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Einführung: Managementsysteme und Strategien — Ein defizitäres Forschungsfeld

  • Florian Schütz

Zusammenfassung

Die Frage nach der Planbarkeit zukünftiger Entwicklungen, bzw. in einem betriebswirtschaftlichen Kontext: der Unternehmensentwicklung, kann in der wissenschaftlichen Diskussion auf eine lange Tradition zurückblicken. Eine der zentralen Hoffnungen, die diese Planungsdebatte sicherlich prägend begleitet hat, bestand darin, hiermit ein Fenster öffnen zu können, das die Ableitung technologisch verwertbarer Prognosen erlaubt und damit zugleich die Grundbedingungen für einen geplanten — gesellschaftlichen oder organisationalen — Wandel legt.1 Es konnte indessen auf lange Dauer nicht verborgen bleiben, daß die Vorhersagen, genau besehen, letztlich nur selten zutrafen und daß die gestaltende Kraft planerischer Aktivitäten zur Reduktion der Kontingenz lebensweltlicher Bedingungen oftmals erheblich überschätzt worden war. Dies zeigte sich in unvorhergesehenen Planungsantinomien ebenso wie in gescheiterten Versuchen der Implementierung, also der Umsetzung des geplanten Handelns; Akzeptanzprobleme, unbeachtete Kontextfaktoren, strukturelle Gegenläufigkeiten und politische Verwicklungen vereitelten zahlreiche Planungsprojekte. Kurz gesagt: Es ließ sich nicht verheimlichen, daß absichtsvolles Eingreifen in Wandlungsprozesse nur selten den gewünschten und intendierten Erfolg zeitigte.2

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Florian Schütz

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