen Verfahrens leugnet. Denn weder der Gegenstand dieser Untersuchung noch die Möglichkeiten seiner wissenschaftlichen Erfassung sind frei von diesen konstruktionalen Anteilen, vielmehr gilt es, diese als konstituierende selbst mit in den Blick zu nehmen. Dass auch diese Selbstreflexion wiederum nicht von einem exterioren Standpunkt aus in freier Objektivität betrieben werden kann, versteht sich von selbst. Die Auffächerung der Untersuchung nach fünf klar voneinander getrennten, wenn auch einander ergänzenden und kommentierenden einzelnen Studien stellt jedoch den Versuch dar, in der jeweils wechselnden Perspektive zugleich den Wechsel der Perspektive mit darzustellen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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