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Paul Hindemith (1895–1963)

  • Luitgard Schader
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Zusammenfassung

In der weitgefächerten Interpretation, die der Lineare Kontrapunkt - beziehungsweise die darin von Kurth geprägte Terminologie — bereits direkt nach seiner Veröffentlichung erfahren hat, häufen sich in der musikwissenschaftlichen Literatur diejenigen Äußerungen, die besonders im kompositorischen Werk Paul Hindemiths Linearität im Sinne Ernst Kurths zu entdecken glauben. So erkennt Walter Jacobs von der Kölnischen Zeitung, dass im 3. Streichquartett die rücksichtslose Stimmführung […] im ersten Satz herbe Klänge [ergebe], die doch nicht gesucht erscheinen.1 Ähnlich spricht die Rheinisch Westfälische Zeitung von einem imponierend einfachen, horizontalen Notenbild, gegen dessen instinktmäßige Aufbaulogik nichts eingewandt werden kann.2 Franz Willms deutet die linearen Strukturen im Streichquartett op. 16 bereits nicht mehr als Experimente, sondern konstatiert das Erreichen eines neuen Stils. Hier sei eine Linie gefunden, die frei von harmonischen Bindungen nur den Gesetzen eines rein melodischen Bewegungstriebs gehorcht.3

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Notizen

  1. 9.
    Emmy Westphal, Die Hindemiths und Wilhelm Furtwängler in der Steinlestraße 21. Erinnerungen aus den Jahren 1913 bis 1921 in Frankfurt am Main, Typoskript im Hindemith-Institut, Frankfurt/M.Google Scholar
  2. 23.
    Postkarte mit Stempel vom 14. September 1926, zit. nach: Michael Kube, Paul Hin-demith als Schüler Arnold Mendelssohns, S. 172.Google Scholar
  3. 38.
    In einem Brief an Familie Weber vom 5. September 1915 schrieb Hindemith: Ich habe nämlich gerade meinen Posten am hiesigen Opernhaus angetreten. In: Dieter Rex-roth (Hg.), Paul Hindemith, Briefe, S. 38.Google Scholar
  4. 63.
    Paul Bekker, Kontrapunkt und Neuzeit, in: Frankfurter Zeitung 27. 3. 1918. Hindemith war von August 1917 bis Dezember 1918 zum Kriegsdienst eingezogen. Zu Hindemiths Militärzeit siehe Paul Hindemith, Notizen zu meinen »Feldzugs-Erinnerungen«.Google Scholar
  5. 68.
    Brigitte Petrovitsch, Studien zur Musik für Violine solo 1924–1970, S. 19.Google Scholar
  6. Vgl. David Neumeyer, Hindemith’s hommages à Bach in the Two Early Viola Sonatas, S. 163ff.Google Scholar
  7. 76.
    Michael Kube, Hindemiths frühe Streichquartette (1915–1923), S. 21.Google Scholar
  8. 93.
    Wenn Michael Kube, einzelne signifikante Motive als Gliederungsmerkmale des Finalsatzes aus op. 11/5 nennt, scheint er sich dabei primär auf die ersten Variationen des Themas zu beziehen. Siehe dazu Michael Kube, Hindemiths frühe Streichquartette (1915–1923), S. 287.Google Scholar
  9. 118.
    Michael Kube, Hindemiths frühe Streichquartette (1915–1923), S. 314.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Luitgard Schader

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