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Peripetie 1795

Die Theorie der Sentimentalität als Moment des Umschlags zwischen klassischer Utopie und romantischer Ironie
  • Benjamin Marius Schmidt
Chapter

Zusammenfassung

Das Denken und Suchen Schillers und Schlegels in den 1790ern zu betrachten ist nicht nur deshalb so interessant, weil man die Arbeit brillianter Köpfe in spannender Zeit verfolgen und dabei beobachten kann, wie die beiden führenden Vertreter der konkurrierenden Richtungen klassischer und frühromantischer Literatur und Theorie im Ausgang der Gottesdämmerung und im Aufkeimen der Moderne bis heute einflussreiche Vorstellungsbilder und Verständnismuster der Gegenwartswahrnehmung geprägt haben. Doch über die Möglichkeit hinaus, das Entstehen wichtiger neuer Grundorientierungen der Moderne im Kern zu beobachten, ist es faszinierend zu sehen, wie sehr diese scheinbar deutlich getrennten, geradezu konträren Haltungen zur Frühmodernedie — die ‚klassische‘ und die ‚romantische‘ — derselben Wurzel entspringen. In der Abfolge der Gedanken, Argumente und Überlegungen, die Schiller und Schlegel im Laufe der 1790er in einer dichten Reihe literarischer wie theoretischer Schriften präsentieren, zeichnet sich im Rückblick eine Einwicklungslogik ab, in der mit erstaunlicher Präzision und Stringenz das eine zum anderen führt und das Folgende sich aus dem Vorhergehenden ergibt.1 Schiller hat die ‚klassische‘ Theoriebildung bis an einen äußersten, fast ins Paradoxe spielenden Punkt vorangetrieben, der dann für Schlegel zum Ausgangspunkt der Entwicklung frühromantischen Denkens wird.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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  • Benjamin Marius Schmidt

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