Advertisement

Die Zitathaftigkeit als Eigenschaft der Kunst und Literatur des 20. Jahrhunderts

  • Eva Bauer Lucca
Chapter
  • 171 Downloads
Part of the Literaturwissenschaft / Kulturwissenschaft book series (LWKW)

Zusammenfassung

Das Phänomen der Intertextualität ist so alt wie die Literatur selbst. Schon immer haben Autoren auf ihr kulturelles Erbe zurückgegriffen. Das Zitieren von Texten ist eine der möglichen Bezugnahmen auf einen Prätext und gilt ganz allgemein als intertextueller Prozeß. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts zeigt sich besonders in der Kunst der Avantgarde eine auffällige Orientierung an fremden Texten. Im Modernismus wird das Prinzip der intertextuellen Bezugnahme auf andere Kunstwerke sogar zur Grundlage der literarischen und künstlerischen Struktur schlechthin. Dominiert nun im indivuellen oder epochalen Stil die zitathafte Relation, so bezeichnet man diese Form von Intertextualität als “Zitathaftigkeit.”1 Die kroatische Literaturwissenschaftlerin Dubravka Oraić Tolić übernimmt diesen Begriff von Victor lovskij, der sich schon in den zwanziger Jahren mit dem Phänomen der Intertextualität beschäftigt und den Ausdruck “Zitathaftigkeit” eingesetzt hatte, um die Wechselbeziehung zwischen den verschiedenen Texten zu beschreiben. Diese Wechselbeziehung kann primär vom fremden Text ausgehen und den eigenen steuern — wie dies beim Epigonentum der Fall ist — oder auch vom eigenen zum fremden Text führen. lovskijs Interesse galt indes besonders diesem zweiten Verfahren, das als “Verfremdung” ein neues Sehen des Prätextes im Rahmen des eigenen Textes ermöglicht 2.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1.
    D. Oraić Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 10.Google Scholar
  2. 2.
    Ebda., S. 20.Google Scholar
  3. 3.
    Ebda., S. 22.Google Scholar
  4. 4.
    D. Oraié Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 57.Google Scholar
  5. 5.
    D. Oraić Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 243.Google Scholar
  6. 6.
    Ebda., S. 244.Google Scholar
  7. 7.
    Ebda., S. 113.Google Scholar
  8. 8.
    D. Oraié Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 71.Google Scholar
  9. 9.
    Ebda., S. 72.Google Scholar
  10. 10.
    Ebda., S. 66.Google Scholar
  11. 11.
    Ebda., S. 73.Google Scholar
  12. 12.
    Ebda., S. 74.Google Scholar
  13. 13.
    Ebda., S. 62.Google Scholar
  14. 14.
    D. Oraić Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 121.Google Scholar
  15. 15.
    Ebda., S. 122–123.Google Scholar
  16. 16.
    Ebda., S. 151.Google Scholar
  17. 17.
    D. Oraié Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 141.Google Scholar
  18. 18.
    Ebda., S. 322.Google Scholar
  19. 19.
    Ebda., S. 122.Google Scholar
  20. 20.
    H. R. Vaget, Thomas Mann und James Joyce, S. 128.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. dazu auch: H. R. Vaget, Thomas Mann und James Joyce, S. 127; H. Lehnert, Doktor Faustus, ein moderner Roman mit offenem historischem Horizont, S. 163–177.Google Scholar
  22. 22.
    D. Oraić Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 150.Google Scholar
  23. 23.
    Ebda., S. 160.Google Scholar
  24. 24.
    D. Oraić Tolić, Das Zitat in Literatur und Kunst, S. 279.Google Scholar
  25. 25.
    A. Bohnenkamp, Variation eines Mythos: Faust in Europa, S. 97.Google Scholar
  26. 26.
    W. Jasper, Faust und die Deutschen, S. 8.Google Scholar
  27. 27.
