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Brünnhilde

Das Wotanskind
  • Ulrike Kienzle

Zusammenfassung

So viele Namen für eine Gestalt: »Wotanskind« — »Schild-Maid« — »Los-Kieserin« — »Helden-Reizerin« — »meines Wunsches schaffender Schoß« — »Abwendige« — »Verbrecherin« — »Treulose« — »kühnes, herrliches Kind« — »wissendes Kind« — »heiliges Weib« — »Wunderfrau« — »prangender Stern« — »betrog’ne Frau« — »wilde Felsen-Frau« — »starkes Weib«. So viele Namen, so viele Wandlungen — und am Ende dann die eigene Einsicht in den Sinn dieses verschlungenen Schicksalsweges: »daß wissend würde ein Weib«.1 Brünnhilde ist eine Figur der schroffen Gegensätze, der Brüche und widersprüchlichen Facetten; von allen Figuren der Tetralogie macht sie die größte Entwicklung durch. Vieles davon hat Wagner aus den mythischen Quellen: aus der älteren und jüngeren Edda und aus der Völsungasaga. Was fand er dort vor?

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Anmerkungen

  1. 1.
    Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen. Bühnenfestspiel, in: Gesammelte Schriften und Dichtungen, 4. Auflage, Leipzig 1907 (im folgenden: SSD), Bd VI, S. 50, 72, 73, 81, 70, 71, 81, 156, 166, 183, 186, 228, 226, 229, 252.Google Scholar
  2. 5.
    Volsunga- und Ragnars-Saga nebst der Geschichte von Nornagest, übersetzt von Friedrich Heinrich von der Hagen, 2. Auflage, bearbeitet von Anton Edzardi, Stuttgart 1880.Google Scholar
  3. 7.
    Richard Wagner an August Röckel, 25. 1. 1854, in: Richard Wagner, Sämtliche Briefe, hg. von Hans-Joachim Bauer und Johannes Forner, Bd. VI, Leipzig 1986, S. 60.Google Scholar
  4. 12.
    vgl. dazu Curt von Westernhagen, Die Entstehung des Ring, dargestellt an den Kompositionsskizzen Richard Wagners, Zürich 1973, S. 104 ff.Google Scholar
  5. 23.
    Vgl. dazu auch die Ausführungen von Wilhelm Grimm, Die deutsche Heldensage, Göttingen 1829, S. 404Google Scholar
  6. Franz Joseph Mone, Untersuchungen zur Geschichte der teutschen Heldensage, Quedlinburg/Leipzig 1836, S. 3Google Scholar
  7. Karl Lachmann und Wilhelm Wackernagel, Zu den Nibelungen und zur Klage, Berlin 1836, S. 344 f. (alle Bände im Besitz von Wagners Dresdener Bibliothek).Google Scholar
  8. 43.
    Heinrich Porges, Die Bühnenproben zu den Bayreuther Festspielen des Jahres 1876, Chemnitz 1881 ff.,Bd. 4: Götterdämmerung, S. 19.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Ulrike Kienzle

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