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Grundlagen der strategischen Produktions- und Distributionsplanung und Definition des Grundproblems

  • Birgit Schildt
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Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit sollen Konzepte und Verfahren zur optimalen räumlichen Gestaltung einer Produktions- und Distributionsstruktur im Rahmen einer strategischen Produktions- und Distributionsplanung vorgestellt, analysiert und diskutiert werden. Die Ausführungen in dieser Arbeit beziehen sich auf die Produktions- und Distributionsplanung in Unternehmen der Industrie. Die Überlegungen sind jedoch auch auf Handelsunternehmen übertragbar, wenn beispielsweise Zentrallager oder Bezugsquellen (Lieferanten) als Produktionsstätten interpretiert werden; vgl. Liebmann (1971, S. 89).

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Literatur

  1. 1.
    Zur Definition und Abgrenzung der Begriffe Produktion und Fertigung vgl. Schweitzer(1993, S. 3328) sowie Stepan ( 1993, S. 3348). Beide Ausdrücke werden in dieser Arbeit synonym verwendet und inhaltlich auf die Erzeugung von Sachleistungen beschränkt.Google Scholar
  2. 4.
    Zur Definition des Begriffs Distribution vgl. Ahlert ( 1993, S. 787). Im weiteren wird der Begriff Distribution stets im engeren Sinne der physischen Distribution verwendet.Google Scholar
  3. 5.
    In Entsprechung zu den Phasen des Materialflusses, der im Beschaffungsbereich beginnend zunächst den Bereich der Produktion und abschließend den der Distribution durchläuft, wird die betriebswirtschaftliche Logistik in die drei Teilbereiche Beschaffungs-, Produktions-und Distribution-Logistik unterteilt; vgl. Pfohl (1990, S. 15f.). Die mit Beschaffung und Distribution verbundenen betrieblichen (logistischen) Aktivitäten werden als Marketing-Logistik bezeichnet; vgl. Ihde (1978, S. lf.). Tempelmeier (1983, S. 1) faßt den Begriff “Marketing-Logistik” enger und verwendet ihn als Synonym für die Ausdrücke “physische Distribution” und “betriebliche Warenverteilung”.Google Scholar
  4. 6.
    In diesem Zusammenhang sei auf Walters und Bergiel (1982), Ahlert (1991) sowie Meffert (1986) verwiesen.Google Scholar
  5. 7.
    Zu Begriff und Merkmalen der Planung vgl. Wild ( 1982, S. 12ff.).Google Scholar
  6. 8.
    Bezüglich der Lange des Planungszeitraums werden in der Literatur unterschiedliche Auffassungen vertreten; vgl. beispielsweise Kreikebaum (1991, S. 124) und Zipfel ( 1989, S. 13). Die Wahl des Planungshorizontes sollte in Abhängigkeit von der erwarteten Zuverlässigkeit von Prognosen sowie der Instabilität der Umweltbedingungen erfolgen.Google Scholar
  7. 9.
    Während die strategische Planung eine Bereitstellung von Ressourcen leistet, wird im Rahmen der taktischen Planung über die Nutzung dieser Kapazitäten entschieden; vgl. Bitran und Tirupati (1993).Google Scholar
  8. 10.
    Vgl. zu diesen Fragen auch Ballou (1987a, S. 97ff.) sowie Lambert und Stock ( 1993, S. 262ff.).Google Scholar
  9. 12.
    Zu entsprechenden Problemen der Maschinenbelegungsplanung, FlieBbandaustaktung sowie der LosgröBenbestimmung vgl. Domschke et al. (1993).Google Scholar
  10. 13.
    Zur computergestützten Tourenplanung vgl. Diruf (1990) und Savelsbergh (1992); vgl. auch Golden und Assad (1988).Google Scholar
  11. 14.
    Vgl. auch hier obige Bemerkungen zur Wahl der Länge des Planungszeitraums; Stadtler ( 1988, S. 10) nennt hier beispielsweise eine Planung für die Folgewoche bzw. den Folgemonat.Google Scholar
  12. 15.