    W. Jasper, Faust und die Deutschen, S. 100.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. dazu Faust und das Faustische des SS-Hauptsturmführers Hans Ernst Schneider, der seine Habilitationsschrift 1962 unter dem Namen Hans Schwerte veröffentlichte. Im Frühjahr 1995 sah sich Schwerte gezwungen, seine eigentliche Identität in einer Selbstanzeige bei der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule bekanntzugeben, nachdem ihm holländische Journalisten auf die Spur gekommen waren. Die Schrift gilt als eines der wichtigsten Gründungsdokumente der ideologiekritischen Literaturwissenschaft. Ironischerweise aber stellt Schwerte alias Schneider sein Werk unter zwei Motti, deren Perfidität erst heute so richtig zum Vorschein kommt. Zu Mephistos Worten aus Goethes Faust „Doch werden sich Poeten finden, / Der Nachwelt deinen Glanz zu künden, / Durch Torheit Torheit zu entzünden.” (vv. 10187–10191) gesellt sich ein Zitat von Joseph Goebbels „... nein, wir Deutsche ...interessieren uns nur für das Schicksal!”. Vgl. dazu T. Zabka, Vom „deutschen Mythus” zum „Kriegshilfedienst”: Faust-Aneignungen im nationalsozialistischen Deutschland, S. 327 und ausführlich W. Jasper, Faust und die Deutschen, S. 18–31.Google Scholar
  29. 29.
    P. Michelsen, Faust und die Deutschen, S. 236.Google Scholar
  30. 30.
    H. Henning (Hg.), Faust-Bibliographie, S. 471.Google Scholar
  31. 31.
    G.Mahal, Der tausendjährige Faust, S. 181.Google Scholar
  32. 32.
    U. W. Ketelsen, Literatur und Drittes Reich, S. 389–390.Google Scholar
  33. 33.
    G. Mahal, Der tausendjährige Faust, S. 181; J. Vogt, Goethe aus der Ferne, S. 12.Google Scholar
  34. 34.
    G. Mahal, Der tausendjährige Faust, S. 194.Google Scholar
  35. 35.
    G. Mahal, Der tausendjährige Faust, S. 181. Vgl. dazu auch U.-K. Ketelsen, Literatur und Drittes Reich; H. Koopmann, Mit Goethes Faust hat mein Roman nichts gemein. Thomas Mann und sein Doktor Faustus. Google Scholar
  36. 36.
    J. Vogt, Goethe aus der Ferne, S. 13.Google Scholar
  37. 37.
    Nicht der damaligen Staatsdoktrin angepaßt sind u.a.: Kurt May, Faust. 2. Teil in der Sprachform gedeutet (Berlin1936) und Max Kommerell, Faust. Zweiter Teil. Zum Verständnis der Form (Frankfurt/M 1937).Google Scholar
  38. 38.
    E. Sagarra, Faust im Tornister, S. 311.Google Scholar
  39. 39.
    Zitiert in: J. Smeed, Faust in Literature, S. 30.Google Scholar
  40. 40.
    G. Mahal, Der tausendjährige Faust, S. 18.Google Scholar
  41. 41.
    W. Jasper, Faust und die Deutschen, S. 9.Google Scholar
  42. 42.
    Ideologisch angepaßte Faust-Bearbeitungen aus den Jahren 1932–1936: Prosa: Ernst Kratzmann, Faust (Wien 1932); Joseph Goebbels, Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern (München 1934); Drama: Arthur Gstöttner, Der Wanderer (1933); Bernhard Kummer, Heimkehr im Schatten. Ein Lebensspiel zwischen Teufel und Gott (Leipzig 1933); Albert Grossmann, Faust (1934); Hörspiel: Walter Gilbricht, Dr. Johannes Faust (1934). Vgl. dazu auch die Zusammenstellungen von André Dabezies, Visages de Faust au XXe Siècle (Paris 1967) und Hans Henning, Faust-Variationen. Beiträge zur Editionsgeschichte vom 16. bis zum 20. Jahrhundert (München 1993).Google Scholar
  43. 43.
