Advertisement

Das Internet und die Massenmedien

  • Nicola Sennewald
Chapter
  • 70 Downloads
Part of the Markt- und Unternehmensentwicklung book series (MAU)

Zusammenfassung

Das Internet stellt einen der bedeutendsten Entwicklungspfade auf dem Weg hin zur Informationsgesellschaft dar und kann als Vorstufe des Informationhighway bezeichnet werden.2 Dieses Mediums verfügt über vielseitige Anwendungspotentiale, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits vielfach realisiert werden.3 Die Besonderheiten des Internets liegen darin, daß es Eigenschaften und Funktionalitäten der zwei zentralen Massenmedien, nämlich der Presse und des Fernsehens, auf sich vereinigt. Damit stellt sich die Frage, inwieweit es sich zu einer funktional äquivalenten Alternative herausbilden kann. Diese Frage soll in diesem Abschnitt beantwortet werden, bevor die Spezifika der Massenmedien aufgegriffen werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Al Gore, nach Altobelli/Hoffmann (1996), S. 156.Google Scholar
  2. 2.
    Darunter ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Netz gemeint, auf das jedermann auf irgendeine Art und Weise Zugang haben soll. Vgl. Thierbach (1995), S. 12 ff.; Clinton/Gore (1993), Title VI, und Ring (1995), S. 36.Google Scholar
  3. 3.
    So werden beispielsweise zahlreiche Formen des Teleshopping, Electronic Banking, Tele Learning über das Internet schon praktiziert.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Faustlich (1994), S. 20. Vgl. Faustlich (1994), S. 20.Google Scholar
  5. 5.
    Das disperse Publikum ist der Rezipient, der (Medien)konsument oder der (Medien)nachfrager. Diese Begriffe werden im folgenden analog verwendet. Vgl. Ronneberger (1987), S. 170.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Ronneberger (1987), S. 190.Google Scholar
  7. 7.
    Mindestens viermal im Jahr. Vgl. Statistisches Bundesamt (1996), S. 6.Google Scholar
  8. 8.
    Aktuell ist ein Ereignis jedoch nicht nur bei seinem ersten Auftreten, es kann auch in einem neuen Kontext wieder entdeckt werden. Zu den Eigenschaften der Medien vgl. Heinrich (1994), S. 276 ff.; Bleis (1996), S. 23; Diller (1992), S. 13; Richter (1988), S. 15, sowie Zohlnhöfer (1987), S. 46.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Ronneberger (1987), S. 190; Koschnik (1995), S. 1240; Monopolkommission (1992), S. 285 ff.; Heinrich (1994), S. 54, sowie Greiffenberg/Zohlnhöfer (1984), S. 597.Google Scholar
  10. 12.
    Es lassen sich unterschiedliche Stufen von Interaktivität unterscheiden: Ein/Aus-Interaktivität, Start-Interaktivität, Menü-Interaktivität, Steuerungsinteraktivität und Simulation. Vgl. u.a. Backhaus/Glomb (1994), S. 7 f. Die Steuerungsinteraktivität ermöglicht jede Form von individuellem Abruf von gespeicherten Daten und kann als konstitutives Merkmal der Neuen Medien bezeichnet werden.Google Scholar
  11. 14.
    Die Verbreitung von Unterhaltung und Information stellt ein konstitutives Merkmal der Massenmedien dar. Vgl. auch McQuail (1973).Google Scholar
  12. 15.
    Auch die Online-Dienste tragen die Eigenschaften von Massenmedien, sie werden aber im folgenden nicht mehr explizit berücksichtigt. Da sie in ihren Merkmalen weitgehend mit dem Internet übereinstimmen und mit dem Internet zunehmend verschmelzen, besteht nicht die Notwendigkeit einer getrennten Analyse.Google Scholar
  13. 16.
    Auch die traditionellen Medien stellen in gewisser Weise für den Nachfrager Individualmedien dar, da das Medienangebot durch die subjektive Wahrnehmung des Nachfragers individuell ausgeformt wird. Aber im Vergleich zu den neuen Medien ist das persönliche Engagement des Nutzers viel weniger intensiv, denn der Leistungsbeitrag des Rezipienten bei den neuen Medien setzt neben Hard-/Softwarekenntnissen die Fähigkeit und Bereitschaft zu einer Artikulation des Informationsbedarfs voraus. Vgl. Weigand (1988), S. 170.Google Scholar
  14. 21.
