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Die Zeit von 1933 bis 1945

  • Rosemarie Nave-Herz
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Zusammenfassung

Schon 1932 hatte Hitler seine patriarchalisch-autoritäre Haltung gegenüber den Frauen, auch den im Erwerbsleben stehenden, offen betont; Josef Goebbels schrieb: „Der Führer entwickelt ganz neue Gedanken über unsere Stellung zur Frau. ... Die Frau ist Geschlechts- und Arbeitsgenossin des Mannes. Sie ist das immer gewesen und wird das immer bleiben. Auch bei den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen muß sie das sein. Ehedem auf dem Felde, heute auf dem Büro. Der Mann ist Organisator des Lebens, die Frau seine Hilfe und sein Ausführungsorgan.“1) Josef Goebbels verteidigte dann 1933 die Maßnahme, keine weiblichen Abgeordnete in die Parlamente zu senden, mit dem Hinweis, „daß Dinge, die dem Mann gehören, dem Mann auch verbleiben müssen, und dazu gehört die Politik und die Wehrhaftigkeit des Volkes“, und der völkische Staat zeichnete sich gerade dadurch aus, daß die „natürliche“ Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern wieder ins Recht gesetzt und Männer- und Frauenräume klar voneinander getrennt würden.2)

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1994

Authors and Affiliations

  • Rosemarie Nave-Herz

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