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24. Juli 1853 – 12. Februar 1855

  • Eckart Kleßmann

Zusammenfassung

Es wird Sie nicht gewundert haben, dass ich bisher geschwiegen, dass ich Ihnen nicht gesagt, mit welcher Teilnahme ich Ihrer gedachte, Ihres Schmerzes und der Empfindungen, mit denen gerade Sie den Thron besteigen mußten.1 Pflichten und Ansprüche aller Art werden Sie umdrängt haben, Huldigungen Sie umgeben, und ich dachte, es würde Ihnen lieb sein, wenn ich eine ruhigere Stunde abwartete, mich Ihnen zu nahen. Ich hätte viel, sehr viel darum gegeben, Sie in diesen Tagen sehen und sprechen zu können, die Ihnen Tage der Weihe und Erhebung gewesen sein müssen. Möge der Geist Carl Augusts, zu dem Sie mit solch stolzem Recht zurückzublicken pflegen, mächtig in Ihnen sein, und möge in dem Fürsten der Mensch der alte bleiben — denn das Wahrste ist das Menschliche, und das Beste, was der Fürst zu leisten vermag, das leistet er mit jenem liebevollen Herzen, das in der Liebe die Gerechtigkeit besitzt. Sei alles Gute und Erhabene mit Ihnen! Es werden nicht viele leben, die es Ihnen aufrichtiger wünschen als ich, dass Sie ein Beispiel Ihrer Zeitgenossen, dass Sie ein treuer Nachfolger Carl Augusts werden, dessen Geist einzig dasteht an göttlicher Menschlichkeit auf den deutschen Thronen.

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  • Eckart Kleßmann

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