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Die Regelungskonkurrenz von Umwelthaftung und Umweltauflagen aus rechtlicher Sicht

  • Petra Becker
Part of the Ökonomische Analyse des Rechts book series (ÖAR)

Zusammenfassung

Aufgabe des vorliegenden Kapitels ist es, die Regelungskonkurrenz von Umwelthaftung und Umweltauflagen aus rechtlicher Sicht zu beleuchten. Sowohl in der Rechtswissenschaft als auch in der europäischen und den mitgliedstaatlichen Rechtsordnungen sind verschiedenartige Lösungsansätze entwickelt worden, Umwelthaftungsrecht und Umweltauflagen zu integrieren. Aus diesen Ansätzen werden im folgenden alternative Haftungsregeln abgeleitet, die Grundlage einer eingehenden ökonomischen Analyse sein können.

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Literatur

  1. 161.
    Vgl. Kloepfer 1991, S. 744.Google Scholar
  2. 162.
    Vgl. HoppeBeckman 1989, S. 26.Google Scholar
  3. 163.
    Vgl. Wagner 1989, S 2.Google Scholar
  4. 164.
    Vgl. Gerlach 1988, S. 163. Für die rechtlichen Probleme der Grenzwertfindung speziell im Umweltrecht, vgl. Böhm 1994.Google Scholar
  5. 165.
    Vgl. Kloepfer 1991, S. 737.Google Scholar
  6. 166.
    Vgl. Gerlach 1988, S. 20. Als Beispiel für die Normüberlagerungen im deutschen Abwassererecht siehe Kloepfer 1983, der die fehlende Aufmerksamkeit der Rechtswissenschaften für diese Problematik auf die isolierte Betrachtungsweise der Jurisprudenz zurückführt, die “typischerweise an einzelnen Handlungen oder Vorgängen und nur selten bzw. nachrangig an Gesamtvorgängen oder -situationen ansetzt”(S. 210 ).Google Scholar
  7. 167.
    Vgl. insbesondere Versen 1993, der sich intensiv mit dem privatrechtsgestaltenden Einfluß öffentlich-rechtlicher Gestattungen und Sicherungspflichten beschäftigt.Google Scholar
  8. 168.
    Vgl. Peine 1990, S. 2442.Google Scholar
  9. 169.
    Für eine umfassende Bearbeitung dieser Thematik für das bundesdeutsche Umweltrecht siehe Gerlach 1988, Wagner 1989 und Versen 1993. Für einen Überblick siehe Landsberg/Lülling 1991, §1, Rn. 6ff.Google Scholar
  10. 170.
    Kritisch hierzu Kloepfer 1988, S. 247.Google Scholar
  11. 171.
    Vgl. Adams 1985, S. 190 und Selmer 1991, S. 12.Google Scholar
  12. 172.
    Vgl. Erbguth 1994, S. 378.Google Scholar
  13. 173.
    Vgl. Diederichsen 1986, L60f.Google Scholar
  14. 174.
    Vgl. Kloepfer/Rehbinder/Schmidt-Aßmann 1991, S. 418, Diederichsen 1986, S. L63 und Wagner 1991a, S. 3251.Google Scholar
  15. 175.
    Vgl. Kloepfer 1988, S. 247f.Google Scholar
  16. 176.
    Einige Autoren gehen sogar soweit, Vorgaben des öffentlichen Umweltrechts vollständig aus der Entscheidungsfindung auszuklammern, vgl. hierzu Selmer 1991, S. 19 mit weiteren Verweisen. Hierbei wird auch aus Sicht des Geschädigten argumentiert, für den es grundsätzlich irrelvant ist, ob sein Schaden auf bestimmungsgemäßen Betrieb oder auf eine Verletzung öffentlich-rechtlicher Standards zurückzuführen ist.Google Scholar
  17. 177.
    Vgl. Art. 8 Abs. c der Europatratskonvention.Google Scholar
  18. 178.
