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Siebziger und achtziger Jahre

  • Benno Hafeneger

Zusammenfassung

Parallel zu den Veränderungen im Ausbildungswesen im Rahmen des Fachhochschul- und Universitätsstudiums, den jugendtheoretischen Neuorientierungen, die sich in Begriffen wie Emanzipation und Betroffenenorientierung ausdrücken, verändert sich Ende der sechziger/ Anfang der siebziger Jahre das Selbst- und Funktionsverständnis von Jugendarbeit bei vielen Trägern, verflüssigen sich die Reste der hierarchisch-autoritären Strukturen und Traditionen; neue politische Bildungsangebote, experimentelle Arbeitsformen und Methoden geraten vielfach ins Zentrum der Jugendarbeit. Diese Entwicklungen und die Verunsicherungen von etablierten, traditionellen Trägern und Strukturen der Jugendarbeit werden angeregt und stimuliert durch die Bildungsreformdebatte und Veränderungen im Bildungswesen (u. a. Gesamt- und Ganztagsschule; Ausbau und Reform der sozialpädagogischen Ausbildung in den Hochschulen); durch die Neuformulierung des außerschulischen Bildungsauftrages von Jugendarbeit und -bildung — neben Elternhaus, Schule und Berufsbildung — als vierter eigenständiger Sozialisationsbereich; durch die sozialstrukturell (klassenanalytisch) orientierten und auf Protestverhalten bezogenen Jugend(kultur)debatten und jugendtheoretischen Diskussionen sowie vor allem durch die Kritik und die Herausforderungen der Studenten—, Schüler- und Lehrlingsbewegung.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Benno Hafeneger

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