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Reputationsbildung im Bankensektor

  • Mariano R. Viola
Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Dieses Kapitel erklärt, wie die Reputation eines Staates als strenge Bankenaufsichtsbehörde, die die Subventionierung unwirtschaftlicher Banken einstellt, zur Schaffung eines effizienten Bankensektors führt. Ein effizienter Bankensektor ist eine Voraussetzung für Glaubwürdigkeit auf den internationalen Kapitalmärkten. Der Analyse der strukturellen und systemischen Probleme des Bankensektors folgt die Untersuchung der verschiedenen Maßnahmen zur Verstärkung der Corporate Governance. Im Anschluß wird die Rolle der Reputation mit Hilfe eines spieltheoretischen Modells aufgezeigt und erklärt, wie sie zu einem effizienteren Bankensektor führt.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Mayer, C., Vives, X. (1993) S. 2.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Stiglitz, J. (1992) S. 163.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. The Banker (Juli 1994) S. 38.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 86.Google Scholar
  5. 5.
    Herr Miklos Pulai (Geschäftsleiter der Kereskedelmi Bank) bestätigt: OTP and Postbank are the treasurers in Hungary; they have the money, we have the customers. Vgl. The Banker (Juli 1994) S. 38.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Székely, I. (1993) S. 29.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. OECD (1980) S. 116 und Husemann, F. (1995) S. 224–246.Google Scholar
  8. 8.
    OECD (1980) S. 116.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. OECD (1993b).Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Dittus, P. (1993) S. 11.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Várhegyi, E. (1993) S. 15.Google Scholar
  12. 12.
    Dittus, P. (1993) S. 12.Google Scholar
  13. 13.
    Dittus, P. (1993) S. 11.Google Scholar
  14. 14.
    Várhegyi, E. (1993) S. 14.Google Scholar
  15. 15.
    Dittus, P. (1993) S. 12.Google Scholar
  16. 16.
    Dittus, P. (1993) S. 12.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Tabelle 5.9.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 80.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 80.Google Scholar
  20. 20.
    Rationales Verhalten bedeutet, daß die Entscheidungen der Banken auf „harten BudgetRestriktionen“ basieren. Das heißt, daß die Banken nicht-gedeckte Kredite ablehnen und eine Zwangsvollstreckung von Schuldnern veranlassen, die in ihren ausstehenden Schulden rückständig oder nicht in der Lage sind, diese zurückzuzahlen.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Begg, D., Portes, R. (1993) S. 396.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. Begg, D., Portes, R. (1993) S. 397 und Mitchell, J. (1993) S. 207. Die Verfasser verwenden diesen Begriff auch für die Passivität der Staatsunternehmen beim Forderungsinkasso ihrer Kunden. Hier beschränken wir uns jedoch auf Gläubigerpassivität und Moral Hazard im Bankensektor.Google Scholar
  23. 23.
    Dieser Abschnitt geht weitgehend auf Mitchell, J. (1993) zurück.Google Scholar
  24. 24.
    Zitiert in Slay, B. (1992).Google Scholar
  25. 25.
    Ábel, I., Siklos, P. L. (1993) und Mitchell, J. (1993) S. 211.Google Scholar
  26. 26.
    Äbel, I., Gatsios, K. (1993) und Mitchell, J. (1993) S. 212.Google Scholar
  27. 27.
    Die Liquidation einer Bank wurde in Polen nach dem Krieg zum ersten Mal am 1. April 1992 vorgenommen, indem die NBP die Bank Handlowoy-Kredytowy SA i n Kattowitz aufgrund ihrer finanziellen Schwierigkeiten und ihrer Verstrickung in einen finanziellen Skandal liquidierte. Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 90.Google Scholar
  28. 28.
    Mitchell, J. (1993) S. 215.Google Scholar
  29. 29.
    Zur Modellierung der Anreize für eine Bankenschließung vgl. Abschnitt 5.2.2.1.Google Scholar
  30. 30.
    Mitchell, J. (1993) S. 216–218.Google Scholar
  31. 31.
