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Migration als Armutsrisiko

  • Wolfgang Seifert
Part of the Reihe „Sozialstrukturanalyse“ book series (SSA, volume 15)

Zusammenfassung

Migranten weisen ein höheres Armutsrisiko auf als die ortsansässige Bevölkerung. Diese Feststellung läßt sich sowohl für traditionelle Einwanderungsländer wie die USA treffen als auch für Länder wie Deutschland, in denen Masseneinwanderungen eine vergleichsweise kurze Tradition haben. Dennoch muß Migration nicht per se als ein Armutsrisiko angesehen werden. Migranten stammen mittlerweile aus allen gesellschaftlichen Schichten. Durch den Prozeß der Globalisierung haben sich die höheren Segmente des Arbeitsmarktes internationalisiert, z. B. im Managementbereich, bei Spezialisten und Fachkräften, aber auch in der Wissenschaft, der Unterhaltungsindustrie und dem Spitzensport. Für diese Gruppen ist ein Wechsel in das Ausland meist ein Aufstieg, spezifischen Armutsrisiken sind sie nicht ausgesetzt. Diese Gruppe ist noch vergleichsweise klein und hat in der Öffentlichkeit erst mit der Diskussion um die Vergabe einer Greencard für Informationstechnologie-Experten Beachtung gefunden.

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© Leske + Budrich, Opladen 2001

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Seifert

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