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Universitäre Pädagogik in der früheren DDR — ausschließlich Legitimationswissenschaft? Untersuchungen zur Pluralität pädagogischer Denkformen

  • Ernst Cloer
Chapter
Part of the Studien zur Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung book series (SZEUB, volume 2)

Zusammenfassung

Lyotard, Welsch u.a. als Repräsentanten der postmodernen Philosophie und hellsichtige Deuter bereits abgelaufener oder sichtbar werdender gesellschaftlicher und kultureller Wandlungsprozesse haben in ihrer impliziten Geschichtsphilosophie große Warnschilder aufgestellt gegen alle Einheitsund Ganzheitsträume, gegen die »großen Erzählungen« (die nach Lyotard im Marxismus ihren Kulminationspunkt erreicht haben), da diese in ihren Realisierungsversuchen stets zu Gewalt oder gar Terror geführt hätten. In der Folge wandelt sich die Gerechtigkeitskonzeption der Moderne von der Orientierung auf die Beseitigung sozialer Ungleichheit hin zu einem Widerstand gegen jede Art von Uniformierung bzw. zu einer Option für die radikale Pluralität von Lebensentwürfen, Lebensformen, Sozialkonzeptionen (Welsch 1991, S. 5).

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© Leske + Budrich, Opladen 1994

Authors and Affiliations

  • Ernst Cloer

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