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»Domideale und Realkulissen«

  • Jens Bisky
Chapter

Zusammenfassung

Keine andere Periode zeigt den preußischen Architekten so gestaltenverwirrend, vielfältig in den Formen seiner Entwürfe und den Medien des Ausdrucks, schwankend in den Plänen und Absichtserklärungen wie das Jahrzehnt nach seiner Rückkehr aus Italien. Zwischen 1805 und 1816 löste sich der Schüler David und Friedrich Gillys von den Konventionen der Berliner Bauschule und gewann durch die malerische Anverwandlung historischer Bauarten einen ebenso unverwechselbaren wie variablen Personalstil, der es ihm ermöglichte, Gelegenheiten zum Bauen zu ergreifen und in kürzester Zeit die Neue Wache, das Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt, das Museum am Lustgarten, den Umbau von Klein-Glienicke, die Friedrich-Werdersche Kirche und den PavilIon im Park des Charlottenburger Schlosses zu entwerfen.

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Anmerkungen

  1. 1.
    »Und wie eine Absage an das, was die entschiedenen Romantiker wünschten, mußte der erste Bau wirken, der 1816 nach den weit zurückliegenden Jugendwerken zur Ausführung kam, die Wache.« (August Grisebach: Carl Friedrich Schinkel. Leipzig 1924, S. 17)Google Scholar
  2. 2.
    Erik Forssman: Karl Friedrich Schinkel. Bauwerke und Baugedanken. München 1981, S. 89.Google Scholar
  3. 3.
    Karl Friedrich Schinkel: Das Architektonische Lehrbuch. Herausgegeben von Goerd Peschken. 1979. (Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk)Google Scholar
  4. 4.
    Karl Friedrich Schinkel: Sammlung architectonischer Entwürfe von Schinkel, enthaltend theils Werke welche ausgeführt sind, theils Gegenstände deren Ausführung beabsichtigt wurde. Berlin 1819–1840.Google Scholar
  5. 6.
    Die beste Darstellung der Freundschaften und Kontakte Schinkels gibt Mario Zadow: Karl Friedrich Schinkel. Berlin 1980.Google Scholar
  6. 8.
    Karl Friedrich Schinkel: Reisen nach Italien. Tagebücher, Briefe, Zeichnungen, Aquarelle. Herausgegeben von Gottfried Riemann. Band 1. Erste Reise. 1803–1805. Berlin 1994, S. 40/41.Google Scholar
  7. 16.
    Gustav Friedrich Waagen: »Karl Friedrich Schinkel als Mensch und als Künstler«. In: Kleine Schriften. Stuttgart 1875, S. 309.Google Scholar
  8. 27.
    Einen umfassenden Überblick bietet die hervorragende Studie von Georg Friedrich Koch: »Karl Friedrich Schinkel und die Architektur des Mittelalters. Die Studien auf der ersten Italienreise und ihre Auswirkungen«. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Band 29, 1966, S. 177–222.Google Scholar
  9. 33.
    Teile davon wurden durch Friedrich Gentz 1799 in der Neuen deutschen Monatsschrift publiziert. — Heinrich Gentz gehörte wie Schinkel zur Privatgesellschaft junger Architekten. Vgl. Adolph Doebber: Heinrich Gentz. Ein Berliner Baumeister um 1800. Berlin 1916.Google Scholar
  10. 37.
    Vgl. dazu die zusammenfassende Darstellung von Birgit Verwiebe: »Schinkel’s Perspective Optical Views. Art between Painting and Theatre«. In: John Zukowsky: Karl Friedrich Schinkel, 1781–1841. The drama of Architecture. Tübingen, Berlin 1994, S. 36–53.Google Scholar
  11. 39.
    Karl Friedrich Schinkel: Promemoria zum ersten Entwurf der Petrikirche. Zitiert nach: P. O. Rave: Berlin. Erster Teil. Bauten für die Kunst, Kirchen, Denkmalpflege. Berlin 1941, S. 170 (Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk).Google Scholar
  12. 40.
    Karl Friedrich Schinkel: Architektonischer Plan zum Wiederaufbau der eingeäscherten St. Petrikirche in Berlin. Zitiert nach: P. O. Rave: Berlin. Erster Teil. Bauten für die Kunst, Kirchen, Denkmalpflege. Berlin 1941, S. 176 (Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk).Google Scholar