    Zitiert in: T. Zabka, Vom ,deutschen Mythos’ zum ,Kriegshilfedienst’: ,Faust’-Aneignungen im nationalsozialistischen Deutschland, S. 314.Google Scholar
  44. 44.
    Ebda., S. 313.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. auch das Zitat aus Goethes Faust, das Hans Schwerte [eigentlich Hans Ernst Schneider] seiner Studie Faust und das Faustische vorangestellt hat. Mephistos Einwand “Doch werden sich Poeten finden,/ Der Nachwelt deinen Glanz zu künden, / Durch Torheit Torheit zu entzünden” (vv. 10189–10191) ist die direkte Antwort gerade auf jenen Ausspruch von Faust, der ideologisch so strapaziert worden ist: “Herrschaft gewinn’ ich, Eigentum! / Die Tat ist alles, nichts der Ruhm.” (vv. 10187–10188).Google Scholar
  46. 46.
    Ebda., S. 316.Google Scholar
  47. 47.
    Zitiert nach T. Zabka, Vom deutschen Mythus, S. 315.Google Scholar
  48. 48.
    A. Klönne, Heimkehr zu Goethe?, S. 146.Google Scholar
  49. 49.
    Ebda., S. 147Google Scholar
  50. 50.
    Zitiert in F. Möbus (Hg.), Faust als Mythos, S. 315.Google Scholar
  51. 51.
    R. Alewyn, Goethe als Alibi, S. 686.Google Scholar
  52. 52.
    Auswahl angepaßter Arbeiten aus den Jahren 1930–1944: Eugen Kühnemann, Goethe (Leipzig 1930); Alfred Rosenberg, Mythus des 20. Jahrhunderts (München 1930/1940); Heinz Kindermann, Goethes Weg zur Gestaltung des faustischen Menschens (Danzig 1923); Ernst Schrumpf, Der nationale Goethe. Ein Wegweiser für unsere Tage (München 1932); Walter Linden, Goethe und die deutsche Gegenwart (Berlin 1932); Ernst Schrumpf, Der nationale Goethe (München 1932); Wilhelm Böhm, Faust der Nichtfaustische (Halle 1933); Walter Linden, Aufgaben einer nationalen Literaturwissenschaft (München 1933); Kurt Engelbrecht, Faust im Braunhemd (Jena 1933); Ludwig Hänsel, Das faustische Schicksal (Wien 1934); August Raabe, Goethes Sendung im Dritten Reich (Bonn 1934); Bernhard Kummer, Anfang und Ende des faustischen Jahrtausends (Leipzig 1934); Richard Grützmacher, Goethes Faust; Ein deutscher Mythus (Berlin 1936); Julius Petersen, Faustdichtungen nach Goethe (Halle a.S. 1936); Ilse Anker, Deutsche Faustdichtungen nach Goethe (Berlin 1937); Franz Koch, Goethe und die Juden (1937); Baldur v. Schirach, Goethe an uns (München 1938); Hans Carossa, Wirkungen Goethes in der Gegenwart (Leipzig 1938); Hermann August Korff, Faustischer Glaube.Versuch über das Problem humaner Lebenshaltung (Göttingen 1938); Baldur v. Schirach, Goethe in unserer Zeit (München 1938); Karl Gabler, Faust-Mephisto, der deutsche Mensch (Berlin 1938); Wolfgang Beurlen, Faust in dieser Zeit (Hamburg 1939/40); Georg Schott, Goethes Faust in heutiger Schau (Stuttgart 1940); Ernst Beutler, Der Kampf um die Faustdichtung (Leipzig 1941); Kurt Hildebrandt, Goethe. Seine Weltweisheit im Gesamtwerk (Leipzig 1941); Ernst Beutler, Goethes Faust ein deutsches Gedicht (Stuttgart/Berlin 1941); Reinhard Buchwald, Goethes Faust-Dichtung als deutscher Mythus (Leipzig 1942); Reinhard Buchwald, Führer durch Goethes Faustdichtung. Erklärung des Werkes und Geschichte seiner Entstehung (Stuttgart 1942); Paul Husfeldt, Schuld und Tragik in Goethes Faust (1944); Hans Volkelt, “Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.” Goethes Faust — und Deutschland Lebensanspruch (Leipzig 1944). Vgl. dazu auch U.-K. Ketelsen, Literaturgeschichten als Instrumente literarischer Kanonbildung im Dritten Reich.Google Scholar
  53. 53.
