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Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945)

  • Benno Hafeneger

Zusammenfassung

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten setzt ab dem 30. Januar 1933 in der deutschen Geschichte auch eine umfassende Professionalisierung in der außerschulischen Jugenderziehung, der Jugendarbeit ein; dabei wird das Verhältnis von öffentlicher und freier Jugend- und Wohlfahrtspolitik im NS-Staat neu organisiert. Im Kontext von Zerschlagungs—, Auflösungs—, Verbots- und Gleichschaltungspolitik übernimmt die Hitlerjugend (HJ) — mit dem Anspruch auf die Alleinvertretung der deutschen Jugend — weitgehend die Aufgaben der bisherigen Jugendpflege (erzieherische und sozialpädagogische Aufgaben nach § 4 RJWG — das in der NS-Zeit nie außer Kraft gesetzt wurde). Die Aufgaben der Jugendfürsorge und -hilfe sowie der Volkswohlfahrt gehen im April 1933 zum großen Teil an die 1931 gegründete Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) mit ihrer Abteilung NSV-Jugendhilfe über; sie wird für alle Fragen der Volkswohlfahrt und Fürsorge, für die Gleichschaltung im Gesundheits- und Fürsorgebereich bestimmend (Hilgenfeldt 1937). Die NSV ist das Instrument, „mit der der Grundsatz der Einheit von Partei und Staat auf dem Gebiet der Jugendhilfe dauerhaft und zuverlässig verwirklicht und damit dem Totalitätsanspruch der nationalsozialistischen Weltanschauung im Bereich der gesamten Jugendhilfe die Bahn frei gemacht wird“ (Rösch 1936, S. 5).

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Benno Hafeneger

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