    Vgl. Werner/Becker (1997), S. 91; Kühler (1994), S. 45; Reardson/Rogers (1988), sowie Compaine (1982), S. 3. Für eine detaillierte Analyse der Kommunikationssituation im Internet vgl. December (1996).Google Scholar
  15. 23.
    Die Aufzählung der einzelnen Medientypen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr werden in erster Linie die Medientypen genannt, die in dieser Arbeit von Interesse sind.Google Scholar
  16. 24.
    Eine Diskussion über die Anwendung der traditionellen Massenkommunikationsmodelle auf das Internet findet sich bei Morris/Ogan (1996).Google Scholar
  17. 25.
    Ein Server ist ein virtueller Zentralrechner, der Daten speichert, die er an den Client verteilt. Ein Client ist ein Rechner, der den Zugriff auf einen Dienst des Servers in einem Netzwerk erlaubt.Google Scholar
  18. 26.
    Die ARPA (Advanced Research Projects Agency), später DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency), wurde vom amerikanischen Verteidigungsministerium gegründet.Google Scholar
  19. 27.
    Vgl. Oenicke (1996), S. 28 f.; Alpar (1996); Cronin (1996), und Kyas (1994).Google Scholar
  20. 28.
    Zu dem TCP/IP-Protokoll vgl. Alpar (1996), S. 25 ff.; Krol (1995), S. 27, und Tanenbaum (1990).Google Scholar
  21. 29.
    Zu Java vgl. Niemeyer/Peck (1996); Kühnel (1996), und Naughton (1996).Google Scholar
  22. 30.
    Zu den wichtigsten Diensten zählen neben dem WWW E-Mail, Gopher, FTP, Telnet und Usenet (für den Austausch von News-Artikeln). Vgl. Kyas (1994); Krol (1995), und Hansen (1996).Google Scholar
  23. 31.
    Die Schätzungen über die Anzahl der Nutzer variieren sehr stark und liegen weltweit zwischen 30 und 45 Mio. Vgl. Nua (1997).Google Scholar
  24. 34.
    Vgl. InterNet Info (1996). 75 Prozent der Nutzer stammen aus den USA. Vgl. Jupiter Communications (1997a).Google Scholar
  25. 35.
    Vgl. Weiber (1995), S. 46, Weiber (1992), S. 16 ff.; Schoder (1995), S. 18; Katz/Shapiro (1985), 424 ff.; Economides (1994), und Vgl. Picot/Reichwald (1987), S. 118 f.Google Scholar
  26. 36.
    Der Netzwerkcharakter des Internets ist je nach Internet-Dienst unterschiedlich ausgeprägt. Der unmittelbare Nutzenzuwachs mit zunehmender Anzahl der Teilnehmer ist bei den Diensten WWW, Newsgroups und E-Mail erheblich, bei dem Dienst FTP hingegen weniger stark ausgeprägt.Google Scholar
  27. 37.
    Es ist davon auszugehen, daß rund 500.000 Unternehmen im Internet präsent sind. Vgl. Schenker/Quick (1997), S. 2. In Deutschland setzen ca. 16 Prozent der Unternehmen das Internet ein, und 55 Prozent planen eine Implementierung im Jahre 1997. Vgl. Knierim (1997), S. 45. In den USA nutzen 60 Prozent der Unternehmen das Internet. Vgl. Arthur D. Little Giga Information Group (1997). Das Internet, insbesondere das WWW, wird in erster Linie für Unternehmenspräsentationen genutzt. Ansonsten bilden sie unternehmensinterne Intranets,die zwar auf der Internet-Technologie basieren, aber kein Teil des öffentichen Netzes sind. Das Intranet kann durch die Vergabe von Zugriffsrechten an anderen Unternehmen (Händler, Distributoren) erweitert werden. In diesem Fall spricht man von einem Extranet.Google Scholar
  28. 38.
    In den USA nutzen - Schätzungen zufolge - ca. 14,7 Mio. Haushalte das Internet. Vgl. Sandberg (1996a), S. 4. Nach dem US-Markforschungsunternehmen Jupiter Communications Inc. wird diese Zahl bis zum Jahr 2000 auf 36 Mio. und bis zum Jahr 2002 auf 60 Mio. ansteigen. Vgl. Jupiter Communications (1997b). In Deutschland haben drei Mio. Haushalte einen Internet-Zugang (inkl. der Nutzer von Online-Diensten), im Jahr 2000 sollen es zwischen 6,5 Mio. und 11 Mio. sein. Vgl. Datamonitor (1997a), S. 10.Google Scholar
  29. 39.