  13. 44.
    P. O. Rave: Berlin. Erster Teil. Bauten für die Kunst, Kirchen, Denkmalpflege. Berlin 1941, S. 179. (Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk)Google Scholar
  14. 46.
    Vgl. dazu die Studie von Lucius Grisebach: »Schinkel als Maler«. In: Karl Friedrich Schinkel. Architektur, Malerei, Kunstgewerbe. Hrsg. von Helmut Börsch-Supan und Lucius Grisebach. Berlin 1981, S. 46–62. — Wie Schinkel Landschaften komponierte untersucht am einzelnen Beispiel Helmut Börsch-Supan: »Schinkels Landschaft mit Motiven aus dem Salzburgischen«. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, 32. Jg., S. 317–323. — Waagen hatte den glücklichen Einfall, Schinkels Bilder mit den Romanen WalterGoogle Scholar
  15. 49.
    Karl Friedrich Schinkel: Architektur, Malerei, Kunstgewerbe. Hrsg. von Helmut Börsch-Supan und Lucius Grisebach. Berlin 1981, S. 233.Google Scholar
  16. 50.
    Karl Friedrich Schinkel: Architektonischer Plan zum Wiederaufbau der eingeäscherten St. Petrikirche in Berlin. Zitiert nach: P. O. Rave: Berlin. Erster Teil. Bauten für die Kunst, Kirchen, Denkmalpflege. Berlin 1941, S. 177 (Karl Friedrich Schinkel Lebenswerk).Google Scholar
  17. 54.
    Vgl. Georg Friedrich Koch: »Schinkels architektonische Entwürfe im gotischen Stil 1810–1815«. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Band 32, 1969, S. 262–316; J. Gaus: »Schinkels Entwurf zum Luisenmausoleum«. In: Aachener Kunstblätter, 41/1971, S. 254ff..Google Scholar
  18. 63.
    Jörg Traeger: »Architektur der Unsterblichkeit in Schinkels Epoche«. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Gesellschafts- und Sozialwissenschaftliche Reihe. Jahrgang XXXI, 1982, Heft 2–3, S. 31–3S.Google Scholar
  19. 64.
    Karl Friedrich Schinkel: Das architektonische Lehrbuch. Herausgegeben von Goerd Peschken. München, Berlin 1979, S. 36. — Da Schinkel hier seine Forderung bedeutender Kunst mit einer Herabsetzung antiker Architektur verbindet, ist es wahrscheinlich, dass diese Notiz zum Umkreis des Entwurfes für die Begräbniskapelle gehört.Google Scholar
  20. 77.
    Karl Friedrich Schinkel: Das architektonische Lehrbuch. Herausgegeben von Goerd Peschken. München, Berlin 1979. S. 30. — Peschken hat Schinkels Notizen unter dem Titel »Die Hirt-Polemik« ediert.Google Scholar
  21. 78.
    Ebd., S. 29.Google Scholar
  22. 79.
  23. 80.
    Ebd., S. 29. — Dem Sinn entsprechender wäre »erfinden«.Google Scholar
  24. 81.
    Ebd., S. 30.Google Scholar
  25. 82.
    Ebd., S. 32.Google Scholar
  26. 83.
    Ebd., S. 32.Google Scholar
  27. 84.
    Ebd., S. 32.Google Scholar
  28. 85.
    Eine umfassende Darstellung der Entwürfe Schinkels für den Denkmalsdom findet sich bei Paul Ort-win Rave: Berlin. Erster Teil. Bauten für die Kunst, Kirchen, Denkmalpflege. Berlin 1941, S. 187 ff.Google Scholar
  29. 88.
    Vgl. Paul Ortwin Rave: Berlin. Erster Teil. Bauten für die Kunst, Kirchen, Denkmalpflege. Berlin 1941, Rave, S. 195.Google Scholar
  30. 89.
    Ebd., S. 196.Google Scholar
  31. 90.
    Ebd., S. 196.Google Scholar
  32. 91.
    Ebd., S. 199.Google Scholar
  33. 92.
    Ebd., S. 196.Google Scholar
  34. 93.
    Ebd., S. 199.Google Scholar
  35. 94.
    Ebd., S. 199.Google Scholar
  36. 95.
    Ebd., S. 196.Google Scholar
  37. 96.
    Vgl. dazu Georg Friedrich Koch: »Schinkels architektonische Entwürfe im gotischen Stil 1810–1815«. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Band 32, 1969, bes. S. 290–296.Google Scholar

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