Advertisement

Über Felleisen, Hemden und Marmorplatten

Gegenstände in Kleists Briefen
  • Barbara Gribnitz
Chapter
  • 193 Downloads

Zusammenfassung

»Zu den Gegenständen dringt man nur über einen Katalog vor.«1 Einen vollständigen Katalog aller in Kleists Briefen vorkommenden Gegenstände kann ich hier nicht vorlegen, doch eine Übersicht möchte ich versuchen, wobei unter Gegenstand ein fester, menschengeschaffener Körper verstanden werden soll.

Anmerkungen

  1. 1.
    Jean Baudrillard, Das System der Dinge. Übet unser Verhältnis zu den alltäglichen Dingen, aus dem Französischen übers. von Joseph Garzuly, Frankfurt a.M. 1991, S. 10.Google Scholar
  2. 3.
    Den Ausdruck entlehne ich der Monographie von Michael Niehaus, Das Buch der wandernden Dinge. Vom Ring des Polykrates bis zum entwendeten Brief, München 2009.Google Scholar
  3. Vgl. auch Michael Niehaus, Wandernde Dinge — in der Romantik und anderswo. In: Christiane Holm und Günter Oesterle (Hg.), Schläft ein Lied in allen Dingen? Romantische Dingpoetik, Würzburg 2011, S. 177–191.Google Scholar
  4. 6.
    Vgl. Gottfried Korff, Speicher und/oder Generator. Zum Verhältnis von Deponieren und Exponieren im Museum. In: Ders., Museumsdinge: deponieren — exponieren, hg. von Martina Eberspächer, Köln und Weimar 2002, S. 167–181, hier S. 168.Google Scholar
  5. 10.
    Immanuel Kant, Kants Werke, Band III: Kritik der feinen Vernunft, 21787, unveränderter photomechanischer Abdruck des Textes der von der Preußischen Akademie der Wissenschaften 1902 begonnenen Ausgabe von Kants gesammelten Schriften, Berlin 1968, S. 204, 340.Google Scholar
  6. 11.
    Johann Christoph Adelung, Ueber den deutschen Styl. Erster Theil [1785], photomechanischer Nachdruck, Hildesheim und New York 1974, S. 274f.Google Scholar
  7. 14.
    Hier und im obigen Zitat beinhaltet die Spiegelmetapher ein reines Abbildungsverhältnis, es handelt sich, wie Peez formuliert, um den »flachen Spiegel der Aufklärung« (Eric Peez, Die Macht der Spiegel. Das Spiegelmotiv in Literatur und Ästhetik von Klassik und Romantik, Frankfurt a.M. u.a. 1990, S. 158).Google Scholar
  8. 17.
    Vgl. Benjamin Specht, Physik als Kunst. Die Poetisierung der Elektrisierung um 1800, Berlin 2010, S. 328.CrossRefGoogle Scholar
  9. 18.
    Vgl. Niehaus, Wandernde Dinge (wie Anm. 3), S. 177–179. Vgl. auch Bärbel Tischleder, Objekttücke, Sachzwänge und die fremde Welt amerikanischer Dinge: zu Dingtheorie und Literatur. In: Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1 (2007), S. 61–72.Google Scholar
  10. 23.
    Vgl. Gisela Ecker und Susanne Scholz, Einleitung. In: Dies. (Hg.), Umordnungen der Dinge, Königsstein/Ts. 2000, S. 9–18;Google Scholar
  11. Julia Höner, Vom Eigensinn der Dinge in der Kunst. In: KAI 10, Arthena Foundation Düsseldorf (Hg.), Vom Eigensinn der Dinge, Bielefeld 2014, S. 8–17;Google Scholar
  12. Ulrike Vedder, Das Rätsel der Objekte: zur literarischen Epistemologie von Dingen. Eine Einführung. In: Zeitschrift für Germanistik 22 (2012) H. I, S. 7–17;CrossRefGoogle Scholar
  13. Tobias L. Kienlin und Anne Widura, Dinge als Zeichen [Art.]. In: Stefanie Samida, Manfred K.H. Eggert und Hans Peter Hahn (Hg.), Handbuch Materielle Kultur, Stuttgart 2014, S. 31–39.Google Scholar