    1933 beklagt Hermann Broch hingegen den Prozeß des Wertezerfalls in der Kunst, an dessen Ende er das „ästhetisch Böse” stellt. In: H.B., “Das Böse im Wertsystem der Kunst”, S. 189.Google Scholar
  54. 54.
    Brief vom 22.12.1932 an Hermann Hesse. In: H. H. — Thomas Mann Briefwechsel, S.23.Google Scholar
  55. 55.
    Neue Badische Landeszeitung, Mannheim vom 16.10.1931. Wurde später unter dem Titel “Ein Abend bei Doktor Faust” in Hesses Fabulierbuch (1935) aufgenommen.Google Scholar
  56. 56.
    H. Hesse, Das Fabulierbuch, S. 308.Google Scholar
  57. 57.
    K. Mann, Tagebücher 1934–1935, S. 48–49.Google Scholar
  58. 58.
    Zitiert nach E. Spangenberg, Karriere eines Romans. Mephisto, Klaus Mann und Gustaf Gründgens, S. 94.Google Scholar
  59. 59.
    H. Hesse, Das Glasperlenspiel, S. 114.Google Scholar
  60. 60.
    Ebda., S. 253.Google Scholar
  61. 61.
    A. Jäger, Schriftsteller aus der DDR, S. 218.Google Scholar
  62. 62.
    P. Huchel, Gesammelte Werke, S. 410.Google Scholar
  63. 63.
    Das Hörspiel von Walter Gilbricht Dr. Johannes Faust ist bisher ungedruckt geblieben. Vgl. dazu: H. Henning, Faust-Variationen, S. 397.Google Scholar
  64. 64.
    W. Jasper, Faust und die Deutschen. Ein ewiger Mythos, S. 67.Google Scholar
  65. 65.
    B. Brecht, Der unaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, S. 95 und vgl. Szene “Marthens Garten”: “Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?” (vv. 3415) in J. W. Goethe, Faust, HA Bd. 3, S. 109.Google Scholar
  66. 66.
    W. Mehring, Staatenlos im Nirgendwo, S. 81–82.Google Scholar
  67. 67.
    Brief vom 4.2.1933 an Anni Rebenwurzel. Zitiert in: G. Mahal, Der tausendjährige Faust, S. 399.Google Scholar
  68. 68.
    “Die Weltbühne” 17.5.1932.Google Scholar
  69. 67.
    War im Exil in Schweden. Hat dort möglicherweise Selma Lagerlöf zu ihrer FaustKomödie (1940) angeregt.Google Scholar
  70. 68.
    Lebte nach 1933 in Wien und hatte vermutlich Kontakt zum literarischen Kreis um Karl Kraus.Google Scholar
  71. 69.
    Exil in Israel, wo auch das Faust-Fragment entstanden ist.Google Scholar
  72. 72.
    J.W. Smeed, Faust in literature, S. 31–32.Google Scholar
  73. 73.
    K. Sauerland, „Er wußte noch mehr...”. Zum Konzeptionsbruch in Thomas Manns Doktor Faustus unter dem Einfluß Adornos, S. 134; Vgl. dazu auch H. Kurzke, Thomas Mann. Epoche-Werk-Wirkung, S. 277.Google Scholar
  74. 74.
    H. Kurzke, Thomas Mann. Epoche-Werk-Wirkung, S. 280.Google Scholar
  75. 75.
    H.-J. Sandberg, Faschismuskritik als Selbstkritik bei Thomas Mann vor 1933 und im Exil, S. 118.Google Scholar
  76. 76.
