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Die Toten: Das obszöne Geschlecht

  • Claudia Jost
Chapter

Zusammenfassung

Während das bürgerliche Gesetz ein Gesetz der Lebenden und der Vernunft sein will, sind der Traum und die Literatur Gesetzesschriften anderer Art, die mit dem Tod nicht enden — eher noch mit dem Ende unseres Träumens. In diesem Milieu steht Freuds Analyse zum Traum eines Vaters, der Tage und Nächte am Bett seines kranken Kindes wachte — bis das Leben des Kindes erlosch. Nachdem das Kleine gestorben ist, versucht der Vater zu schlafen, doch er läßt die Tür zu jenem Zimmer offen, wo die Leiche des Kindes aufgebahrt ist. Ihr zur Seite sitzt ein alter Mann, der zur Totenwache bestellt ist. „Nach einigen Stunden Schlafs träumt der Vater, daß das Kind an seinem Bette steht, ihn am Arme faßt und ihm vorwurfsvoll zuraunt: Vater, siehst du denn nicht, daß ich verbrenne? Er erwacht, merkt einen hellen Lichtschein, der aus dem Leichenzimmer kommt, eilt hin, findet den greisen Wächter eingeschlummert, die Hüllen und einen Arm der teuren Leiche verbrannt durch eine Kerze, die brennend auf sie gefallen war.“1

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

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  • Claudia Jost

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