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Marieluise Fleißer auf dem »Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß« in Berlin (4. bis 8. Okt. 1947): Brief an Herbert Ihering vom 15. Oktober 1947

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Zusammenfassung

Ob die Entdeckung bislang nicht bekannter biographischer Dokumente oder Quellen von Bedeutung für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk eines Autors oder einer Autorin bzw. für die Literaturgeschichte allgemein ist, erweist sich oft erst im Verlauf der Forschungsgeschichte. Denjenigen, die diese Funde in Archiven machen, obliegt zunächst die Entscheidung, ob eine Veröffentlichung sinnvoll ist; eine Entscheidung, die dann in einer ersten Beurteilung und Einordnung des Fundes im Rahmen des bislang Bekannten begründet werden muß.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Archiv der Akademie der Künste, Berlin, Herbert-Ihering-Archiv 1244. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Stadtarchivs Ingolstadt und der Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Berlin.Google Scholar
  2. 2.
    Zur Bedeutung der Theaterkritik in der Weimarer Republik am Beispiel Iherings und seines Gegenspielers Alfred Kerr vgl. Schöne, Lothar: Neuigkeiten vom Mittelpunkt der Welt. Der Kampf ums Theater in der Weimarer Republik. Darmstadt 1994.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Herbert-Ihering-Archiv 1244 in der Akademie der Künste, Berlin. Eine weitere Auswertung des Briefwechsels Fleißer/Ihering ist geplant.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. etwa die Behauptung Günther Rühles in dem von ihm herausgegebenen Band: Materialien zum Leben und Schreiben der Marieluise Fleißer. Frankfurt/M. 1973, S. 25: »Von Lion Feuchtwanger hatte Bertolt Brecht 1925 den handgeschriebenen Text des ersten Stückes der Fleißer Die Fußwaschung (späterer Titel Fegefeuer in Ingolstadt) erhalten; der gab ihn dem Berliner Kritiker Herbert Ihering. Ihering setzte, aus dem unmittelbaren Kontakt zu Brecht, den ersten nachdrücklichen Hinweis auf Marieluise Fleißer ins Feuilleton des Berliner Börsen-Couriers (11. September 1925) — fast als Vorbereitung für eine kommende Aufführung.« Dem folgen u. a.: Tax, Sissi: marieluise fleißer. schreiben, überleben, ein biographischer versuch. Frankfurt/M. 1984; Lee, Jeong-Jun: Tradition und Konfrontation. Die Zusammenarbeit von Marieluise Fleißer und Bertolt Brecht, Frankfurt/M. u. a. 1992, S. 57.Google Scholar
  5. 5.
    Brief Marieluise Fleißers an Herbert Ihering vom 22. Juli 1925, Herbert-Ihering-Archiv 1244. Das Datum des Briefes zeigt, daß Ihering Fleißer und mehrere ihrer literarischen Arbeiten schon einige Monate kannte, bevor er den ersten Artikel über sie im Berliner Börsen-Courier veröffentlichte. Er reagierte also keineswegs nur auf Brechts Empfehlung.Google Scholar
  6. 6.
    Im Berliner Börsen-Courier sind von Fleißer erschienen: »Die Stunde der Magd« (1925), »Der Apfel« (1925), »Sandsturm über Perpignan« (1930), »Als wir noch auf das Christkind warteten (1930), Beitrag zur Umfrage »Was erwartet das Publikum?« (1930).Google Scholar
  7. 7.
    Ihering, Herbert: Nach zwei Jahren. In: Ders.: Vom Geist und Ungeist der Zeit. Berlin 1947, S. 97–104; hier S. 102.Google Scholar
  8. 8.
    Zum »Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß« vgl. Reinhold, Ursula/Schlenstedt, Dieter/Tanneberger, Horst (Hg.): Erster Deutscher Schriftstellerkongreß. Protokoll und Dokumente. Berlin 1997; außerdem Wende-Hohenberger, Waltraud: Der erste gesamtdeutsche Schriftstellerkongreß nach dem zweiten Weltkrieg im Ostsektor Berlins vom 4. bis 8. Oktober 1947. Frankfurt/M. u. a. 1988.Google Scholar
  9. 9.
    Grosser, Johannes Franz Gottlieb (Hg.): Die große Kontroverse. Ein Briefwechsel um Deutschland. Hamburg u. a. 1963.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Lee 1992, S. 158–163. Lee deutet die Teilnahme Fleißers am »Ersten Deutschen Schriftstellerkongreß« vage an: »Diese Spaltung fand auf dem ersten »Schriftstellerkongreß vom 5. [sie] bis 8. Oktober 1947 in Berlin statt, während Marieluise Fleißer mit einigen Verlegern über die Veröffentlichung ihrer Werke sprach.« (S. 163). Ohne Beleg wird Fleißers Anwesenheit auf dem Kongreß auch erwähnt bei: Pfister, Eva: Marieluise Fleißers Stunde Null. Die Fragmente aus dem Nachlaß aus den Jahren 1946 bis 1948. In: Maria E. Müller, Ulrike Vedder (Hg.): Reflexive Naivität. Zum Werk Marieluise Fleißers. Berlin 2000, S. 241–253.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Lee 1992, S. 163.Google Scholar
  12. 12.
    Reinhold/Schlenstedt/Tanneberger (Hg.) 1997, S. 422.Google Scholar
  13. 13.
    Reinhold/Schlenstedt/Tanneberger (Hg.) 1997, S. 596.Google Scholar
  14. 14.
    Brief Herbert Ihering an Marieluise Fleißer vom 22. Okt. 1947. Herbert-Ihering-Archiv 1244.Google Scholar
  15. 15.
    Ihering, Herbert (Hg.): Theaterstadt Berlin. Ein Almanach. Berlin 1948 (mit Beiträgen u. a. von Peter Hüchel, Bert Brecht, Friedrich Wolf, Gustaf Gründgens, Fritz Kortner, Wolfgang Langhoff, Carl Zuckmayer, Hilde Spiel, Günther Weisenborn und Helmut Kaiser).Google Scholar
  16. 16.
    Brief Marieluise Fleißer an Herbert Ihering vom 6. Nov. 1947; der in Stenographie notierte Text ist dann getippt als Brief an Fleißer am 18. Nov. 47 geschickt worden (Durchschrift im Herbert-Ihering-Archiv 1244).Google Scholar
  17. 17.
    Ihering (Hg.) 1948, S. 295–301.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Rühle (Hg.) 1973, S. 411–428; s. dazu den Beitrag von A. Runge in diesem Band.Google Scholar
  19. 19.
    Rühle (Hg.) 1973, S. 422.Google Scholar
  20. 20.
    Fleißers schriftstellerische Arbeiten in den Jahren 1946 bis 1948 sind zusammengestellt bei Eva Pfister (s. Anm. 10).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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