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Tendenzen in der Deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1989

  • Wolfgang Beutin
  • Klaus Ehlert
  • Wolfgang Emmerich
  • Christine Kanz
  • Bernd Lutz
  • Volker Meid
  • Michael Opitz
  • Carola Opitz-Wiemers
  • Ralf Schnell
  • Peter Stein
  • Inge Stephan
Chapter

Zusammenfassung

Das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts begann mit dem »Epochenjahr 1989« (D. Diner). In diesem turbulenten Jahr kam es am 9. November in Berlin zur Öffnung der Mauer. Das war ein Ereignis von historischer Tragweite, das die politische Weltkarte grundlegend veränderte und Spuren nicht nur in der politischen, sondern auch in der kulturellen Landschaft Deutschlands hinterlassen hat. Von einer Zäsur zu sprechen, die mit der von 1945 vergleichbar ist, scheint nicht übertrieben, markieren doch beide Daten Wendepunkte in der Geschichte. Danach blieb nichts, wie es war — weder in Deutschland, Europa, noch in der Welt. Der nach 1989 einsetzende Zusammenbruch der sozialistischen Staatengemeinschaft, die Auflösung des wirtschaftlichen wie militärischen Bündnisses leitete das Ende des Kalten Krieges ein. Die DDR, von der der Generalsekretär der SED, Erich Honecker, noch kurz vor dem Untergang vollmundig erklärte: »Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs’ noch Esel auf«, verschwand binnen kurzer Zeit von der politischen Weltkarte. Im Ausnahmezustand der Eiseskälte hatte sie Günter de Bruyn bereits Mitte der 80er Jahre in seinem Buch Neue Herrlichkeit (1985) gezeigt. Auch Annett Gröschner bezieht sich auf die Kältemetapher: In ihrem Roman Moskauer Eis (2000) erzählt sie Geschichten aus der Gefriertruhe, die mit dem Land zu tun haben, das am 3. Oktober 1990 seine Eigenstaatlichkeit aufgab.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Beutin
  • Klaus Ehlert
  • Wolfgang Emmerich
  • Christine Kanz
  • Bernd Lutz
  • Volker Meid
  • Michael Opitz
  • Carola Opitz-Wiemers
  • Ralf Schnell
  • Peter Stein
  • Inge Stephan

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