    Als Netzwerk bezeichnet die Graphentheorie einen gerichteten (kanten-) bewerteten Graphen; vgl. Jungnickel (1990, S. 51) sowie Domschke und Drexl ( 1991, S. 54ff.). Die Begriffe Netzwerk und Graph sollen im folgenden synonym im Sinne eines bewerteten Graphen verwendet werden.Google Scholar
  13. 17.
    Vgl. Bowersox et al. ( 1968, S. 120ff.) sowie Bowersox et al. (1986, S. 48 ).Google Scholar
  14. 19.
    Zur Funktion und Organisation von Umladepunkten und - lagern (bestandslose Lager) als Alternative zu einer zeitlich ausgedehnten Lagerung vgl. Locket und Westwood (1985).Google Scholar
  15. 20.
    In der amerikanischen Literatur fmdet man die Begriffe Strategische Logistik-Planung (Strategic Logistics Planning; vgl. Copacino und Rosenfield (1987a)) sowie Strategische Planung des Logistik-Netzwerks (Strategic Logistics Network Planning) und Design des Logistik-Netzwerks (Logistics Network Design; vgl. Ballou (1987b)) zur Bezeichnung des im Rahmen dieser Arbeit betrachteten und untersuchten Planungsproblems. In der deutschsprachigen Literatur wurde in diesem Zusammenhang bislang kein fester Begriff geprägt.Google Scholar
  16. 21.
    Andere Ziele, wie beispielsweise die Umweltverträglichkeit von unternehmerischen Maßnahmen, bleiben meist unberücksichtigt; vgl. McKinnon (1989, S. 243) und Antes et al. (1992).Google Scholar
  17. 22.
    Vgl. dazu die ausführliche Diskussion in Christofides und Watson-Gandy (1973).Google Scholar
  18. 23.
    Die Festlegung des gewünschten Serviceniveaus kann beispielsweise aufgrund der Ergebnisse von Servicestudien geschehen; vgl. beispielsweise Johnston (1991).Google Scholar
  19. 24.
    Zum sogenannten Totalkostenkonzept und anderen Logistikkonzeptionen vgl. Lambert und Stock ( 1993, S. 45 und S. 584) sowie West (1989) und Pfohl (1990).Google Scholar
  20. 25.
    Entsprechende Ansätze fmden sich in Stoker (1978) sowie in Tempelmeier (1980b). Vgl. auch Delfmann (1978).Google Scholar
  21. 27.
    Nowicld ( 1992, S. 38ff.) stellt jedoch fest, daß langfristige unternehmenspolitische Vorgaben in der Praxis häufig nicht schriftlich fixiert werden, so daß zielgerichtetes Handeln und Abweichungskontrollen selten durchgeführt werden können.Google Scholar
  22. 29.
    Dies erfolgt durch die Definition von jeweils über-und untergeordneten Planungsebenen; Planungsergebnisse der übergeordneten Stufe dienen als Input für das Modell der nächsten Ebene. Zu Koordinationsmechanismen in der hierarchischen Planung vgl. Kistner (1992).Google Scholar
  23. 30.
    Eine detaillierte Darstellung und Diskussion der hierarchischen Planung fmdet sich in Stadtier (1988), Switalskd (1989) sowie in Kistner und Steven (1991). Die dortigen Ausfiihrungen zur hierarchischen Produktionsplanung lassen sich auf die hier untersuchte integrierte Planung von Produktion und Distribution übertragen.Google Scholar
  24. 32.
    Perl und Sirisoponsilp (1988) verwenden eine ähnliche hierarchische Kategorisierung zur Planung der Struktur von Distributionsnetzwerken.Google Scholar
  25. 33.
    Hinsichtlich der Gestaltung von Distributionsnetzen vgl. Fleischmann(1979), Diruf (1985), Copacino und Rosenfield (1987b), Paraschis (1989) sowie Diruf (1990).Google Scholar
  26. 36.
    Vgl. Ihde (1976).Google Scholar
  27. 37.
    Vgl. Witten (1974) sowie Pfohl et al. (1992).Google Scholar
  28. 39.
