Advertisement

Von freiheitlichen Männlichkeitsdiskursen zur gendered substructure rechtsextremer Organisationen

  • Oliver Geden
Chapter
  • 56 Downloads
Part of the Forschung Soziologie book series (FS, volume 200)

Zusammenfassung

Wie schon in den Rekonstruktionen der Männlichkeitsdiskurse in den Periodika Neue Freie Zeitung und Zur Zeit sowie in den Gruppendiskussionen mit den Aktivisten des Rings Freiheitlicher Jugend deutlich geworden ist, besteht zwischen den inhaltlichen Diskurspositionen und dem strategischen Aspekt ihres Einsatzes ein enger Zusammenhang. Diskursbeiträge sind immer

„Einsätze im ‚Kampf der Interpretationen‘ um die legitime Sichtweise sozialer und politischer Ereignis- und Handlungszusammenhänge. Ihre Produktion gehorcht einer Logik der Intervention und sie selbst besitzen die Form diskursiver Strategien“ (Schwab-Trapp 2001: 273).174

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 174.
    Schwab-Trapps Ausführungen beziehen sich zwar auf öffentlich-politische Diskurse, aber wie die Rekonstruktion des Alltagsdiskurses im RFJ gezeigt hat, ist auch die Selbstsicht von Parteifunktionären überdeutlich durch gesellschaftspolitische Kategorien geprägt, wenn auch davon auszugehen ist, dass der bewusst-intentionale Aspekt der Diskursivierung hier weitaus geringer ausfäällt. Vgl. auch Wodak et al. 1998: 75.Google Scholar
  2. 175.
    Da die untersuchten Diskursstränge jeweils eine hochgradige innere Homogenität aufweisen, können die ursprünglichen Arenen ihrer Artikulation (Neue Freie Zeitung, Zur Zeit und Ring Freiheitlicher Jugend) selbst als kollektive Akteure, als Diskursgemeinschaften (Schwab-Trapp 2001: 270f) verstanden werden, deren (diskursivierende) Handlungspraktiken sich wiederum auf je spezifische, (halb-)öffentliche Arenen des „Kampfs der Interpre- tationen“ richten.Google Scholar
  3. 176.
    Dieser Strategie scheint allerdings wenig Erfolg beschieden, denn der relative Anteil von Wählerinnen an der Gesamtstimmenanzahl der FPÖ hat sich bei der Nationalratswahl 1999 im Vergleich zu den Nationalratswahlen von 1994 und 1995 kaum verändert (vgl. Amesberger/Halbmayr 2002c: 371)Google Scholar
  4. 179.
    Vgl. vor allem die Gruppendiskussionen bei Meuser (1998) und Loos (1999).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2004

Authors and Affiliations

  • Oliver Geden

There are no affiliations available

Personalised recommendations