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Die Konkurrenz der Biographen: Der Fall Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling

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Zusammenfassung

In meiner »Darstellung« wird »nichts ergänzt, sondern streng nach den Quellen berichtet«.1 Ich lüge nicht — versichern die Biographen, denn: »Wir Literaturhistoriker können nur Tatsachen berichten«.2 Alle Texte über Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling folgen der Konvention: Ich werde die Wahrheit über ein individuelles Leben erzählen. Der Biograph, verallgemeinert William Epstein, »takes great pains to distinguish […] his truth from that of his rivals«.3 Empörung über Lüge, Kitsch und Klischees durchzieht die Konkurrenz der Caroline-Biographen. Anders als die »klischeehafte [n] und sentimentale [n]« ›Verzerrungen‹ der bisherigen Literaturgeschichte, deren Wirkung »verheerend« gewesen sei, verspricht das Vorwort von Sigrid Damms Briefausgabe Originalität durch Quellentreue: »Wir wollen kein neues Bildnis hinzufügen […]. Unsere Lesart zielt auf sie selbst«.4 Auch Eckart Kleßmann wehrt sich: »Keine Gestalt der deutschen Romantik« sei »dermaßen verzerrt worden«, »kolportagehaft«, »dilettantisch«, »trivial«. Allen Texten sei »gemeinsam: Sie schildern eine Caroline […] wie sie in Wahrheit […] nicht gewesen ist«.5 Doch Norbert Oellers rügt, daß Kleßmanns Biographie durch die »Attitüde […] rechthaberische[r] Fortschrittlichkeit beinahe ebenso in Mitleidenschaft gezogen wird, wie durch die Fülle der Zitatfehler«.6 Deshalb möchte Gisela Ritchie »die wahre Caroline um so deutlicher hervor [treten]« lassen.7

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Anmerkungen

  1. 1.
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    Edel 1987, S. 72. Sofern Epstein gattungsspezifische Fragen geschlechtsneutral formuliert, stellen sich ihm Fragen der Frauenbiographie als ein ›extra-generic‹ Problem, vgl. 1987, S. 88: »The biographical subject […] is habitually treated as the sovereign model of individual human existence in a sanitized system of cultural exchange. […] For, although a conservative force in intra-generic politics (and, in that respect, an unlikely agent of change), ›recognizing the biographical subject‹ is a ›radical‹ element in extra-generic politics in at least two interrelated ways. First, because it is the instrument by which cultural outlaws ([…] among whom we might list such recent patterns as the heroines of a new feminist discourse […]) emerge into social consciousness and thereby assert their difference. Second, because it is the means through which they are co-opted by a discursive formation that stresses the ›original‹ sameness of all biographical sub-jects«. Die Studie selber schreibt Höhenkämme des männlichen englischen Kanons fort, worauf der Autor im rhetorischen Gestus folgenloser Selbstkritik hinweist: »efforts (such as mine) to describe the patriarchal mainstream« (S. 169); die Geschlechterblindheit gegenüber Gesetzen des Genres öffnet auch hier ein Einfallstor für die Konvention hierarchisierender Kanonisierungen — und ›die Macht des Diskurses‹ übernimmt den Text des Dekonstruktivisten, wenn wir wieder lesen müssen: »we might also mention two biographical subgenres, psycho-biography and feminist or women’s biography« (S. 10).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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