    Akerlof und Romer (1993) entwickelten ein Modell, worin die Bankleitung die schwache staatliche Regulierung und die explizite bzw. implizite Staatsversicherung ihrer Forderung durch Einlagenversicherung oder versicherte staatliche Rettungspakete für ihren persönlichen Gewinn ausnutzt. Dabei vermindert die Bankleitung das Eigenkapital der Bank auf null oder sogar einen negativen Wert. Vgl. Akerlof, G., Romer, P. (1993).Google Scholar
  32. 32.
    Im polnischen Bankensektor beispielsweise können 75 Prozent des Kreditportfolios der Banken auf diese Gruppe von Schuldnern zurückgeführt werden. Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 78.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. Várhegyi, E. (1993) S. 14.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 78.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 78–80.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. Abschnitt 5.2.2.2.Google Scholar
  37. 37.
    Die Banken können diese Problem-Schulden folgendermaßen aus ihrem Portolio entfernen: 1) Sie können versuchen diese Schulden von ihren rückständigen Kunden einzutreiben, 2) sie können diese Schulden mit einem Nachlaß auf den Sekundärmärkten verkaufen, oder 3) sie können diese Schulden durch Transfer zum Staat ausbuchen. Auf jeden Fall muß das Niveau und der Umfang des Schuldenüberhangs offenbart und Rückstellungen vorgenommen werden.Google Scholar
  38. 38.
    Das neue Klassifizierungsprogramm Ungarns wurde durch das New Banking Law erlassen; es wurde im November 1991 verabschiedet und trat am 1. Dezember 1991 in Kraft. Es entspricht den IAS. In Polen ist das neue Klassifizierungsprogramm am 18. November 1992 in Kraft getreten.Google Scholar
  39. 39.
    Gemäß den IAS beträgt die minimale Eigenkapitalquote 8 Prozent. In Polen empfiehlt das Finanzministerium eine Ziel-Eigenkapitalquote von 12 Prozent. Somit erlangen die Banken einen Eigenkapitalbestand über den Minimalanforderungen der BIZ. Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 82. In Ungarn verlangt das Banking Law von den Banken eine Eigenkapitalquote von 8 Prozent (gültig ab 1. Januar 1993). Doch als Übergangsmaßnahme, um den allmählichen Aufbau der Reserven zu ermöglichen, durften die Banken eine kontinuierliche Eigenkapitalquote von 7,25 Prozent halten (gültig ab 1. Januar 1992). Diese Regel konnte jedoch — bis zu einem gewissen Grad — flexibel ausgelegt werden. Die Bankenaufsichtsbehörde konnte bis 31. Dezember 1994 individuelle Ausnahmen bei dieser Eigenkapitalquote machen, solange die niedrigere Eigenkapitalquote die Aktivität und die Solvenz des Finanzinstituts nicht gefährdete. Vgl. Nyers, R., Lutz, G. R. (1993) S. 65.Google Scholar
  40. 40.
    In Polen bekommen die kreditwürdigsten Darlehensnehmer Drei-Monats-Kredite auf der Basis der Erneuerung bei Fälligkeit, weil Banken und Schuldner wegen der außergewöhnlich riskanten Umgebung keine langfristigen Verpflichtungen eingehen können. Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 80.Google Scholar
  41. 41.
    Blommestein, H. J., Lange, J. (1993) S. 25f.Google Scholar
  42. 42.
    Banken, die an dem Schuldenkonsolidierungsprogramm teilnahmen, waren entweder in staatlichem Besitz oder hatten bis 30. September 1992 eine Eigenkapitalquote von maximal 7,25 Prozent und eine Sondererlaubnis des Finanzministeriums. Die Vermögensagentur (SPA) und die State Asset Management Company (SAM) waren ebenfalls befugt, Firmen, die für das Programm in Frage kamen, zu bestimmen. Vgl. Csáki, G. (1993) S. 17.Google Scholar
  43. 43.