    T. J. Reed, Die letzte Zweiheit. Kunst-, Menschen- und Geschichtsverständnis im Doktor Faustus, S. 294–311. Google Scholar
  77. 77.
    W. Boehlich, Thomas Manns Doktor Faustus, S. 593. Vgl dazu auch H. R. Vaget, “Kaisersaschern als geistige Lebensform, S. 203. Google Scholar
  78. 78.
    V. Dörr, Apocalipsis cum figures, S. 270. Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. zu Manns Faschismustheorie ausführlich H. Kurzke, Thomas Mann. Epoche-Werk-Wirkung. Am deutlichsten erkennt man die ästhetische Herkunft von Manns Faschismustheorie im Aufsatz Bruder Hitler (1939), wo Hitler, selbst “auf der Stufe der Verhunzung”, als “eine interessante Erscheinungsform des Künstlertums” dargestellt wird, S. 225. Google Scholar
  80. 80.
    B. Sorensen, Thomas Manns Doktor Faustus. Mythos und Lebensberichte, S. 92. Google Scholar
  81. 81.
    Brief an Margot Klausner vom 8.1.1948. In: T. Mann, Selbstkommentare. Doktor Faustus, S. 148.Google Scholar
  82. 82.
    Brief an John Herz vom 15.4.1949. In: Ebda., S. 278.Google Scholar
  83. 83.
    Brief an Erika Mann vom 6.11.1948. In: Ebda., S. 237.Google Scholar
  84. 84.
    Brief an Elsa Leipen vom 21.3.1950. In: Ebda., S. 298.Google Scholar
  85. 85.
    Brief an T. W. Adorno vom 30.12.45. In: Ebda., S. 73.Google Scholar
  86. 86.
    Brief an Erich von Kahler vom 20.10.1944. In: Ebda., S. 38.Google Scholar
  87. 87.
    K. Hamburger, Anachronistische Symbolik. Fragen an Thomas Manns Faustus-Roman, S. 141. Vgl. dazu auch die frühe Arbeit von W. Boehlich aus dem Jahre 1948, Thomas Manns Doktor Faustus, S. 593, J. Vogt, Nochmals: ‘Roman (m)einer Epoche’, S. 322 und J. J. Petersen: Gegen-Lesen, S. 8.Google Scholar
  88. 88.
    Brief an Margot Klausner vom 8.1.1948. In: T. Mann, Selbstkommentare. Doktor Faustus, S. 147.Google Scholar
  89. 89.
    K. Kerényi — T. Mann, Gespräch in Briefen, S. 98.Google Scholar
  90. 90.
    Vgl. dazu auch H. Lehnert, Goethe, das deutsche Wunder’. Thomas Manns Verhältnis zu Deutschland im Spiegel seiner Goethe-Aufsätze, S. 137.Google Scholar
  91. 91.
    T. Mann, Notizenkonvolut zu Doktor Faustus, TMA Ms 33/5.Google Scholar
  92. 92.
    Die vier Strukturschichten von Doktor Faustus sind in der Reihenfolge ihrer Entstehung: der Künstlerroman, der Faustroman, der Gesellschaftsroman und der Deutschlandroman. Vgl.: H. Kurzke, Thomas Mann. Epoche-Werk-Wirkung, S. 276. Vgl. dazu T. Manns ausführlichen Brief an Enzo Paci vom 12.8.1950. In: T. Mann, Selbstkommentare. Doktor Faustus, S. 305 ff.Google Scholar
  93. 93.
    Brief an Enzo Paci vom 12.8.1950. In: T. Mann, Selbstkommentare. Doktor Faustus, S. 306.Google Scholar
  94. 94.
    E. Mann, Thomas Mann Briefe II, S. 461.Google Scholar
  95. 95.
    Brief vom 3.9.1944 an Agnes E. Meyer. In: Ebda., S. 33.Google Scholar
  96. 96.
    Vgl. dazu ausführlich Kapitel 7.2 “Die Fausttradition der dreißiger Jahre als Ausgangspunkt”.Google Scholar
  97. 97.