    Entsprechende Kostenersparnisse werden durch Ausnutzen des fertigungstechnischen Spielraums (vgl. Ihde (1991, S. 204)) und einer daraus resultierenden besseren Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten ermöglicht. Ursachen dieses auch als Auflagendegression oder Economies of Joint Production bezeichneten Effekts beschreibt Chandler ( 1990, S. 24 ).Google Scholar
  29. 40.
    Vgl. Coenenberg (1992).Google Scholar
  30. 41.
    In englischsprachigen Veröffentlichungen sind dies die Bezeichnungen “Scale economies”, “Economies of Large Scale”, “Economies of Mass” und “Economies of Volume”. In der deutschsprachigen Literatur findet man neben der direkten Verwendung des englischsprachigen Ausdrucks u.a. die Begriffe “Kostendegressionseffekt” oder schlicht “Kostendegression”, “Betriebsgrößeneffekt”, “steigende Skalenerträge” sowie vor allem bei aide (1976, 1991) auch die Bezeichnungen “Größenersparnis”, “Größeneffekt” oder “Größenvorteil”.Google Scholar
  31. 42.
    Schinenner (1976) spricht in diesem Zusammenhang von einem “umbrella term”, der durch die praktizierte vieldeutige Verwendung seinen Wert verliert: “Confusion with the term (gemeint ist der Begriff EoS) is understandable since it serves as an umbrella for a number of real but quite distinct concepts.”Google Scholar
  32. 43.
    Haupt (1993) diskutiert diese und andere mögliche Kosteneinflußgrößen; vgl. dazu auch aide (1976).Google Scholar
  33. 45.
    Henderson (1984) spricht von “sich gegenseitig noch verstärkenden Wirkungen mehrerer gleichgerichteter Phänomene”.Google Scholar
  34. 46.
    Zur Bedeutung der Erfahrungskurve in der Unternehmenspolitik und zu Ihrer Rolle als gesicherter Bestandteil der strategischen Untemehmensfiihmng; vgl. Albach (1987) sowie Klook und Sabel (1993).Google Scholar
  35. 47.
    Hax und Majluf (1990) führen die sogenannte “0.6–0.8-Regel” als eine in diesem Zusammenhang typische Formel zur Abschätzung der Höhe einer für eine gewünschte Kapazität erforderlichen Investition an. Vgl. dazu auch Rao und Rutenberg (1977).Google Scholar
  36. 50.
    Eine solche Abgrenzung findet sich bislang nur bei Pomper ( 1976, S. 28ff.). Abgrenzungsmerkmal ist die Kosteneinflußgröße. Die Unterscheidung ergibt sich aus der unterschiedlichen Fristigkeit der Betrachtung und der daraus resultierenden unterschiedlichen Definition bzw. Interpretation von fixen und variablen Kosten; vgl. dazu auch Weber (1972).Google Scholar
  37. 51.
    Dabei liegt eine statische Betrachtung in dem Sinne zugrunde, daß eine gegebene “Technologie (i.w.S.)” als Kombination aus Betriebsgröße (Kapazität) und Betriebsmittelkonfiguration vorausgesetzt wird. Die (kumulierte) Ausbringungsmenge wird als relevanter Indikator (vgl. Heinen (1991, S. 666)) für den Degressionseffekt vorausgesetzt. Daneben wird eine gewisse Kontinuität des Stiickkostenriickgangs unterstellt, wobei sich die Produktion bei gegebenem Stand der Technologie und sonstigen Rahmenbedingungen sowie homogenem In-und Output in einem stabilen Zustand befmden soll; vgl. Norman (1979).Google Scholar
  38. 52.
    Vgl. Blohm und Lüder ( 1991, S. 144ff. und S. 215ff).Google Scholar
  39. 53.
    Seicht ( 1990, S. 346) schreibt zur Begriffsklärung “mit zunehmender Größe von Fertigungsabteilungen und Anlagen werden (bei Vollauslastung) die vollen Stückkosten sinken (Economies of large scale)”.Google Scholar
  40. 54.