    Zu den Tätigkeiten der ISOC gehören u.a. die Entwicklung, Verwaltung und Festlegung von Internet-Standards. Ferner fördert die ISOC das Wachstum und die Entwicklung der Internetarchitektur und verwaltet und entwickelt wirkungsvolle administrative Prozesse, welche für den Betrieb des Internets notwendig sind. DieSpezifikationen für die Standards werden von der Internet Engineering Task Force (IETF) entwickelt. Vgl. Intemet Society (1997).Google Scholar
  30. 46.
    Das Telefon nutzt als Übertragungsmedium Kupferkabel. Die Übertragung erfolgt analog oder digital mittels elektromagnetischer Wellen. Vgl. zu den einzelnen Übertragungsmedien Rohrbach (1997), S. 31 ff.Google Scholar
  31. 47.
    Selbst wenn jeder Teilnehmer über einen eigenen Anschluß an das weltweit im Aufbau befindliche ISDN-Leitungsnetz verfügte, würde diese Technik für die Übertragung von komplexen Daten wie Bewegtbilder nicht ausreichen.Google Scholar
  32. 49.
    Der Ausbau wird noch etwa zehn Jahre beanspruchen. Vgl. Steinbock (1993), S. 93.Google Scholar
  33. 50.
    Bei diesen Technologien ist - nach dem heutigen Stand der Technik - die Leistungsfähigkeit des Rückkanals und damit auch die Vermittlungsfähigkeit gering. Vgl. Booz Allen Hamilton (1995), S. 75 ff.Google Scholar
  34. 51.
    In Deutschland und in Österreich fallen im internationalen Vergleich die höchsten Kosten für die Internet-Nutzung an. Vgl. Lavin/Prada/Pentz (1997), S. 6.Google Scholar
  35. 52.
    Diese Agenten werden im folgenden Pushdienste genannt. Oft wird auch der Terminus Webcasting verwendet, der die Ähnlichkeit der Pushdienste mit dem Fernsehen symbolisiert.Google Scholar
  36. 53.
    In den letzten 25 Jahren verdoppelte sich die Leistungsfähigkeit der Computer alle 18 Monate. Dieser Trend soll noch zehn Jahre fortbestehen. Vgl. Hill (1997), 13.Google Scholar
  37. 54.
    So werden im Jahr 2002 nach Jupiter Communications über 22 Prozent der Nutzer das Internet über ein TV-basiertes Endgerät nutzen. Vgl. Jupiter Communications (1997c).Google Scholar
  38. 56.
    Das typische Profil eines Internet-Nutzers war 1995: Männlich, 29 Jahre, gut verdienend, computerinteressiert. Vgl. Fittkau Maaó (1995); CommerceNet/Nielsen (1995), und GVU (1995). Heute ist der Anteil der Frauen gestiegen und die Berufsgruppen sind differenzierter (36 Prozent Angestellte, 30 Prozent Studenten, dreizehn Prozent Selbständige). Vgl. Fittkau Maaó (1997) für Deutschland und GVU (1997) für die USA. Die einzelnen Studien unterscheiden sich in ihrer Methodik, daher ist ein Vergleich nur begrenzt möglich.Google Scholar
  39. 57.
    In den USA besitzen 48 Prozent der Haushalte einen Computer, in Europa sind es durchschnittlich 19 Prozent und in Deutschland 24,5 Prozent. Vgl. Lavin/Prada/Pentz (1997), S. 5.Google Scholar
  40. 58.
    Die Initiative National Information Infrastructure (NII) geht auf US-Präsidenten Clinton und Vizepräsidenten Al Gore zurück. Vgl. Clinton/Gore (1993), Title VI. Daraus entstand im Jahre 1995 die Kampagne zur Global Information Infrastructure (GII). Vgl. Gore (1995), S. 2 ff.Google Scholar
  41. 59.
    Der Bangemann-Bericht gilt als Europäisches Pendant zum NII. Vgl. Bangemann et al. (1994). Im folgenden Microsoft, Time Warner, Bertelsmann.Google Scholar
  42. 65.
