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Einleitung

  • Boris Holzer
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Part of the Forschung Soziologie book series (FS, volume 48)

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, den gesellschaftlichen Entwicklungspfad Ostasiens seit den sechziger Jahren aus soziologischer Perspektive zu analysieren. Diese Formulierung schließt zwar Vieles ein — sie macht aber auch klar, worum es nicht gehen wird und gehen kann. Um nur die wichtigste Einschränkung hervorzuheben: Im folgenden bemühen wir uns um eine soziologische Betrachtung der ostasiatischen Entwicklung. Andere Perspektiven sind denkbar — zum Beispiel wirtschaftswissenschaftliche, ethnologische oder politikwissenschaftliche. Jede dieser alternativen Sichtweisen würde wahrscheinlich andere Aspekte des Forschungsfeldes betonen. In der Untersuchung wird dies an vielen Stellen berücksichtigt. Gleichzeitig dürfte es unmöglich sein, es damit allen recht zu machen. Ökonomen werden die nur knappe Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Zusammenhänge bemängeln, Ethnologen die stellenweise Abstrahierung von länderspezifischen und lokalen Faktoren. Diese Kritik ist sicherlich berechtigt. Bei einem Thema wie dem hier behandelten sind entsprechende Verkürzungen allerdings unvermeidlich. Das heißt natürlich nicht, daß vernachlässigte Aspekte etwa gänzlich unwichtig wären. Sie schienen lediglich keinen Unterschied für diese Untersuchung zu machen. Diese Ansicht mag durch weitere Forschung korrigiert werden, und dies entspräche voll und ganz der Absicht dieser Untersuchung.

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Literatur

  1. 1.
    Siehe zum Beispiel Weltbank (1993).Google Scholar
  2. 2.
    Der Affekt der Überraschung und der Verwunderung,der aus Wundern entsteht und eine angenehme Gemütserregung ist, erzeugt sichtlich den Hang zum Glauben an solche Ereignisse, aus denen er stammt. [...] Verbindet sich nun der religiöse Geist mit der Wunderliebe, dann ist der gesunde Menschenverstand am Ende“ (Hume 1982: 151).Google Scholar
  3. 3.
    Der Begriff ‚Ostasien‘ wird unterschiedlich gebraucht. In dieser Arbeit soll er den pazifischen Teil Asiens bezeichnen, der wiederum in Nordost- (China, Japan, Nord- und Südkorea, Taiwan, Hong Kong) und Südostasien (Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien, Philippinen, Brunei) differenziert werden kann. Sofern die ‚Vorbild‘-Funktion für wirtschaftliche Entwicklung im Vordergrund steht, sind aber vor allem die sogenannten ‚vier kleinen Tiger‘ (Hong Kong, Singapur, Südkorea, Taiwan) und Japan angesprochen.Google Scholar
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    Es bleibt hinzuzufügen, daß das Gleichnis von den Blinden und dem Elefanten weniger der „Wissenschaftsgeschichte“ entspringt als vielmehr den Reden Gautama Buddhas (vgl. Reden des Buddha 1993: 44–48).Google Scholar
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    Stellvertretend fir diese Ansicht formuliert Berger: „I think one may say today, quitesimply, that Weber was wrong“ (1988: 7).Google Scholar
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    Teilweise wird diese Transformation des ‚klassischen‘ Konfuzianismus durch Konzepte wie ‚vulgar confucianism‘, ‚bourgeois confucianism‘ oder auch ‚Metakonfuzianismus‘ (Weggel 1990) angedeutet.Google Scholar
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    Wovon Francis Fukuyama, Vertreter dieser These, nach wie vor überzeugt ist (vgl. Fuku-yama 1995: Kapitel 1).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1999

Authors and Affiliations

  • Boris Holzer

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