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Untersuchungsfragen, Untersuchungsfeld und Untersuchungsmethodik

  • Jörg Sydow
  • Arnold Windeler
  • Michael Krebs
  • Achim Loose
  • Bennet van Well
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Part of the Schriftenreihe der ISDN-Forschungskommission des Landes Nordrhein-Westfalen book series (SINW)

Zusammenfassung

Der Untersuchungsgegenstand, nämlich das Agieren unabhängiger Vermittler in Versicherungsnetzwerken und die sich daraus ergebenden Strukturierungen, sowie die soeben erläuterte strukturationstheoretische Netzwerkperspektive legen es nahe, das Untersuchungsfeld in bestimmter Art und Weise abzustecken und eine bestimmte Untersuchungsmethodik zu wählen. Das Untersuchungsfeld wird im folgenden anhand der Untersuchungs- und Erhebungseinheiten, die der empirischen Analyse zugrundegelegt wurden, näher bestimmt (Abschnitt 4.3). Zuvor wird unter dem Begriff der qualitativen Netzwerkanalyse eine unseres Erachtens sowohl für den Untersuchungsgegenstand als auch für die theoretische Untersuchungsperspektive besonders geeignete Methodik vorgestellt (Abschnitt 4.2). Wir beginnen allerdings mit einer Zusammenfassung der für die strukturationstheoretische Analyse der Organisation von Unternehmungsnetzwerken zentralen Untersuchungsfragen (Abschnitt 4.1) .

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Referenzen

  1. 1.
    Vgl. neben dem nunmehr schon klassischen ‘special issue’ des Adminstrative Science Quarterly (1979) zu dieser Thematik etwa Morgan/Smircich (1980), Osterloh (1982, 1993), Yin (1984), Archer (1988), Eisenhardt (1989), Craig Smith (1989), Ortmann et al. (1990), Gebert (1991), Hauptmanns/ Rogalski (1992), Bartunek et al. (1993) sowie Wollnik (1993).Google Scholar
  2. 2.
    Eine umfassende Kritik der quantitativen Netzwerkanalyse bietet aus strukturationstheoretischer Sicht Cohen (1989, S. 61 ff.). Ein selbstkritisches Statement eines Verfechters dieser Methode offeriert Rogers (1987, S. 294 ff).Google Scholar
  3. 3.
    Insoweit werden praktisch handelnde Akteure als ‘Theoretiker’ verstanden: “All social actors, it can properly be said, are social theorists, who alter their theories in the light of their experiences and are receptive to incoming information which they may acquire in doing so. Social theory is by no means the special and insulated province of academic thinkers” (Giddens 1984, S. 335). Vgl. dazu auch Sydow (1991).Google Scholar
  4. 4.
    Allerdings garantiert auch eine quantitative Untersuchungsmethodik, wie sie in der Organisations- und in der Netzwerkforschung verbreiteter ist, keine Generalisierbarkeit der Ergebnisse. Dies liegt zum einen an der fast immer mangelnden Repräsentativität der Stichprobe. Entscheidender aus strukturationstheoretischer Perspektive allerdings ist, daß jedwede Generalisierungen problematisch sind, weil die ihnen zugrunde liegenden soziale Handlungen nicht kausal erklärt werden können, sondern immer von den Intentionen der Akteure abhängen. Und diese Akteure handeln unter zum Teil unbekannten Bedingungen und produzieren oft genug unintendierte Handlungsfolgen. Dabei können sie grundsätzlich auch immer anders handeln. Vgl. außerdem zur Generalisierbarkeit qualitativer Forschung Craig Smith (1989, S. 56 ff.) und Ortmann et al. (1990, 593 ff.).Google Scholar
  5. 5.
    Wenn auf Darstellung und strukturationstheoretische Analyse genau dieses (bislang gescheiterten) Versuchs der Unternehmungsvernetzung im folgenden verzichtet wird, so ist dies entsprechenden ver- fraglichen Vereinbarungen zwischen unserem Auftraggeber und den Akteuren dieses Unternehmens geschuldet.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Jörg Sydow
  • Arnold Windeler
  • Michael Krebs
  • Achim Loose
  • Bennet van Well

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