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Napoleon pp 1-26 | Cite as

»Welch ein Roman ist doch mein Leben!«

  • Eckart Kleßmann
Chapter

Zusammenfassung

Nicht die Tage der strahlenden Triumphe schufen die Legende, die sein Dasein wie eine Aura bis heute umgibt, sondern die Stunden der tiefsten Erniedrigung. Das Bild des sieggewohnten Feldherrn, der über die Leichenberge der Schlachtfelder reitet, berührt uns nicht; der Mann in der Glorie der Macht schafft keine Bewunderung. Aber der, der am 5. Mai 1821 um elf Minuten vor sechs Uhr abends im Augenblick des Sonnenuntergangs auf einer kleinen Insel im Atlantik einsam stirbt, besudelt von Kot und Erbrochenem, gezeichnet von qualvoller Krankheit, der ist für uns ein Mensch, dem wir das Mitleid nicht versagen können. Ein Leben hat ihm, der jetzt stirbt, nicht viel bedeutet; er schere sich einen Dreck um das Leben von einer Million Menschen, soll er 1813, als seine Niederlage sich abzeichnete, Metternich in Dresden in einem seiner berühmten Wutanfälle angebrüllt haben.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

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  • Eckart Kleßmann

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