    The mere fact that the operator has optained an administrative authorisation or has compliedwith the requirements of such an authorisation is not in itself a ground for exemption.“, vgl.Council of Europe 1993, S. 16.Google Scholar
  19. 179.
    Vgl. Friehe 1992a, S. 250.Google Scholar
  20. 180.
    Vgl. Art. 8 Abs. d der Europaratskonvention.Google Scholar
  21. 181.
    Vgl. KOM(91)219 endg., ABI. Nr. C 192/6 vom 23. 7. 91.Google Scholar
  22. 182.
    Vgl. KOM(91)102 endg., ABI. Nr. C 190/1 vom 22. 7. 91.Google Scholar
  23. 183.
    Diese Ausführungen beziehen sich nicht nur auf die Verschuldenshaftung, sondern erstrecken sich ebenso auf die verschuldensunabhängige Haftung. Vgl. KOM(93)47, Ziffer 2.1.5.ii. und Ziffer 4. 1. 1.Google Scholar
  24. 184.
    Vgl. Seibt 1993, S. 129, Clarke 19926, S. 13 und Kretschmer/Gansen 1992.Google Scholar
  25. Vgl. CES 226/94, ABI. Nr. C 133/8 vom 16.5.94.Google Scholar
  26. 186.
    Vgl. CES 226/94, den Anhang. Das Ergebnis war allerdings mit 53 Stimmen für und 57 gegen den Antrag bei 5 Enthaltungen sehr knapp. Es ist zu vermuten, daß der Ausschuß aufgrund der knappen Verhältnisse auch zu keiner klare Aussage für eine Haftung auch bei normkonformer Tätigkeit gekommen ist.Google Scholar
  27. 187.
    Vgl. Report an preventing and remedying environmental damage of the Committee an the Environment, Public Health an Consumer Protection, A3–0232/94, der am 20.4,94 vom Europäischen Parlament angenommen wurde.Google Scholar
  28. 188.
    Der nordische Rechtskreis gilt nicht immer als eigenständig, da die nationalen Rechtssysteme aus den drei anderen Kreisen adaptiert haben. Es soll im folgenden allerdings der Aufteilung von Will/Malicke 1992 gefolgt werden, da sie die umfassenste rechtvergleichende Untersuchung zum Themenbereich der Umwelthaftung in Europa vorgelegt haben. Für einen der wenigen Überblicke über nationale Umwelthaftungsregeln siehe auch Roller1990.Google Scholar
  29. 189.
    Vgl. Ferid/Sonnenberger 1986, Rn. 2 0 363.Google Scholar
  30. 190.
    Vgl. Rest 1986, S. 94, Geck 1991, Salzwedel 1991 und Erichsen 1993, S. 191.Google Scholar
  31. 191.
    Vgl. Kreuzer 1992, S. 268, Fn. 111. Ferid/Sonnenberger 1986, Rn. 2 0 129 weisen darauf hin, daß eine behördliche Genehmigung aber die Art des Schadenersatzes modifizieren kann.Google Scholar
  32. 193.
    Vgl. Kreuzer 1992, S. 266f.Google Scholar
  33. 194.
    Vgl. Roller 1990, Erichsen 1993, S. 172ff und speziell Maugeri 1991.Google Scholar
  34. 195.
    Vgl. das Gesetz, 42–75 über feste Rückstände und Abfälle, das Gesetz 20–86 über gefährliche toxische Rückstände und das “ley de minas”, Roller 1990, S. 162 und Geck 1991.Google Scholar
  35. 196.
    Vgl. hierzu Will/Marticke 1992 und Kreuzer 1992, S. 268, Fn. 112.Google Scholar
  36. 197.
    Vgl. insbesondere Roller 1990 und Erichsen 1993, S. 194.Google Scholar
  37. 198.
    Vgl. Hager 1986, Deutsch 1991, Wagner 1992 und Diederichsen 1992.Google Scholar