    Bei den Konsolidierungsschatzwechseln, die gegen die notleidenden Kredite ausgetauscht wurden, handelte es sich um Series A-Anleihen im Wert von 52,3 Milliarden HUF mit einem Zinssatz von 15,9 Prozent und Series B-Anleihen im Wert von 27,1 Milliarden HUF mit einem Zinssatz von 7,95 Prozent. Der Kaufpreis der uneinbringlichen Schulden sowie der nominale Barbetrag, den die Hungarian Investment and Development Company der Bank zahlen mußte, waren von der Schuldenklassifizierung abhängig. Ab 30. September 1993 galten folgende Wechselbedin- gungen: 1) Pro 10 Millionen HUF notleidende Kredite, über die man sich vor 1992 geeinigt hatte, wurden zu 50 Prozent des Kaufpreises plus 100 HUF Rückerstattung in Bar vom Staat gekauft. 2) Pro 10 Millionen HUF notleidende Kredite, über die man 1992 verhandelt hatte, erwarb der Staat für 80 Prozent des Kaufpreises plus 100 HUF Rückerstattung in Bar. 3) Schlechte Kredite von durch die SPA oder die SAM bestimmten Firmen wurden für 100 Prozent des Kaufpreises erworben. Vgl. Csáki, G. (1993) S. 17f.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Csáki, G. (1993) S. 24 u. S. 29.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. Csáki, G. (1993) S. 29.Google Scholar
  46. 46.
    Die größten Emfänger des neuen Kapitals waren die Magyar Hitel Bank mit 55 Milliarden HUF und die Kereskedelmi Bank (K & H) mit 33 Milliarden HUF. Die Budapest Bank erhielt 5 Milliarden HUF und die Hungarian Foreign Trade Bank blieb von dem Vorgang vollkommen ausgeschlossen. Vgl. The Banker (Juli 1994) S. 38.Google Scholar
  47. 47.
    Die Kereskedelmi Bank (K & H) und die Budapest Bank bekamen im Mai 1994 weitere Kapitalspritzen von 5 bzw. 4,6 Milliarden HUF. Das hob ihre Eigenkapitalquote jeweils auf 4 Prozent.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 320.Google Scholar
  49. 49.
    Die Work-Out-Abteilung wird von einer oberen Führungskraft der Bank, die umfassende Erfahrung mit Umstrukturierungsmaßnahmen hat und gleichzeitig Mitglied des Board of Directors ist, geleitet. Das Personal der Abteilung soll aus erfahrenen Rechtsanwälten, Kreditverwaltern und Industrieexperten bestehen. Sie erhalten finanzielle Anreize bei Erfolgen bei: 1) der Eintreibung rückständiger Schulden, 2) der Liquidation insolventer Schuldner und 3) der Umstrukturierung der Schulden von Staatunternehmen. Vgl. Wyczanski, P., Zebrowski, J. (1993) S. 81.Google Scholar
  50. 50.
    Das heißt die Abteilung mußte alle diese notleidenden Kredite von den Bilanzen der Banken ausbuchen durch: 1) den Abschluß eines Kompositionsverfahrens, 2) die Initiierung der Liquidation, 3) den Verkauf der Schulden oder 4) die Konkurserklärung des Schuldners. Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 323.Google Scholar
  51. 51.
    Die Zinsen wurden ab Juli 1993 berechnet. Sie wurden aber erst Anfang 1995 fällig. Bis 1996 sind die Anleihen nicht auf dem Sekundärmarkt handelbar und verbleiben bei den Banken.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 323.Google Scholar
  53. 53.
    Bei einem Kompositionsverfahren einigen sich die Bank und der Schuldner auf die Bedingungen zur Umstrukturierung des rückständigen Kredits. Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 320f. Ein synonymer Begriff für Kompositionsverfahren aus der Literatur über die Umstrukturierung der polnischen Banken ist der Begriff Versöhnungsklagen (conciliatory proceedings). Vgl. Lachowski, S. (1994).Google Scholar
  54. 54.
    WERI/ICEG (1994) S. 320.Google Scholar
  55. 55.
    Diese Bedingungen sind: 1) die Forderungen der Bank betragen mindestens 10 Prozent des Gesamtbetrags der Forderungen des Schuldners und nicht weniger als 1 Milliarde PLZ. 2) die Forderungen der Bank betragen nicht weniger als 20 Prozent der Gesamtbetrags der Forderungen des Schuldners und 3) die Bank erhält — auch wenn sie selbst die ersten beiden Bedingungen nicht erfüllt — die Zustimmung anderer Banken zur Eröffnung eines Kompositionsverfahrens. Dabei muß der Gesamtbetrag der Forderungen dieser Gruppe von Banken eine der beiden ersten Bedingungen erfüllen. Vgl. Lachowski, S. (1994) S. 45.Google Scholar
  56. 56.
