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Subjekt und Struktur — die Münchener subjektorientierte Soziologie. Zur Einführung

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Zusammenfassung

Es ist ziemlich genau 25 Jahre her, daß in München die Arbeiten an einer sozialwissenschaftlichen Forschungsperspektive ihren Anfang nahmen, die unter dem Namen „subjektorientierte Soziologie“ inzwischen eine nicht unerhebliche Resonanz gefunden und einen durchaus beachtlichen Kreis von Soziologinnen und Soziologen geprägt hat. Karl Martin Bolte und Erhard Treutner legten 1983 unter dem Titel „Subjektorientierte Arbeits- und Berufssoziologie“ mit einer Zusammenstellung exemplarischer Texte eine erste Bestandsaufnahme jener Forschungsarbeiten im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Theoretische Grundlagen sozialwissenschaftlicher Berufs- und Arbeitskräfteforschung“ (SFB 101) vor, die sich einer subjektorientierten Perspektive zuordnen ließen. Der vorliegende Band dokumentiert nicht nur die Weiterentwicklung dieser Ansätze noch im SFB 101 und dann im nachfolgenden Sonderforschungsbereich „Entwicklungsperspektiven von Arbeit“ (SFB 333), sondern auch ihre Fortführung in den recht verschiedenen Arbeitskontexten, in denen sich subjektorientierte Forscherinnen und Forscher inzwischen befinden.

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© Leske + Budrich, Opladen 1997

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