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Sinnlichkeit und Transzendenz

  • Kai Neubauer
Chapter
Part of the Heine-Studien book series (HEINEST)

Zusammenfassung

In Lichtenbergs Sudelbüchern heißt es:

Vielleicht hat ein Hund kurz vor dem Einschlafen, oder ein betrunkener Elefant Ideen, die eines Magisters der Philosophie nicht unwürdig wären. Sie sind ihnen aber unbrauchbar, und werden durch ihre allzu reizbare sinnliche Werkzeuge auch wieder verwischt.121

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Notizen

  1. 121.
    Georg Christoph Lichtenberg: Schriften und Briefe, I. Bd.: Sudelbücher I. München 1968, S. 499.Google Scholar
  2. 124.
    Frank R. Wilson: Die Hand — Der Geniestreich der Evolution. Ihr Einfluß auf Gehirn, Sprache und Kultur des Menschen. Stuttgart 2000.Google Scholar
  3. 130.
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  4. 132.
    Helmuth Pleßner: Gesammelte Schriften. Hrsg. v. Günter Dux, Odo Marquard und Elisabeth Ströker. Frankfurt am Main 1980–85. Bd. III Anthropologie der Sinne (1970), S. 322.Google Scholar
  5. 134.
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  6. 135.
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  7. 149.
    Zitiert nach der deutschen Übersetzung von Christiane Schultz: Über das Unendliche, das Universum und die Welten. Stuttgart 1994, S. 24; op. it., 360.Google Scholar
  8. 150.
    „Senza una nuova religio la civiltá non esce dalla decadenza: la scienza si blocca, si corrompono i costumi“, heißt es bei dem Bruno-Spezialisten Michele Ciliberto: La ruota del tempo. Roma 1986, S. 12.Google Scholar
  9. 158.
    Siehe hierzu die motivgeschichtliche Untersuchung von Walter Pabst: Venus und die mißverstandene Dido. Literarische Ursprünge des Sybillen- und Venusberges. Hamburger Romanistische Studien, Bd. 40. Hamburg 1955, die meines Wissens von der Heine-Forschung nicht zur Kenntnis genommen wurde, womit die Schwierigkeiten zusammenhängen dürften, die das Motiv den Interpreten bereitet,Google Scholar
  10. vgl. Höhn: Heine-Handbuch. Stuttgart 1997, S. 235.CrossRefGoogle Scholar
  11. 160.
    Siehe hierzu Jürgen Ferner: Versöhnung und Progression. Zum geschichtsphilosophischen Denken Heinrich Heines. Bielefeld 1994, besonders das 2. Kapitel „›Trostloses ewiges Wiederholungsspiel.‹ vs. ›Befreiungskrieg der Menschheit.‹: Zur Gebrochenheit der Geschichtsauffassung in den Reisebildern und der frühen Pariser Prosa“, S. 103–209.Google Scholar
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    Ulrich Pongs: Was ist klassisch? Zur Antike-Rezeption Heinrich Heines.- In: HJb 29 (1991), S. 152–163, spricht bezüglich der Romantischen Schule vom „Januskopf“ der Renaissance und Lessings.Google Scholar
  13. 166.
    Wofgang Preisendanz zitiert Alexandre Weills Äußerung: „Alle seine Gedichte entspringen seinem Mundwinkel“. In: Heinrich Heine. Werkstruktur und Epochenbezüge. München 1973, S. 16.Google Scholar
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  17. 171.
    Vgl. Michael Mann: Heinrich Heine und G. W. F. Hegel zur Musik.- In: Monatshefte 54, 1962, S. 343 ff., wo ähnliches zu Heines Musikauffassung expliziert wird. In seiner Dissertation „Heinrich Heines Musikkritiken“. Hamburg 1971, betont er in dem Kapitel „Kunstphilosophische Hintergründe“, S. 134–150, daneben besonders den Einfluß Herders und E. T. A. Hoffmanns. Für den Bereich der Musik erkennt Heine im zeitgenössischen Italien immer noch die Manifestation der Gottheit, wie er in A 1 sagt. Sabine Bierwirth (Heines Dichterbilder. Stationen seines ästhetischen Selbstverständnisses, S. 43) bezeichnet die Renaissance als „unbedingtes Vorbild“ von Heines utopischer Vision.Google Scholar
  18. Vgl. hierzu auch R. C. Holub: Heine and Utopia.- In: HJb 27 (1988), S. 86 ff.Google Scholar
  19. 172.
    Jeffrey L. Sammons: Heinrich Heine. Stuttgart 1991, S. 79.Google Scholar
  20. 174.
    Wie sich die Auffassung von Wörtern wie „national“ und „patriotisch“ seither geändert hat, sieht man etwa im Wintermährchen, das Heine als nicht national bezeichnet, obwohl darin die künftige deutsche Weltherrschaft mit ähnlichem Sendungsbewußtsein verkündet wird wie in Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland. Wie wenig solche Töne damals als nationalistisch empfunden wurden, zeigt eine französische Rezension von De l’Allemagne aus dem Jahre 1855, die positiv die „nationale Uneigennützigkeit“ hervorhebt mit der Heine den Beginn der deutschen Philosophie bei Descartes ansetzt (B VI/2, 150). Andererseits zeigt sich aus heutiger Sicht, wie Heines Patriotismus das Geschichtsbild von Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland verzerrte. Vgl. hierzu Renate Stauf: Der problematische Europäer. Heinrich Heine im Konflikt zwischen Nationenkritik und gesellschaftlicher Utopie. Heidelberg 1997.Google Scholar
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    Vgl. Panajotis Kondylis: Die Aufklärung im Rahmen des neuzeitlichen Rationalismus. München 1986, S. 42 ff.Google Scholar
