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Gesundheitsverhalten und Wertewandel

  • Katja Ahlstich

Zusammenfassung

Eine handlungstheoretische Orientierung liegt nahe, wenn man über den “Tellerrand” der Einstellungsforschung bzw. der bisherigen Analysen zur Ausprägung und den Determinanten der gesundheitspolitischen Orientierungen hinausblicken möchte. Zum Beispiel läßt sich aus der Tatsache, daß Gesundheitspolitik in den Einstellungen bestimmter Teile der Bevölkerung einen großen Stellenwert besitzt, nicht ohne weitere empirische Untersuchungen folgern, daß ein gesundheitsbewußtes Verhalten in dieser Personengruppe entsprechend weit verbreitet ist. Ebensowenig kann aus dem Nachweis einer postmaterialistisch begründeten Prägung des Gesundheitsbewußtseins abgeleitet werden, daß diese allgemeinen Wertorientierungen auch direkt das Gesundheitsverhalten beeinflussen. Diese Problemstellungen stehen deshalb im Mittelpunkt dieses Kapitels. Insbesondere geht es um die Frage nach den verhaltenswirksamen Effekten der Wertorientierungen im Gesundheitsbereich. Für ihre Beantwortung soll der bisher eingeschlagenen empirischen Perspektive gefolgt werden und das heißt: Die empirischen Wirkungsanalysen erfolgen wiederum auf Grundlage repräsentativer Bevölkerungsdaten und unter Rückgriff auf multivariate Untersuchungsdesigns. Damit läßt sich auch die Frage nach weiteren wichtigen personalen und gesellschaftlichen Bestimmungsfaktoren des individuellen Gesundheitsverhaltens in Angriff nehmen.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1999

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  • Katja Ahlstich

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