    Ihde (1976) gibt jedoch beispielsweise an, daß insbesondere im Bereich der Lernprozesse des Faktors Arbeit infolge umfangreicher empirischer Untersuchungen recht genaue Vorstellungen über das mögliche Ausmaß von Größenvorteilen existieren. Vgl. auch Isard und Schooler (1955), Haldi und Whitcomb (1967) sowie Hax und Majluf (1990).Google Scholar
  41. 56.
    Hier kann beispielsweise der sogenannte Multiplikatoransatz verwendet werden; vgl. Kamani (1983).Google Scholar
  42. 58.
    Zu Fragen der Kostenverursachung und der Kosteastruldur, vor allem einer Aufteilung in fixe und proportionale Kosten, die wesentlich vom Fristigkeitsgrad der Kostenplanung abhängt, vgl. Schmalenbach (1963) und Plinke (1989).Google Scholar
  43. 59.
    Zu den hierbei auftretenden statistisch-technischen Schwierigkeiten der Datenidentifikation vgl. Day und Montgomery (1983).Google Scholar
  44. 60.
    Vgl. Domschke ( 1989, S. 5).Google Scholar
  45. 62.
    Vgl. Eilon et al. (1971) und Ballon (1987b). Zur Netzwerkdarstellung der Systemstruktur vgl. auch Kapitel 2. 1. 2.Google Scholar
  46. 63.
    Vgl. Geoffrion (1975) sowie Geoffrion et al. (1978).Google Scholar
  47. 75.
    Kostendegressionen in Abhängigkeit von der Anzahl insgesamt genutzter Produktionsstätten untersuchen Mirchandani et al. (1985).Google Scholar
  48. 79.
    Die Idealisierung der Nachfrageorte als Punkte kann die Wahl einer geeigneten Entfernungsmessung und die auf deren Basis ermittelten Transportkosten wesentlich beeinflussen. Zu möglichen daraus resultierenden Approximationsfehlem vgl. Hillsman und Rhoda (1978).Google Scholar
  49. 81.
    Zur Auswahl eines geeigneten Prognoseverfahrens vgl. Mertens und Backert (1980).Google Scholar
  50. 85.
    Eine detaillierte Klassifikation von Kosten, die im Rahmen der physischen Distribution anfallen, fmdet man beispielsweise in Chentnik (1976) und Bowersox et al. ( 1986, S. 260).Google Scholar
  51. 87.
    Die Entfernungsmessung kann jedoch auch auf Basis einer geeigneten Metrik (zur Approximation der realen Entfernungen in kontinuierlichen Modellen (s.u.) oder beispielsweise Luftlinienentfemungen) erfolgen; vgl. Love et al. ( 1988, S. 255).Google Scholar
  52. 90.
    Stöppler et al. (1992) diskutieren den in diesem Zusammenhang zweckmäßigen Aufbau eines Kosten-und Erlöscontrollingsystems.Google Scholar
  53. 91.
    Zum Begriff des Entscheidungsmodells und zu Aufgaben und Funktionen von Modellen in der Betriebswirtschaftslehre vgl. Rieper ( 1992, S. 17ff.).Google Scholar
  54. 92.
    Vgl. beispielsweise Ghosh und Rushton (1987), Love et al. (1988), Domschke und Drexl (1990), Mirchandani und Francis (1990) sowie Francis et al. (1992).Google Scholar
  55. 93.
    Selten findet man auch eine kombinierte Anwendung eines kontinuierlichen und eines diskreten Ansatzes; vgl. Wirasinghe und Waters (1983).Google Scholar
  56. 94.
    Ansätze zur Produktions-und Distributionsplanung bei Berücksichtigung stochastischer oder preissensitiver Nachfragen beschränken sich auf die Betrachtung linearer Produktionskosten; vgl. u.a. Witten (1974) sowie Logendran und Terrell (1991).Google Scholar
  57. 95.
    Vgl. dazu die Übersichtsartikel von Erlenkotter (1981) und Luss (1982).Google Scholar
  58. 96.
    The purpose of mathematics is insight, not numbers“. ”We must know not only what the optimal solution is for a given set of input data but also why“ (Geoffrion (1976)).Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Birgit Schildt

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