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Sein und Zeit von Martin Heidegger

  • Michael Theunissen
Chapter

Zusammenfassung

Mit Heideggers Hauptwerk (1927) lebe ich seit fast einem halben Jahrhundert. Es war ein Leben im Wechsel von Attraktion und Repulsion. Der 18-Jährige las das Buch in einem Zug. An der Künstlichkeit einer Diktion, der keine Substantivierung unnatürlich genug, kein Bindestrichwort lang genug ist, nahm er keinen Anstoß. Entsprach dies immerhin seiner Ansicht, dass Philosophie sich ihre eigene Sprache erschaffen müsse, so stand seine apolitische Lektüre im Widerspruch zu seiner Überzeugung. Schon früh konfrontiert mit dem NS-Terror und militant engagiert gegen faschistoide Tendenzen, meinte er gleichwohl Heideggers Verunglimpfung demokratischer Öffentlichkeit, seine gegenaufklärerischen Invektiven gegen Vernunft, seinen an Kriegssehnsüchte appellierenden Entschlossenheitskult als unerheblich abtun zu dürfen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

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  • Michael Theunissen

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