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Die Münchner Kleist-Ausgabe

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  • Günter Dunz-Wolff
  • Klaus Müller-Salget
  • Michael Ott
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Zusammenfassung

Die im Jahre 2010 im Carl Hanser Verlag publizierte sogenannte Münchner Kleist-Ausgabe (MA) ist damals von allen Rezensenten sehr positiv bis euphorisch beurteilt worden.1 Diese breite Zustimmung verdankte sich vor allem dem Glauben, die auf der Brandenburger Kleist-Ausgabe (BKA) fußende und von denselben Herausgebern verantwortete Edition gebe als erste Lese- bzw. Studienausgabe sämtliche Texte Kleists völlig authentisch, in der originalen Orthographie und Interpunktion, also ohne jeden editorischen Eingriff wieder.2 Im Jahre 2012 stellte sich allerdings heraus, dass diese Annahme irrig war und die Texte Kleists in der Münchner Ausgabe, wenn auch in unterschiedlicher Dichte, eine Vielzahl von Fehlern und Abweichungen von den Textzeugen aufwiesen (vgl. die unten folgende, sicherlich nicht vollständige Liste). So fehlten beim ›Zerbrochnen Krug‹ in der MA viele Satzzeichen und sogar ganze Verszeilen; auch in der Edition der Briefe waren erhebliche Mängel zu verzeichnen. Hinweise auf diese Fehler wurden von den Verfassern der vorliegenden Information seit Sommer 2012 dem Verlag und den Herausgebern mitgeteilt, um eine rasche Revision der Ausgabe zu ermöglichen.3

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Anmerkungen

  1. 3.
    Die Abweichungen in vielen Briefen wurden v.a. durch die Erarbeitung der digitalen Edition www.kleist-digital.de (1. Version seit 2012 online) festgestellt; am Rande der Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft im November 2012 wurden bei der Vorstellung dieser digitalen Edition die Probleme in der MA auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Vgl. Astrid Hefbold, Gärten und Heroen. In: Der Tagesspiegel vom 20. November 2012.Google Scholar
  2. 10.
    Vgl. hinsichtlich der Briefe Klaus Müller-Salget, Probleme der Edition und der Kommentierung von Kleists Briefen. In: Ingo Breuer, Katarzyna Jaśtal und Pawel Zarychta (Hg.), Gesprächsspiele & Ideenmagazine. Heinrich von Kleist und die Briefkultur um 1800, Köln, Weimar und Wien 2013, S. 55–68.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2015

Authors and Affiliations

  • Günter Dunz-Wolff
  • Klaus Müller-Salget
  • Michael Ott

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