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Über den Frieden oder Heinrich Heines Revision der aufgeklärten Utopie im Zitat

  • Sikander Singh
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Zusammenfassung

»De l’Allemagne« nennt Heinrich Heine eine Auswahl von Werken in französischer Sprache, die im Jahr 1835 bei dem Verleger Eugène Renduel in Paris erschienen ist. In der Sammlung, die den Titel des 1813 im englischen Exil veröffentlichten Buches von Anne Germaine de Staël zitierend aufnimmt, publiziert der Dichter eine Reihe von Schriften, die in den frühen Jahren seines Aufenthaltes in der französischen Hauptstadt entstanden sind.1 Die »Romantische Schule«, die nach dem To d Johann Wolfgang von Goethes über die ästhetischen Möglichkeiten der deutschen Literatur am Ende der ›Kunstperiode‹ nachdenkt, und »Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland«, die in der Tradition der radikalen Strömungen der französischen Aufklärung sowie unter dem Einfluss der Geschichtsphilosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels zu einer Neubestimmung desjenigen Beitrages ansetzt, den die Literatur zu den philosophischen Diskursen über das Verhältnis von Theorie und Praxis, Gedanken und Tat zu leisten vermag, sind zu Teilen bereits in deutschen und französischen Zeitschriften veröffentlicht worden. Die »Elementargeister« werden erst im Jahr 1837 im dritten Band des »Salon«, der von Julius Campe in Hamburg verlegerisch betreut wird, publiziert.

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Anmerkungen

  1. 9.
    Vgl. hierzu Sikander Singh: Heinrich Heine und die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts. — In: HJb 39 (2000), S. 69–93, hier S. 91 f.Google Scholar
  2. 10.
    Vgl. hierzu Bernhard Suphan: Friedrichs des Großen Schrift über die Deutsche Litteratur. Berlin 1888, S. 1–20.Google Scholar
  3. 16.
    Wolfgang Becker: »Geben Sie uns nur Frieden, Sire!« Gellerts Unterredung mit Friedrich II. von Preußen. — In: Goethe-Almanach auf das Jahr 1968. Hrsg. von Helmut Holtzhauer und Hans Henning. Berlin und Weimar 1967, S. 135–154, hier S. 149.Google Scholar
  4. 24.
    Vgl. hierzu Emil Weller: Die falschen und fingierten Druckorte. Repertorium der seit der Erfindung der Buchdruckerkunst unter falscher Firma erschienenen deutschen, lateinischen und französischen Schriften. Leipzig 1864, Bd. I, S. 95 sowie Karl Klaus Walther: Die deutschsprachige Verlagsproduktion von Pierre Marteau/Peter Hammer, Köln. Zur Geschichte eines fingierten Impressums. Leipzig 1983 [Zentralblatt für Bibliothekswesen. Beiheft 93.], S. 7–13 und 122. In dem »Historischen und critischen Wörterbuch« von Pierre Bayle, das von Johann Christoph Gottsched und seinen Schülern ins Deutsche übertragen wurde, heißt es über das von wechselnden Druckern verwandte Impressum »Peter Marteau, Köln«: »Allein eine unendliche Menge kleiner Schriften betreffend, die in dieser Zeit, ohne Namen des Verfassers und des Buchdruckers, herumgegangen sind; so verdienen sie eben so wenig angeführt zu werden, als diejenigen, die seit dreißig oder vierzig Jahren beym Peter Marteau gedruckt sind, Europa überschwemmt haben.« (Pierre Bayle: Historisches und critisches Wörterbuch, nach der neuesten Auflage von 1740 ins Deutsche übersetzt. Leipzig 1742, II. Theil, S. 147) Vier Jahre vor dem Erscheinen des Briefwechsels zwischen Gellert und Rabener veröffentlichte Friedrich II. von Preußen unter dem Pseudonym »D. Johann Volkna« eine Propagandaschrift ebenfalls mit dieser Verlagsangabe: Politisches deutsches Glossarium, von D. Johann Volkna, Gemeinen Lehrer der neuen Militarstaatskunst, und der politischen deutschen Wohlredenheit, in dem Gymn. polit. zu Berlin, ad instructionem privatam verfertiget, Und Mit Königl. Preußischer und Chursächischer depositarischer Erlaubniß. Doch die Exemplarien nur den Schülern, und in geheim zuzustellen. Gedruckt in unserm Gymnasio politico. Nur wegen seiner Ausserordentlichkeit nachgedruckt. Im Jahre 1757. Utopien, bey Peter Marteau. Vgl. Walther: Die deutschsprachige Verlagsproduktion von Pierre Marteau/Peter Hammer, Köln [s. o.], S. 121 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2009

Authors and Affiliations

  • Sikander Singh
    • 1
    • 2
  1. 1.DüsseldorfDeutschland
  2. 2.WeimarDeutschland

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