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Einleitung

  • Stefan Schmale
Part of the Trends in Finance and Banking book series (TFB)

Zusammenfassung

Kapitalmärkte, insbesondere auch organisierte Wertpapiermärkte, sind ein bedeutsames Instrument zur Allokation gesellschaftlicher Ressourcen. Auf ihnen wird über die Verteilung des knappen Kapitals auf die Produktionsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft und damit über deren heutigen und zukünftigen Wohlstand entschieden. Speziell Wertpapiermärkte können diese wichtige Aufgabe nur dann optimal erfüllen, wenn sie die mit einem solchen Papier verbundenen Chancen und Risiken jederzeit korrekt bewerten, indem der auf ihnen gebildete Preis die dafür relevanten Informationen vollständig und in richtiger Weise verarbeitet. Hinreichende Bedingungen für so verstandene Informationseffizienz sind, neben der Abwesenheit von Transaktionskosten, der gleichzeitige Erhalt sowie die immer übereinstimmende Interpretation neuer Informationen durch alle Marktteilnehmer1.

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Literatur

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  7. 11.
    Die wohl erste Untersuchung in diesem Sinne stammt von Ying (1966). Aufgrund gravierender methodischer Mangel sind ihre Ergebnisse jedoch nur sehr eingeschränkt verwendbar.Google Scholar
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  11. 15.
    Dieses Argument wird freilich hinfällig, wenn wie bei Wood, Mcinish und Ord (1985) und teilweise auch bei Epps (1977) größeres Volumen nicht für Preisanstiege, sondern für Preisrückgänge festgestellt wird.Google Scholar
  12. 16.
    Zu diesen zentralen Annahmen und ihrer Bedeutung vgl. z.B. Schmidt (1982, S. 395ff.).Google Scholar
  13. 20.
    Konsequenterweise wurde in der Literatur das sogenannte „Nichthandelstheorem“ entwickelt, das informationsorientierten Handel auch theoretisch von vornherein ausschließt. Vgl. dazu z.B. Tirole (1982).Google Scholar
  14. 21.
    Damit ist Handelsvolumen aber auch Ausdruck der Bereinigung eines Marktungleichgewichtes, denn Marktgleichgewicht setzt persönliches Gleichgewicht eines jeden Marktteilnehmers zwingend voraus. Der Umkehrschluß, daß persönliches Gleichgewicht aller Investoren immer auch das Vorliegen eines Marktgleichgewichtes impliziert, ist hingegen nicht zulässig. Vgl. hierzu z.B. Stone (1970, S. 34).Google Scholar
  15. 22.
    Als Antwort hierauf findet sich in der Literatur teilweise der generelle Verzicht auf die Gleichgewichtsannahme, der allerdings den Verzicht auch auf eine schlüssige Erklärung von Preisänderungen zu seiner logischen Konsequenz hat. Weitaus häufiger behilft man sich deshalb mit der Annahme, daß sowohl Preisänderung als auch Handelsvolumen den unmittelbaren Ubergang von einem Gleichgewicht zum nächsten beschreiben.Google Scholar
  16. 23.
    Ohlson (1989) beschreibt diesen Unterschied zwischen der Analyse von Preisen und Volumina, indem er feststellt (S. 264): „Trading volume analysis requires that the economy consists of atleast t woindividuals, whereas security pricing analysis generally can be performed within a single per s o n person economywithout loss of generality.“ Google Scholar
  17. 24.
    Eine Übersicht über weitere Ursachen von Handelsvolumen findet sich z.B. bei Foster (1986, S. 378).Google Scholar
  18. 25.
    In einem von Admati und Pfleiderer (1988) entwickelten Modell versuchen informationsorientierte Investoren beispielsweise gezielt in Perioden mit hohem Anteil liquiditätsorientierter Anleger zu handeln, um auf diese Weise den Informationsgehalt ihrer eigenen Transaktionen zu verschleiern. Die Folgen damit möglicherweise verbundener adverser Selektion untersuchen Easley und O’hara (1992).Google Scholar
  19. 26.
    Beispiele hierfür sind die Beobachtung signifikanter Preisreaktionen auf große Verkaufstransaktionen, sogenannten Block Trades, die häufig mit einer nicht vollkommen elastischen Nachfrage begründet werden. Vgl. z.B. Scholes (1972) sowie Kraus und Stoll (1972). Teilweise findet sich hierfür allerdings auch das Argument eines Informationsgehaltes der Transaktionen selbst, so z.B. bei Grier und Albin (1973) sowie bei Dann, Mayers und Raab (1977). Eine in diesem Zusammenhang interessante Untersuchung stammt von Harris und Glrtel (1986). Sie betrachteten mit der Aufnahme oder Streichung einer Aktie aus dem S&P 500 Index gezielt ein Ereignis, das nachweislich keinen Informationsgehalt besaß. Weil einige große Investmentfonds ihre Portfolios streng an der Zusammensetzung des Indexes ausrichten, führte diese Maßnahme gleichwohl zu einer abrupten Nachfrageänderung, die sich in gesteigertem Volumen, aber auch signifikanten Preisänderungen niederschlug.Google Scholar
  20. 27.
    Ein Modell, das die empirisch beobachteten Beziehungen zwischen dem Handelsvolumen und der Preisänderung durch Handel zwischen informationsorientierten Arbitrageuren und deterministisch handelnden Lebenszyklusanlegern erklärt, findet sich bei KÖDDERMANN (1993).Google Scholar
  21. 29.
    Copeland (1973, 1976) betrachtete bei seinen Simulationsrechnungen für die mit einem Informationszugang insgesamt verbundenen Preisänderungen Volumina auf einem Markt mit Leerverkaufsverbot allerdings auch die Möglichkeit, daß das Leerverkaufsverbot nicht wirksam wird. Dieser Spezialfall entspricht im Ergebnis einem Markt ohne Leerverkaufsverbot.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Stefan Schmale
    • 1
  1. 1.VallendarDeutschland

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