Zusammenfassung

Die Zufriedenheit von Versicherungsvertretern1 kann losgelöst von wirtschaftlichen Überlegungen Bestandteil des Zielsystems eines Versicherungsunternehmens sein, um Interesse an der Förderung von Humanzielen zu dokumentieren und eine ethisch-normative Richtschnur für unternehmerisches Handeln gegenüber den Versicherungsvertretern zu verankern. Zur ökonomischen Rechtfertigung der Aufnahme der Zufriedenheit von Versicherungsvertretern in den Zielkatalog eines Versicherungsunternehmens wäre jedoch nachzuweisen, dass hohe Vertreterzufriedenheit2 zur Realisierung von Wettbewerbsvorteilen beiträgt und die relative Wettbewerbsposition eines Versicherungsunternehmens verbessert.3 Obwohl die Beschäftigung mit der Zufriedenheit in der Marketingwissenschaft seit Anfang der 60er Jahre über Forschungstradition verfügt,4 existieren weder theoretische Erkenntnisse noch empirische Befunde, die den Zusammenhang zwischen Vertreterzufriedenheit und Wettbewerbsvorteilen eindeutig belegen.

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Literatur

  1. Es wird sicherlich insbesondere von einer Frau erwartet, auch von Versicherungsvertreterinnen zu sprechen, was allerdings die Lesbarkeit des Textes stark strapazieren würde. Die deutsche Sprache bietet leider keine überzeugende Möglichkeit, weibliche und männliche Person gleichzeitig und gleichberechtigt auszudrücken. Da der Beruf des Versicherungsvertreters nach wie vor überwiegend von Männern ausgeübt wird, wird die männliche Person als Kurzform für beide Geschlechter gewählt.Google Scholar
  2. Vertreterzufriedenheit wird als verkürzender Terminus für die Zufriedenheit von Versicherungsvertretern verwendet.Google Scholar
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  19. intensiv bearbeiteten Gebiet des Sales Management haben „Unterschiede in Kultur, Geschichte und Marktstruktur dazu geführt, daß eine Theorie des Sales Management im deutschsprachigen Raum vergleichsweise schwach ausgeprägt ist (…)“ Plinke 1995, S. 121. Die deutschsprachige Forschung konzentriert sich dabei ebenfalls auf angestellte Reisende. Vgl. z.B. Albers 1989, hier S. 49 oder Krafft 1995, hier S. 64; Zentes 1980, hier S. 43.Google Scholar
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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Gertrud Schmitz

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