    Vgl. Kapitel 7.3 “Mißbrauch eines Mythos. Vereinnahmung von Goethes Faust” und Kapitel 7.4 “Faust als literarische Antwort auf die Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus”.Google Scholar
  98. 98.
    K. Hamburger, “Anachronistische Symbolik. Fragen an Thomas Manns Faustus-Roman”, S. 143. Vgl. dazu auch: H.R. Vaget, Kaisersaschern als geistige Lebensform, S. 201.Google Scholar
  99. 99.
    T. Mann, Leiden und Größe Richard Wagners, GW IX, 363–426.Google Scholar
  100. 100.
    T. Mann, Tagebücher 1933–1934, S. 321.Google Scholar
  101. 101.
    T. Mann, Tagebücher 1933–1934. Hervorhebung durch die Verfasserin.Google Scholar
  102. 102.
    Ebda., S. 486.Google Scholar
  103. 103.
    Ebda., S. 479. Kursiv von Thomas Mann.Google Scholar
  104. 104.
    T. Mann, Tagebücher 1933–1934, S. 487.Google Scholar
  105. 105.
    Brief an Ernst Schertel vom 29.9.1953. In: T. Mann, Selbstkommentare. Doktor Faustus, S. 339. Hervorhebung durch die Verfasserin. Vgl. dazu auch H. Lehnert, Die Dialektik der Kultur. Mythos, Katastrophe und die Kontinuität der deutschen Literatur in Thomas Manns Doktor Faustus. Google Scholar
  106. 106.
    J.W. Goethe, Briefe, Bd. 4, S. 112. (kursiv Verfasserin)Google Scholar
  107. 107.
    T. Mann, Briefe I. 1889–1936, S. 301.Google Scholar
  108. 108.
    Vgl. dazu auch den Abschnitt “Das Politicum” in: H. Kurzke, Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk, S. 409–411.Google Scholar
  109. 109.
    T. Mann, Tagebücher 1933–1934, S. 175.Google Scholar
  110. 110.
    Vom 14.9. — 20.9.1933 tagte in London der “Untersuchungsausschuß zur Aufklärung des Reichtagsbrandes”. In: B. Brecht. Werke. Stücke 7, S. 361.Google Scholar
  111. 111.
    Vielsagend im zeitgeschichtlichen Zusammenhang erscheint die Tatsache, daß sich auch Brecht eine Mappe über die Ereignisse von 1934 angelegt hatte und daß ihm der Allert de Lange Verlag (Amsterdam), dem Brecht eine erste Fassung von Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui unterbreitet hatte, 1934 eine zurückhaltende Antwort gegeben hatte.Google Scholar
  112. 112.
    Zitiert nach H. Kurzke, Thomas Mann. Das Leben ein Kunstwerk, S. 410.Google Scholar
  113. 113.
    T. Mann, Das Motiv der Verhunzung, des Herunterkommens, Ms 69 violett, Z. 22–27. Die Editionszeichen folgen denjenigen der Notizbücher Thomas Manns 1–14. Vgl. auch Einleitung, Fußnote 3.Google Scholar
  114. 114.
    Im Anhang der vorliegenden Untersuchung findet sich die vollständige Transkription des Manuskripts „Das Motiv des Herunterkommens, der Verhunzung” mit Genehmigung des S. Fischer-Verlags.Google Scholar
  115. 115.
    E. Spangenberg, Karriere eines Romans, S. 88.Google Scholar
  116. 116.
    T. Mann, Bruder Hitler, GW XII, 850–852.Google Scholar
  117. 117.
    T. Mann, Leiden an Deutschland , GW XII, 763.Google Scholar
  118. 118.
    T. Mann, Leiden an Deutschland , GW XII, S. 745.Google Scholar
  119. 119.
    Ebda., S. 749. Vgl. dazu auch B. Brecht, Der uaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, in dem diese Ereignisse thematisiert werden.Google Scholar
  120. 120.
    Ebda., S. 746.Google Scholar
  121. 121.
