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Der Geburtenrückgang in Ostdeutschland

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Zusammenfassung

Im Mittelpunkt des Beitrags steht der drastische Geburtenrückgang, der nach der Wende in Ostdeutschland eingesetzt hat. Versucht wird, an die subjektorientierte Perspektive zum Thema Geburtenrückgang anzuschließen, die in den achtziger Jahren im DFG-Projekt „Elternschaft und gesellschaftliche Individualisierungsprozesse“ entwickelt wurde. Ihr Leitthema hieß, daß unter den Bedingungen hochindustrialisierter und individualisierter Gesellschaften ein neues Spannungsverhältnis entsteht, nämlich das zwischen Kinderwunsch und „eigenem Leben“. Hier nun wird die Frage gestellt: Inwiefern trägt die subjektorientierte Perspektive auch heute? Inwiefern lassen sich die Hoffnungen und Anforderungen des „eigenen Lebens“, die nach dieser Interpretation wesentlich zum Geburtenrückgang in Westdeutschland beitrugen, in den neunziger Jahren auch in Ostdeutschland feststellen?

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1997

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