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Zusammenfassung

Der Geruchssinn ist die am wenigsten untersuchte Sinnesmodalität (Long, 1989; Whittet & Royston, 1991). Engen (1982) hat dies darauf zurückgeführt, daß Personen dazu tendieren, Stimuli, auf die sie unbewußt oder nonverbal reagieren, zu ignorieren. Es wird generell angenommen, daß das Geruchsgedächtnis exzellent ist, während die Fähigkeit, Gerüche zu kategorisieren und zu benennen, deutlich begrenzt ist (Engen, 1987). Diese im Vergleich zu anderen Sinnesmodalitäten geringen Informationsverarbeitungskapazitäten führen dann häufig zu der Feststellung, daß die Geruchswahrnehmung für den Menschen von untergeordneter Bedeutung ist. Andererseits wird die Geruchswahrnehmung häufig romantisiert, und es wird angenommen, daß Gerüche direkte Einflüsse auf Gefühle und Stimmungen haben und Erinnerungen wieder lebendig werden lassen (Long, 1989). Dagegen wurde relativ selten versucht, Geruchswirkungen zu objektivieren, vor allem im Vergleich zu den Wirkungen anderer Umweltfaktoren, wie z. B. der Lärmbelastung. In dieser Arbeit soll untersucht werden, mit welchen Wirkungen Industriegerüche unter natürlichen Expositionsbedingungen verbunden sind und ob sie als Umweltstressoren angesehen werden können.

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Brigitte Steinheider

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