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Ernst Kurth und die Gestaltpsychologie

  • Luitgard Schader
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Zusammenfassung

Die Psychologen Ernst Mach und Alexius Meinong entwickelten im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts grundlegende Thesen, die als Vorformen der späteren Gestalttheorie gelten. Mach beschrieb 1886 in verschiedenfarbenen Gestalten — z. B. zwei gleiclte Buchstaben in verschiedenen Farben1 — die übereinstimmende Form und die unterschiedlichen Farben. Meinong formulierte nur zwei Jahre später: Man kann nicht sagen: »Die Bestandstücke in ihrer Gesamtlteit […] sind die Komplexion«. Vielmehr können gleiche Bestandstücke zu ganz verschiedenen Komplexionen zusammentreten.2 Gestaltqualitäten sind jedoch für Meinong keine tatsächlichen Vorstellungsinhalte, sondern lediglich Repräsentation der »Tätigkeit des Vorstellenden«, also der Produktion, daher Produktionstheorie.3 Erst durch die Aktivität des Beobachters entsteht aus Einzelelementen beim Betrachter der ganzlieitliclte Eindruck.4

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Notizen

  1. 11.
    Während Adlers und Meinongs Freundschaft 1920 durch Meinongs Tod endete, entfernte sich Jodl seit seiner Übersiedlung nach Wien von Meinong und setzte sich bei einer BerufungsVerhandlung in Wien sogar gegen ihn ein. Siehe dazu: Gabriele Johanna Eder (Hg.), Alexius Meinong und Guido Adler, S. 160.Google Scholar
  2. 19.
    Michael Wertheimer nennt in einem Brief an die Autorin vom 9. Oktober 1996 das Jahr 1904.Google Scholar
  3. 78.
    Erich Moritz von Hornbostel, Das Problem der Vergleichenden Musikwissenschaft. Vortrag gehalten in der Ortsgruppe Wien der IGM am 24. März 1905, S. 52.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Luitgard Schader

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