  14. 28.
    Vgl. Jacques Derrick, Falschgeld. Zeit geben I, München 1993, S. 24f.; Dirk Quadflieg, Tauschen und Geben [Art.]. In: Samida, Eggert und Hahn (Hg), Handbuch Materielle Kultur (wie Anm. 23), S. 117–125.Google Scholar
  15. 31.
    Vgl. Sandra Bauet, Die Poetik der dinglichen Andenken in Goethes ›Wilhelm Meisters Lehrjahre‹. In: Holm und Oesterle (Hg.), Schläft ein Lied in allen Dingen (wie Anm. 3), S. 135–145, hier S. 136; Günter Oesterle, Souvenir und Andenken. In: Der Souvenir. Erinnerung in Dingen von der Reliquie zum Andenken. Publikation anläßlich der Ausstellung im Museum für angewandte Kunst Frankfurt 29. Juni-29. Oktober 2006, Frankfurt a.M. 2006, S. 16–46, bes. S. 19–24.Google Scholar
  16. 34.
    Vgl. die Analyse der Passage bei Wiebke Amthor, Die »Wirkung eines unfühlbaren aber gewaltigen Stoßes«. Überlegungen zur poetologischen Relevanz einer formelhaften Metapher bei Kleist. In: Hans Richard Brittnacher und Irmela von der Lühe (Hg.), Risiko — Experiment — Selbstentwurf. Kleists radikale Poetik, Göttingen 2013, S. 385–401, hier S. 393f Diese Selbststilisierung als Opfer, als zur Passivität verdammt, begegnet noch einige Male in Kleists Korrespondenz; schon auf der folgenden Seite hieß es im Zusammenhang mit der Portraitminiatur: »Ich hatte eine unbeschreibliche Sehnsucht Dich noch einmal zu sehen, u. war schon im Begrif Dir selbst zu Fuße das Bild zu bringen. Aber immer ein neues Verhältniß u. wieder ein neues machte es ??? mir unmöglich. Ja, hätte Carl mir sein Pferd gegeben, ich hä hätte Dich noch einmal umarmt, aber er wollte u. konnte auch nicht.« (BKA IV/1, 538)Google Scholar
  17. 40.
    Michael Fehr, Marke Museum. Ästhetisierung und Verdinglichung im Museum. In: Werkbundarchiv-Museum (Hg.), Kampf der Dinge. Der Deutsche Werkbund zwischen Anspruch und Alltag, Leipzig 2008, S. 23–29, hier S. 24.Google Scholar
  18. 41.
    Vgl. Wolfgang Scheppe, Das Theater des Museums. In: Ders. (Hg.), Die Dinge des Lebens/Das Leben der Dinge. Franco Vimercati & George Kubler, Dresden und Köln 2014, S. 2–13, hier S. 9.Google Scholar
  19. 42.
    Vgl. Heike Gfrereis und Ulrich Raulff, Schiller ausstellen. Schon wieder? In: Literaturarchiv Marbach (Hg.), Autopsie Schiller. Eine literarische Untersuchung, Marbach 2009, S. 5–10, hier S. 6.Google Scholar
  20. 44.
    In diesem Fall erhielten die Objektbeschriftungen die gleiche Funktion wie die versiegelten Begleitzettel von Reliquien; zu letzteren vgl. Hans Ottomeyer, Zeugnisse der Geschichte und die Museen Europas. In: Elisabeth Tietmeyer u.a. (Hg.), Die Sprache der Dinge — kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die materielle Kultur, Münster 2000, S. 23–31.Google Scholar
  21. 45.
    Vgl. Helmut Lethen, Versionen des Authentischen. Sechs Gemeinplätze. In: Hartmut Böhme und Klaus R. Scherpe (Hg.), Literatur und Kulturwissenschaften. Positionen, Theorien, Modelle, Reinbek bei Hamburg 1996, S. 205–231, hier S. 227f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2015

Authors and Affiliations

  • Barbara Gribnitz

There are no affiliations available

Personalised recommendations