    Von dieser Berechnung ausgeschlosse Schulden sind: Hypotheken und Kredite für Sozialversicherung, unbezahlte Löhne und Sicherungsgegenstände. Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 321.Google Scholar
  57. 57.
    Wenn der Buchwert der Firma negativ ist, dann bekommt der Gläubiger Aktien entsprechend dem Verhältnis seiner Forderungen zur Summe der Gesamtforderungen.Google Scholar
  58. 58.
    WERI/ICEG (1994) S. 321f.Google Scholar
  59. 59.
    Pawlowicz, L. (1994) S. 9–13.Google Scholar
  60. 60.
    Beispielsweise mittels Einbehaltung von Lieferungen an Kunden mit Schuldenrückständen und Fortsetzung der Lieferungen nur nach Abwicklung der Schulden, die normalerweise mit einem Nachlaß oder in Ratenzahlungen erfolgt.Google Scholar
  61. 61.
    Wenn die Regierung zum Beispiel ein Gesetz erläßt, das folgendes besagt: Wenn die größten Gläubigerbanken 50 Prozent ihrer Schulden abschreiben, müssen Gläubiger mit kleineren Forderungen dasselbe machen. Dies ist ungerecht, weil es die Umstrukturierung der großen Staatsunternehmen auf Kosten ihrer leistungsfähigeren Lieferanten bedeuten würde.Google Scholar
  62. 62.
    WERI/ICEG (1994) S. 325f.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. Blommestein, H. J., Lange, J. R. (1993) S. 29.Google Scholar
  64. 64.
    Obwohl keine disaggregierten Daten über direkte und indirekte Beteiligungen im polnischen Bankensektor vorliegen, sind die Moral Hazard-Risiken für polnische Banken trotzdem relevant, weil der Staat den Hauptanteil der Bankaktien besitzt.Google Scholar
  65. 65.
    Várhegyi, É. (1993) S. 12f.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. Várhegyi, É. (1993) S. 30.Google Scholar
  67. 67.
    Obwohl eine multilaterale Finanzinstitution wie die EBRD in Frage käme, bevorzugen beide Länder eine westliche Geschäftsbank als strategischen Investor. Vgl. Sikora, S., Miszerak, M. (1993) S. 131.Google Scholar
  68. 68.
    Värhegyi É. (1993) S. 31. Das ist in Polen bereits der Fall. Dort hat der Staat als Minderheitsbeteiliger nur beschränktes Mitspracherecht über die alltäglichen Geschäftsbelange. Jedoch verfügt der Staat in Ausnahmesituationen, insbesondere beim Wechsel des Managements, über Sonderwahlrechte. Sowohl der Umfang der staatlichen Beteiligung als auch die Eigenschaften der damit verbundenen Sonderwahlrechte sind Verhandlungssache zwischen den strategischen Partnern. Vgl. Sikora, S., Miszerak, M. (1993) S. 131.Google Scholar
  69. 69.
    Diese Vorschrift wurde in Anlehnung an das Privatization Law formuliert. Letzteres ist im allgemeinen konsistent mit dem Ziel des Staates, die Angestellten an den privatisierten Firmen zu beteiligen. Vgl. Sikora, S., Miszerak, M. (1993) S. 131.Google Scholar
  70. 70.
    The Banker (Juli 1994) S. 42.Google Scholar
  71. 71.
    The Banker (Juli 1994) S. 42.Google Scholar
  72. 72.