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  25. 202.
    Vgl. Walther Brecht: Heinse und der ästhetische Immoralismus. Zur Geschichte der italienischen Renaissance in Deutschland. Berlin 1911.Google Scholar
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    Ludwig Marcuse: Philosophie des Glücks. Von Hiob bis Freud. Zürich 1972, S. 307 f.: „Heine, Nietzsche und Freud waren die drei großen deutschen Epikuräer der letzten hundert Jahre.“ Vgl. vom selben Autor: Heinrich Heine. Melancholiker, Streiter in Marx, Epikureer. Gebr. Holstein 1969.Google Scholar
  29. 216.
    Daher wurde immer wieder in Zweifel gezogen, daß es sich bei Bruno um Pantheismus handle, so bei Kuhlenbeck und im Artikel „Bruno“ von „Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft“. 3. völlig neu bearb. Aufl. in 7 Bd., Bd. 1. Tübingen 1957, S. 1450 f. Vgl. Paul Richard Blum: D’ogni legge nemico e d’ogni fede: Giordano Brunos Verhältnis zu den Konfessionen.- In: August Buck, Renaissance — Reformation, Gegensätze und Gemeinsamkeiten. Wiesbaden 1984, S. 65–75, wo festgestellt wird, daß seine Unterordnung des Christentums unter die religio comunis eine Nähe zum Deismus darstellt,Google Scholar
  30. sowie Edward A. Gosselin: Fra Giordano Bruno’s Catholic Passion.- In: Supplementum festivum. Studies in honor of Paul Oskar Kristeller. Hrsg. v. James Hankins. State University of New York 1987, S. 537–561.Google Scholar
  31. 217.
    Vgl. die umfangreiche Bibliographie mit ausführlicher Einleitung von Sergio Zoli: L’Europa libertina — Bibliografia generale. Florenz 1997.Google Scholar
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    Reiner Wild: Freidenker in Deutschland.- In: Il Libertinismo in Europa. Hrsg. v. Sergio Bertelli, Mailand-Neapel 1980, S. 81–116, S. 87.Google Scholar
  33. 221.
    Laut dem Kommentar in DHA VIII, 1394 kannte Heine sie. Vgl. auch John Owen: The Skeptics of the Italian Renaissance. London; New York 1908, S. 373.Google Scholar
  34. 222.
    Gabrijela Vidan: Der französische Materialismus im 18. Jahrhundert.- In: Propyläen Geschichte der Literatur. Bd.IV Aufklärung und Romantik. Berlin 1988, S. 158.Google Scholar
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    Wild: Freidenker in Deutschland, S. 87. Eine löbliche Ausnahme stellt das umfangreiche Werk von Fritz Mauthner: Der Atheismus und seine Geschichte im Abendland. 4 Bde., 1920–23, dar. Für einen Überblick über die Geschichte des Freidenkertums, besonders nach Feuerbach, siehe den Beitrag von Horst-Dieter Strühning: Die Geschichte der deutschen sozialistischen Freidenkerbewegung. Eine Skizze.- In: Freidenker. Geschichte und Gegenwart. Hrsg. v. J. Kahl u. E. Wernig. Köln 1981, S. 9–71.Google Scholar
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    Vgl. Werner Beierwaltes: Absolute Identität. Neuplatonische Implikationen in Schellings Bruno.- In: ders.: Identität und Differenz. Zum Prinzip cusanischen Denkens. Rheinisch-Westfälische Akademie d. Wissenschaften. Opladen 1977, S. 204–40.CrossRefGoogle Scholar
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    Ebda., S. 61.; vgl. auch Francesco Tomasoni: Materialismus und Mystizismus. Feuerbachs Studium der Kabbala.- In: Sinnlichkeit und Rationalität. Der Umbruch in der Philosophie des 19. Jahrhunderts: Ludwig Feuerbach. Hrsg. v. Walter Jaeschke. Berlin 1992, S. 57–67.Google Scholar
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    Nicola Badaloni: Ludovico Feuerbach interprete di Giordano Bruno e di Tommaso Campanella.- In: Studi storici 1994/1, 35, S. 309–26, hier S. 315.Google Scholar
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    Herbert Anton: Heines ›Venus-Mythologie‹.- In: Heinrich Heine im Spannungsfeld von Literatur und Wissenschaft. Hrsg. v. Wilhelm Gössmann u. Manfred Windfuhr. Hagen 1990, S. 143–157, Zitat S. 146. Dort wird auch der Bezug zum florentiner Neuplatonismus hergestellt. Die Bedeutung der neuplatonischen „Verdiesseitigung des Göttlichen“ für die Frühromantik hat schon Vietta herausgestellt in seinem Beitrag zum Band „Romantik und Renaissance“: Vom Renaissance-Ideal zur deutschen Ideologie: Wilhelm Wackenroder und seine Rezeptionsgeschichte, S. 149.Google Scholar
  43. 310.
    Zu Bruno als dem Begründer der philosophischen Anthropologie vgl. die Einleitung von Fellmann zu HL, S. VII. Vgl. auch Dietmar Kamper: Geschichte und menschliche Natur. Zur Tragweite gegenwärtiger Anthropologiekritik. München 1973 und Zur Geschichte des Körpers (mit Rezensionsteil). Hrsg. v. Dietmar Kamper u. Volker Rittner. München 1976. Badaloni spricht mit Bezug auf Feuerbach und Bruno bzw. Campanella von „permanente vicinanza a questi primordi del pensiero moderno e rispetto per le loro anticipazioni.“ In: Nicola Badaloni: Ludovico Feuerbach interprete di Giordano Bruno e di Tommaso Campanella.- In: Studi storici 1994/1, 35, S. 309–26, Zitat S. 326.Google Scholar

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  • Kai Neubauer

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