    Explizites Ziel des IuKDG, auch Multimedia-Gesetz genannt, ist es, einheitliche Rahmenbedingungen für dieGoogle Scholar
  43. 66.
    Entwicklung, die Vermarktung und die Nutzung von Multimedia zu schaffen. Vgl. IuKDG (1996), Art. 1(1). Vgl. Clinton/Gore (1993), und Bangemann et al. (1994).Google Scholar
  44. 67.
    So will z.B. das Unternehmen Teledesic Corp. (Bill Gates und Craig O. McCaw) neun Mrd. Dollar in den Aufbau einer datentechnischen Infrastruktur via Satellit investieren. Vgl. Fehr (1997), S. 24.Google Scholar
  45. 68.
    Die Suche nach Information hat bei der Internet-Nutzung den höchsten Stellenwert, die Nutzungsdauer liegt durchschnittlich bei neun Stunden in der Woche. Vgl. Fittkau Maaß (1996).Google Scholar
  46. 69.
    Experten zufolge soll das Internet im Jahr 2002 die kritische Masse an privaten Nutzern erreichen. Vgl. Bank (1997), S. 4.Google Scholar
  47. 70.
    Eigene Berechnung aus Statistisches Bundesamt (1996), S. 24; Statistisches Bundesamt (1994), S. 319 und 349, und Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (1996), S. 21.Google Scholar
  48. 75.
    Für eine detaillierte Auflistung der zu berücksichtigenden Sektoren vgl. Schrape et al. (1996), S. 128 f.Google Scholar
  49. 76.
    Die Zahlenangaben beziehen sich auf alle neuen Medien (Online-Medien, Offline-Medien und digitales Fernsehen). Vgl. Schrape et al. (1996), S. 124 ff., und Seufert (1994), S. 27 ff. Booz, Allen Hamilton und die Enquetekommission des Deutschen Bundestages schätzen den Anteil der „multimedia-relevanten“ Teilmärkte am Bruttoinlandsprodukt über zehn Prozent ein. Vgl. Booz, Allen Hamilton (1995), und Enquete-Kommission (1996).Google Scholar
  50. 77.
    Vgl. Schrape et al. (1996), S. 160 ff. Die Enquete-Kommision hingegen prognostiziert ein zehnprozentiges Wachstum des Mediensektors, was primär mit einem Ausgabenanstieg um zehn Prozent für Multimedia und Telekommunikation begründet wird. Vgl. Enquete-Kommission ( 1996 ), S. B. Dieser Ausgabenanstieg ist aber nicht kompatibel mit der Budget-und Zeitrestriktion der Wirtschaftssubjekte. Wahrscheinlicher erscheint vor diesem Hintergrund ein Wachstum der Online-Medien zulasten der klassischen Medien.Google Scholar
  51. 78.
    Vgl. Sohmen (1971), S. 7, und Compaine (1982), S. 17. Der Begriff öffentliche Güter wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Gravelle/Rees definieren die Nicht-Rivalität als konstituierendes Merkmal fur ein öffentliches Gut. Vgl. Gravelle/Rees (1992), S. 525. Neumann macht nur den Nicht-Ausschlug zum Kriterium eines öffentlichen Gutes und Varian beide Kriterien, vgl. Neumann (1991), S. 16, und Varian (1985). Im vorliegenden Kontext wird von einem öffentlichen Gut i.e.S. gesprochen, wenn nur eine der beiden Eigenschaften vorliegt und von einem öffentlichen Gut i.w.S. wenn beide Kriterien erfüllt sind.Google Scholar
  52. 93.
    Eigene Berechnung nach Neugebauer (1997), S. 11; Diebold Deutschland GmbH/Telemedia GmbH (1996), S. 30; Heinrich (1994), S. 60; Berg/Kiefer (1996), 294, und o.V. (1997i), S. 3. Die Berechnung erfolgt unter der Annahme, daB die für das Internet aufgewendete Zeit (50 Minuten) zu einer Reduzierung des Fernsehkonsums um 25 Minuten und des Pressekonsums um zwei Minuten führt. Die restlichen 23 Minuten sind zusätzliche Mediennutzungszeit.Google Scholar
  53. 94.
