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Am unteren Ende der Bildungsgesellschaft

  • Anne Hacket
  • Josef Preißler
  • Wolfgang Ludwig-Mayerhofer
Part of the Reihe „Sozialstrukturanalyse“ book series (SSA, volume 15)

Zusammenfassung

„Bildung ist Bürgerrecht.“ Mit dieser ebenso griffigen wie anspruchsvollen Formulierung suchte Ralf Dahrendorf (1965) vor 35 Jahren nach einer Begründung einer „aktiven Bildungspolitik“ jenseits angeblicher Sachzwänge wie Wirtschaftswachstum oder dem ‚Bedarf‘ an akademisch Gebildeten am Arbeitsmarkt. Solchen technologischen Begründungen (die seiner Meinung nach aufgrund zahlreicher unwägbarer Zukunftsprognosen und stillschweigender Annahmen auch gar nicht zu tragfähigen Prognosen hinsichtlich der vorgeblich ‚benötigten‘ Zahlen von Absolventen taugen würden) hielt Dahrendorf eine normativ begründete Forderung entgegen: „Jeder Mensch hat ein Recht auf eine intensive Grundausbildung, die ihn befähigt, von seinen staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten wirksam Gebrauch zu machen“ (Dahrendorf 1965:23). Das Recht auf Bildung wird in dieser Konzeption also nicht nur durch die dadurch eröffneten Möglichkeiten der Teilnahme am Arbeitsmarkt begründet, sondern zielt weiter und breiter: Bildung ermöglicht überhaupt erst die Teilhabe am Gemeinwesen ebenso wie Chancen einer autonomen Lebensführung.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2001

Authors and Affiliations

  • Anne Hacket
  • Josef Preißler
  • Wolfgang Ludwig-Mayerhofer

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