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Ausblicke: Expressionismusrezeption und Bilanz

  • Thomas Anz
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Part of the Sammlung Metzler book series (SAME)

Zusammenfassung

Die Suche nach einem geeigneten »Stich- oder Schlagwort« zur Kennzeichnung der entscheidenden »künstlerischen Zeitfrage« um 1920 hielt Wilhelm Worringer damals in einem Vortrag für nicht weiter schwierig: »Es bietet sich von selbst an. Es heißt: Krise des Expressionismus. In diskreten Klammern dahinter: Ende des Expressionismus« (Worringer 1921, S. 7). Zu einem Zeitpunkt, als der Expressionismus seine größte öffentliche Resonanz hatte, als sich die Dramen der jüngsten Autorengeneration auch die etablierten Theaterbühnen eroberten, die Ausstellungen moderner Kunst einen vorher nicht gekannten Besucherzustrom verzeichnen konnten und das expressionistische Kino seine Erfolge noch vor sich hatte, sprachen besonders die Programmatiker und Kritiker, die sich schon seit Jahren für die jüngste Kunst eingesetzt hatten, bereits von der »Krise«, vom »Tod«, vom »Ende« oder »Ausgang« des Expressionismus, zogen ihre Bilanzen oder gaben rückschauende Überblicke (vgl. die Dokumentation in Raabe 1966). Schon 1918 konstatierte der renommierte Kunstkritiker Wilhelm Hausenstein: »Der Expressionismus ist bereits in dem Moment seiner historischen und sachlichen Vollendung angekommen; der Pendel hat durchgeschwungen; das Positive der Zukunft liegt offenbar in einer neuen und frommen Bescheidung auf die Natur« (Hausenstein 1918, S. 927).

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2002

Authors and Affiliations

  • Thomas Anz
    • 1
  1. 1.Universität MarburgDeutschland

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