    Die Schätzungen über die Nutzungszeit des Internets variieren sehr stark. Vgl. Neugebauer (1997), S. 11; Altobelli/Hoffmann (1996), S. 86, und Diebold Deutschland GmbH/Telemedia GmbH (1996), S. 30. Diese Aufgabe wird beim Rundfunk durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes festgelegt. Vgl. Heinrich (1994), S. 88.Google Scholar
  54. 104.
    Die publizistischen Kriterien für Qualität sind Aktualität, Relevanz, Richtigkeit und Vermittlung (Sprache, Stil, letztlich die kommunikative Beziehung). Vgl. RuB-Mohl (1992), und McQuail (1991), S. 130 f.Google Scholar
  55. 105.
    Erfahrungen aus den USA, dem Pionierland des Kabelfernsehens, zeigen, daß das zusätzliche Programmangebot zu einer Verringerung der Vielfalt geführt hat. Bildungssendungen und Sendungen mit politischen oder sozialen Fragestellungen werden nicht systematisch nachgefragt. Vgl. Meyn (1994), S. 169. Die große Auswahl beschränkt sich in erster Linie auf Spielfilm, Sport, Musical und Showübertragung. Konstitutiv dafür ist auch, daß journalistische Qualität zum Teil ein Vertrauensgut ist, dessen Qualität der Nachfrager durch sein mangelndes Know-how nur unzureichend beurteilen kann. Vgl. Kruse (1996), S. 29.Google Scholar
  56. 107.
    Das Konzept der X-Ineffizienz geht auf Leibenstein zurück und bezeichnet die Differenz zwischen den tatsächlichen und den minimal erforderlichen Kosten für eine bestimmte Outputmenge. Vgl. Leibenstein (1966).Google Scholar
  57. 116.
    Vgl. ZAW (1996), S. 20 ff. Diese und die folgenden Zahlen beziehen sich auf Deutschland.Google Scholar
  58. 117.
    Aber es ist zu erwarten, daß in Deutschland bis zum Jahr 2000 der Anteil des Internets am Massenmedien-Werbemarkt ca. ein Prozent betragen wird. Vgl. Jupiter Communications (1997d).Google Scholar
  59. 118.
    Die gesamten Werbekosten in Deutschland betrugen 1996 56,4 Mrd. DM. Davon nehmen 37,5 Mrd. DM die gesamten Werbeträger und knapp 29 Mrd. DM die traditionellen Massenmedien ein. Der Rest sind Aufwendungen für Honorare und Werbemittel. Vgl. Statistisches Bundesamt (1996) und Keller (1996), S. 27 ff., und ZAW nach o.V. (1997q), S. 17.Google Scholar
  60. 119.
    Eigene Berechnungen mit Daten aus Keller (1996), S. 28 ff., S. 80 ff., und ZAW (1996), S. 20 ff. für die traditionellen Medien. Für die Angaben über das Internet vgl. ZAW, nach o. V. (19971), S. 21.Google Scholar
  61. 120.
    In Deutschland liegt der TV-Werbemarktanteil mit 23 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt (30 Prozent) und unter dem US-Durchschnitt (38 Prozent). Daher ist sicherlich auch der Nachholbedarf in puncto TV-Werbung konstituierend far den Werbeerfolg des Fernsehens. Vgl. o.V. (1997d), und Heinrich (1994), S. 77.Google Scholar
  62. 121.
    sind Wachstumsraten der Fernsehwerbung jedoch wieder gesunken. Vgl. Boldt (1996), S. 263, und o.V. (1997c), S. 19. In jüngster Zeit ist eine leichte Veränderung des Werbeverhaltens zu beobachten: Bildhafte, emotionale Werbung ist inzwischen zu einem Massenprodukt avanciert und wird vom Konsumenten nur noch begrenzt wahrgenommen, daher zeigt sich eine Tendenz zu informativer Werbung.Google Scholar
  63. 122.
    Eigene Berechnung aus Statistisches Bundesamt (1996), S. 319 ff., Keller (1996), S. 81, und ZAW (1996), S. 187 ff.Google Scholar
  64. 123.
    Dieser Trend ist in den meisten Industrieländern zu beobachten. Vgl. Bruck/Selhofer (1996), S. 189. Die zunehmende Bedrängung der Presse durch den Rundfunk wurde von Witte prognostiziert. Vgl. Witte (1984).Google Scholar
  65. 124.