    Brief an K. Kerényi vom 4.8.1934. In: K. Kerényi/Thomas Mann, Romandichtung und Mythologie, S. 40.Google Scholar
  122. 122.
    Diese Vermutung findet sich schon bei B.A. Sørensen, Thomas Manns Doktor Faustus, S. 85.Google Scholar
  123. 123.
    T. Mann, Das Motiv der Verhunzung, des Herunterkommens, Ms 69 violett.Google Scholar
  124. 124.
    W. Jasper, Faust und die Deutschen, S. 52.Google Scholar
  125. 125.
    P.-K. Schuster, Melencolia I, S. 394.Google Scholar
  126. 126.
    U.-K. Ketelsen, Literatur im Dritten Reich, Umschlagabbildung.Google Scholar
  127. 127.
    H. Wysling, ‘Mythus und Psychologie’ bei Thomas Mann. In: H.W., Dokumente und Untersuchungen, S.168.Google Scholar
  128. 128.
    P.-K. Schuster, Melencolia I, Dürers Denkbild, S. 396.Google Scholar
  129. 129.
    G. Schnitzler (Hg.), Bild und Gedanke, S. 421.Google Scholar
  130. 130.
    T. Mann, Das Motiv des Herunterkommens, der Verhunzung.Google Scholar
  131. 131.
    S. Holtuis, Intertextualität, S. 215.Google Scholar
  132. 132.
    P.-K. Schuster, Melencolia I, Dürers Denkbild, S. 397.Google Scholar
  133. 133.
    H.W. Heister, Musik und Musikpolitik im faschistischen Deutschland, S. 116.Google Scholar
  134. 134.
    Ebda., S. 117.Google Scholar
  135. 135.
    NZZ Sportsblatt vom 4.11.1935. In: T. Mann, Materialien zu Doktor Faustus, TMA Mat. 6/87. Google Scholar
  136. 136.
    Ebda., S. 115.Google Scholar
  137. 137.
    S. Galassi, Un singolare metodo d’indottrinamento popolare: I Wochensprüche nazionalsocialisti, S. 243. Das Original des zitierten Wochenspruchs befindet sich auf der Arbeitsstelle für Kommunikationsgeschichte und interkulturelle Publizistik der Freien Universität Berlin (Prof. Dr. Bernd Sösemann).Google Scholar
  138. 138.
    Vgl. dazu auch: G. Bergsten, Thomas Manns Doktor Faustus; E. Heller, Doktor Faustus und die Zurücknahme der Neunten Symphonie; Hans Mayer, Buch des Endes. Doktor Faustus. In: H. M., Thomas Mann; E. Seiwert, Beethoven-Szenarien: Thomas Manns Doktor Faustus und Adornos Beethoven-Projekt.Google Scholar
  139. 139.
    M. Hamburger, Zur Krise des Neuen. In: Literaturmagazin 13, S. 63.Google Scholar
  140. 140.
    P. V. Brinkemper, Spiegel & Echo. Intermedialität und Musikphilosophie in Doktor Faustus, S. 12.Google Scholar
  141. 141.
    E. Bauer Lucca, “‘Diesmal wird mit dem Namen herausgeplatzt’. Bemerkungen zum vollständigen Romantitel von Thomas Manns Doktor Faustus”. In: Colloquia Germanica 29, S. 223–234.Google Scholar
  142. 142.
    J.W. Goethe, Briefe, HA. Bd. 4, S. 112.Google Scholar
  143. 143.
    Vgl. dazu ein Jahr nach dem Erscheinen des Romans die frühe Kritik von Ludwig Marcuse, Der unerlöste Faust (1948).Google Scholar
  144. 144.
    Brief an Karl Kerényi vom 20.6.1949. In: T. Mann, Selbstkommentare. Doktor Faustus, S. 281.Google Scholar
  145. 145.
    H.R. Vaget, Thomas Mann und James Joyce: Zur Frage des Modernismus im Doktor Faustus, S. 146.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Eva Bauer Lucca

There are no affiliations available

Personalised recommendations