  38. Vgl. Salzwedel 1991. Weitere Normen mit Präklusionswirkung sind beispielsweise §26 GewO a. F., §14 BImSchG, §8 WHG i.V.m. §11WHG, §75 Abs. II VwVfG, 17 VI FStrG, §7 VI AtomG und §11 LuftVG, wobei sich allein in §8 WHG ein Ausschluß von Schadensersatzansprüchen findet, während die anderen Normen private Abwehranprüche betreffen, vgl. Selmer 1991, S. 14 und Peine 1990, S. 2444. Das Problem der Wirkung von öffentlich-rechtlichen Gestattungen und Sicherheitspflichten im Privatrecht ist unter den deutschen Juristen äußerst umstritten. Für einen Überblick über die widerstreitenden Standpunkte siehe beispielsweise Wagner 1989 und Versen 1993 speziell zur Bewilligung nach § 11 WHG S. 208ff.Google Scholar
  39. 200.
    Vgl. hierzu Kloepfer 1988, S. 249 und BGH NJW 1991, S. 2021.Google Scholar
  40. 201.
    Vgl. Diederichsen 1986, der die wechselseitige Beziehung zwischen öffentlichem und privatem Umweltrecht ausführlich diskutiert. Siehe auch Jarass 1987, S. 1231.Google Scholar
  41. 202.
    Vgl. Landsberg/Lülling 1991, §6, Rn. 47ff.Google Scholar
  42. 203.
    Vgl. §6 Abs. 3 UmweltHG und kommentierend Landsberg/Lülling 1991, S. 183.Google Scholar
  43. 204.
    Vgl. Landsberg/Lülling 1991, § 5, Rn. 7ff.Google Scholar
  44. 205.
    Vgl. Wansink/Salomons/Kremer 1990 und Will/Marticke 1992.Google Scholar
  45. 206.
    Vgl. Jans 1991, S. 55.Google Scholar
  46. 207.
    Vgl. Faure/Ruegg 1993, S. 13.Google Scholar
  47. 209.
    Vgl. Will/Marticke 1992.Google Scholar
  48. 210.
    Vgl. Gimpel-Hinteregger 1992, S. 111.Google Scholar
  49. 211.
    Bei den Vorarbeiten zu diesem Entwurf war noch in der Diskussion, Auskunftsansprüche des potentiellen Geschädigten an das Vorliegen eines Vorfalles oder eines rechtswidrigen Betriebs zu knüpfen. Beide Voraussetzungen sind eng mit dem Einhalten von Auflagen und geltenden Umweltvorschriften verbunden. Vgl. Rummel 1990.Google Scholar
  50. 212.
    Vgl. Karakostas 1990, S. 300f.Google Scholar
  51. 213.
    Vgl. Roller 1990, Erichsen 1993, S. 195 und speziell Karakostas 1990.Google Scholar
  52. 214.
    Vgl. Will/Marticke 1992 und Lemor 1993, S. 13.Google Scholar
  53. 215.
    Vgl. beipspielsweise Tisdell 1983, S. 6.Google Scholar
  54. 216.
    Vgl. Dufwa 1988.Google Scholar
  55. 217.
    Vgl. Will/Marticke 1992.Google Scholar
  56. 219.
    In einem Zusatzprotokoll zum Antarktisvertrag wird beispielsweise grundsätzlich eine Gefahrdungshaftung vereinbart, die aber nicht für solche Schäden gilt, die im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung als mit den Umweltstandards der Antarktismineralienkonvention vereinbar eingestuft werden. Vgl. hierzu Langenfeld 1994.Google Scholar
  57. 220.
    Vgl. Selmer 1991, S. 5f.Google Scholar
  58. 221.
    Vgl. Wilhelm 1991, S. 117.Google Scholar
  59. 222.
    Vgl. Landsberg/Lülling 1990, S. 2210.Google Scholar
  60. 223.
    Vgl. International Convention on Civil Liability for Oil Pollution Damage 1969, ILM 9(1970), 45 und Bimie 1992, S. 66.Google Scholar
  61. 224.
    Vgl. Viscusi 1988 und 1991, S. 86.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Univerisitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Petra Becker

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