    Zu den demographischen Merkmalen gehören Alter, Geschlecht, Kaufkraft, Bildungsstand und Werthaltungen. Die psychographischen Eigenschaften umfassen Meinungsführerschaft, Lebensstil, Konsumverhalten-und häufigkeit. Vgl. Heinrich (1994), S. 321. Diese psychographischen Merkmale werden im Rahmen von Media-Analysen ermittelt.Google Scholar
  66. 125.
    Der Tausend-Kontakt-Preis oder auch Tausender-Preis setzt sich aus dem Quotienten aus Werbegrundpreis x 1.000 und Zahl der erreichten Personen zusammen. Der Werbegrundpreis differiert nach der Reichweite und Qualität eines Werbeträgers, die im Rahmen der Media-Analyse ermittelt wurden. Vgl. Zentes (1989), S. 372, sowie Heinrich (1994), S. 72.Google Scholar
  67. 126.
    So z.B. die Befragungen von Fittkau Maaß, CommerceNet/Nielsen und GVU.Google Scholar
  68. 128.
    Visit bezeichnet den zusammenhängenden Nutzungsvorgang und definiert den jeweiligen Werbeträgerkontakt. PageViews sind die Anzahl der Sichtkontakte mit der jeweiligen Seite. Vgl. Sturm (1997a), S. 60. Dieses Verfahren wurde von dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV) entwickelt und die Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) soll mit der Kontrolle der ausgewiesenen Nutzungsdaten beauftragt werden. Vgl. Breyer (1996), S. 233. Oft wird für die Reichweite noch die Anzahl der Hits angegeben. Die Hits umschreiben die Gesamtzahl der während eines Zeitraums abgeladenen Dateien und sind für die Bestimmung der Reichweite eine ungeeignete Kennzahl.Google Scholar
  69. 134.
    So ist im intermediären Vergleich die Werbewahrnehmung beim Fernsehen am höchsten. Vgl. ARD, ZDF, IP und SAT. 1 (1996), S. 17.Google Scholar
  70. 135.
    Sowohl die Produktionskosten als auch die Economies of Scale sind im intermediären Vergleich gering. Vgl. Heinrich (1994), S. 72.Google Scholar
  71. 137.
    Auch bei den Printmedien ist die Textwerbung vielfach der bildhaften Werbung gewichen, aber deren Wirkung bleibt durch die Statik begrenzt. Vgl. Kroeber-Riel (1993), S. 11.Google Scholar
  72. 139.
    Diese neue Form der Kommunikation wird oft als Hybridkommunikation bezeichnet. Vgl. Weber (1997a), S. 56.Google Scholar
  73. 140.
    Unter Involvement wird die innere Beteiligung und das Engagement verstanden, mit dem sich der Konsument der Kommunikation zuwendet. Vgl. Kroebel-Riel (1990), S. 89 f.Google Scholar
  74. 141.
    Denkbar ist z.B. die Übermittlung von Preislisten, Farbpaletten und Ausstattungsdetails.Google Scholar
  75. 142.
    Derzeit werden die Werbekampagnen im WWW oft durch Maßnahmen in anderen Medien flankiert, um die Aufmerksamkeit des Rezipienten zu erhalten, daher muß der geringe Tausender-Preis des Internets relativiert werden.Google Scholar
  76. 144.
    Werbebanner sind Hyperlinks,die den Namen oder das Logo des werbenden Unternehmens tragen und auf die Internetseite des Unternehmens verweisen. Ein Hyperlink ist eine hervorgehobene bzw. unterstrichene Text-oder Bildstelle im WWW, die beim Anklicken ein weiteres Dokument aufruft und damit die Verzweigung von Dokumenten ermöglicht.Google Scholar
  77. 146.
    So ergab eine Studie des Marktforschungsinstitutes Datamonitor,daß mehr als 50 Prozent der weltweit führenden Markenartikeluntemehmen im Internet präsent sind. Vgl. o.V. (1997o), S. 28. Die Angaben über die Entwicklung des Internet-Werbemarktes variieren sehr stark. Nach dem Marktforschumgsunternehmen Jupiter Communications betrug 1996 der Umsatz mit Internet-Werbung in den USA 512 Mio. DM und soll bis zum Jahr 2000 auf 8,25 Mrd. steigen. In Deutschland soll der Umsatz im gleichen Zeitraum von fünf Mio. DM auf 320 Mio. DM steigen. Vgl. Jupiter Communications (1997e).Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Nicola Sennewald

There are no affiliations available

Personalised recommendations