    In der Umfrage hatten die Banken zum Beispiel keine Antwort auf einige grundsätzliche Fragen wie, ob sie: 1) weiterhin eine regionale Bank bleiben oder eine nationale Bank werden wollten, 2) sich von anderen Banken unterscheiden wollten, 3) sich spezialisieren wollten, wenn ja, wie, 4) diese Entwicklung selbständig oder mit einem etv. ausländischen Partner machen wollten usw. Diese Studie wurde von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Ernst & Young, KPMG und Price Waterhouse durchgeführt. Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 87.Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. Sikora, S., Miszerak, M. (1993) S. 130. Anfang 1992 schlossen die folgenden Banken gegenseitige Abkommen: Wielkopolski Bank Kredytowy in Posen und Allied Irish Bank, Bank Gdanski und NMB Bank, Bank Zachodni in Breslau und Midland Montagu, PBK in Warschau und Bancario San Paolo di Torino, Pomorski Bank Kredytowy in Stettin und Unibank, Bank Przemyslowo-Handlowy in Krakau und ABN AMRO, und Bank Depozytowo-Kredytowy in Lublin und Bank of Ireland. Diese etwa zweieinhalb- bis dreijährigen Abkommen sehen die praktische und technische Unterstützung der polnischen Banken durch den westlichen Partner vor. Desweiteren geben sie dem westlichen Partner die Gelegenheit zum Erwerb von 20 Prozent der Aktien bei der Privatisierung der Bank. Vgl. WERI/ICEG (1994) S. 88.Google Scholar
  74. 74.
    In diesem Abschnitt werden die Vorteile des Universalbankensystems gegenüber dem angloamerikanischen System nicht mehr diskutiert. Für eine Diskussion vgl. Gray, H. P. (1994) und Buch, C. M. (1993). Diese Frage hat an Aktualität verloren, weil sich sowohl Polen als auch Ungarn für ein Bankensystem nach den Vorschriften der EU entschlossen haben.Google Scholar
  75. 75.
    Wie im vorangehenden Abschnitt erläutert, ist eine der Ursachen für Gläubigerpassivität die Tatsache, daß einige der Hauptkunden der Banken gleichzeitig Kapitalbeteiligungen an den Banken haben. Dies könnte die Fähigkeit der Banken, ihre offenen Posten in den Krediten zu reduzieren und dieser Gruppe von Schuldnern Kredite zu verweigern, beschränkt haben. Darüber hinaus könnte die Kapitalbeteiligung der Banken bei ihren Schuldnern die Banken von der Verhärtung ihrer Budget-Restriktionen gegenüber diesen Schuldnern abgehalten haben, damit die Banken den Wert ihrer Beteiligung schützen konnten. Wenn folglich die Banken zur Übernahme der angemessenen Corporate Governance der Staatsunternehmen (d.h. zur aktiven Überwachung der Leistung der Betriebe) und zur rationalen Zuteilung der Kredite (d.h. zur Kreditentscheidung nach Leistung der Betriebe) aufgefordert werden sollen, dann ist es notwendig die Kreuzverflechtung zwischen ihnen und ihren Hauptschuldnern zu beschränken.Google Scholar
  76. 76.
    Dittus, P. (1993) S. 26, Tabelle 12.Google Scholar
  77. 77.
    Dittus. P. (1993) S. 29.Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. Dittus, P. (1993) S. 29.Google Scholar
  79. 79.
    Dittus, P. (1993) S. 29.Google Scholar
  80. 80.
    Dittus, P. (1993) S. 30.Google Scholar
  81. 81.
    Zur Diskussion von Gläubigerpassivität vgl. Abschnitt 5.1.2.1.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. Davies, S., McManus, D. (1991) S. 921.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. Davies, S., McManus, D. (1991) S. 921.Google Scholar
  84. 84.
    Vg1. Boot, A. W. A., Greenbaum, S. (1993) S. 264.Google Scholar
  85. 86.
    Im folgenden auch Zwischen-Firmen-Kredite, kurz ZFK, genannt.Google Scholar
  86. 87.
    Vgl. Mitchell, J. (1993).Google Scholar
  87. 88.
    Die durchschnittliche Wachstumsrate von bereinigten ZFK ist -0,3 Prozent für 1992 und 4,35 Prozent für 1993.Google Scholar
  88. 89.
    Wohingegen der Anteil der gesamten ZFK am BIP im Polen — selbst bei einer vorsichtigen Schätzung von 50 Prozent Außenständen — im vierten Quartal 1991 immer noch bei etwa 12,5 Prozent des nominalen BIP lag.Google Scholar
  89. 90.
    Vgl. Várhegyi, É. (1993).Google Scholar
  90. 91.
    Vgl. Mosolygó, Z. S. (1993).Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Mariano R. Viola

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