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“A novel to end all novels”?

Thomas Mann, James Joyce und die Frage nach der Modernität des Doktor Faustus
  • Gerhard Kaiser
Chapter

Zusammenfassung

Man ginge fehl, wollte man aufgrund der vielfältigen Bezüge der Erzählkunst Manns zur literarischen Tradition des 19. Jahrhunderts im Autor des Doktor Faustus bloß einen hoffnungslos veralteten Traditionalisten sehen, der die experimentellen Weiterentwicklungen und epochalen Modernisierungstendenzen auf dem Gebiete des Romans in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht zur Kenntnis nehmen will. Vor allem die über die Grenzen von Literaturkritik und -Wissenschaft hinaus beständig anwachsende Nobilitierung einiger moderner Romanautoren, die, unabhängig von den explizit avantgardistischen (Is-men-)Bewegungen, in ihren experimentellen Werken traditionelle Erzählschemata der Gattung durchbrechen, bleibt Thomas Mann, der sich um Rang und Ruhm seines eigenen Schaffens in der literarisch gebildeten Öffentlichkeit stets besorgt und bemüht zeigt, nicht verborgen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang etwa John Dos Passos’ Manhattan Transfer, William Faulkners The Sound and the Fury, Virginia Woolfs Mrs. Dalloway, Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, wie auch die Romane Kafkas. Diese Romane zeigen sich als Werke, die das traditionelle Vokabular und die formalen Möglichkeiten des Romans nachhaltig veränderten.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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  • Gerhard Kaiser

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