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Kollektive Arbeitsbeziehungen im Zeichen staatlicher Regelung

  • Wolfgang-Ulrich Prigge
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Part of the DUV Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Da sich die Bestimmungen über die Interessenvertretung der Arbeitnehmer im Zusammenhang mit den Bestimmungen über die Repräsentativität gewandelt haben, sollen beide Bestimmungsformen mit ihren wechselseitigen Bezügen dargestellt werden.

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Literatur

  1. 99.
    In Kleinbetrieben können die Belegschaftsdelegierten (als einzige) zu Gewerkschaftsdelegierten bestimmt werden: „Dans les entreprises plus petites, seuls les DP peuvent être désignés DS durant la durée de leur mandats“ (Tschobanian 1996: 260).Google Scholar
  2. 100.
    Vor allem bei der Gestaltung von Arbeitsplänen sowie bei Abkommen über die Gewinnbeteiligung von Arbeitnehmern (vergl. van Ruysseveldt/Visser 1996: 112f. sowie Juès 1995: 5ff.).Google Scholar
  3. 101.
    Juès spricht demzufolge von einem „monopole syndicale de premier tour“ (1995:35).Google Scholar
  4. 102.
    Ebenso: „La loi a attaché une telle valeur seulement aux conventions qui interviennent entre organisations les plus représentatives“ (Yannakourou 1995: 114).Google Scholar
  5. 103.
    „la diversification structurelle des conventions“ (Yannakourou 1995: 114)Google Scholar
  6. 104.
    vergl. auch Despax/Rojot: the act of 24.June 1936 introduced two essential features which remain very important in the present system, namely the special role of the most representative unions and the possibility of the extension, by the Minister of Labour....of a collective agreement.., making it binding even for enterprises or employers not party to its negotiation and signature“ (1987: 244f.; ebenso: Morin 1998: 421)Google Scholar
  7. 105.
    ebenso Morin: ...syndicats représentatifs, c’est à dire qui ont qualité pour parler au nom de tout le groupe sociale“ (1996: 353).Google Scholar
  8. 106.
    Morin führt die Aufhebung der Unterscheidung von Kollektivverträgen durch repräsentative und nichtrepräsentative Gewerkschaften darauf zurück, daß der Gesetzgeber grundsätzlich von branchenbezogenen Tarifverhandlungen ausgegangen sei. Auf dieser Ebene habe man es nicht fir notwendig gehalten, eine entsprechende Unterscheidung zu treffen. Risiken, die durch den Gewerkschaftspluralismus hatten entstehen können, erschienen dem Gesetzgeber fir diese Interaktionsebene offensichtlich unerheblich zu sein: „Aucune condition générale de représentativité n’a été posée à l’époque, vraisemblablement parce que les risques inhérents au pluralisme syndical étaient faibles dans la négotiation de branche“ (Morin 1988: 31).Google Scholar
  9. 107.
    vergl. Souriac-Rothschild:“... la siganture d’une seule organisation représentative selon l’un des deux modes indiqués suffit à la validité et à l’efficacité de la convention collective“ (1996: 464; ebenso: Morin 1988: 31).Google Scholar
  10. 108.
    Vorschläge für gesetzliche Bestimmungen, die eine Ungleichbehandlung repräsentativer Gewerkschaften vorsahen, konnten sich nicht durchsetzen (vergl. hierzu im einzelnen: Jansen 1987: 254 Fn. 203).Google Scholar
  11. 109.
    Auf Branchenebene konnten die Einwände der dissentierenden und entsprechend legitimierten Gewerkschaften die Ausweitung der Tarifregelungen durch den Arbeitsminister verhindern: „S’il s’agit d’accords de branche, ceux-ci doivent faire l’objet d’un arrêté d’extension par le ministre du Travail“ (Souriac-Rothschild 1996: 447).Google Scholar
  12. 110.
    siehe auch Jansen (1987: 102ff.); insbesondere dort das Schaubild auf den Seiten 104f..Google Scholar
  13. 111.
    „indemnités pour participation à de multiples conseils et, en premier lieu, les organismes sociaux“ (Labbé 1996: 89)Google Scholar
  14. 112.
    In der Regel wird in diesen Unternehmen für jeweils 800 Beschäftigte ein Arbeitnehmer freigestellt, um gewerkschaftsbezogene Aufgaben wahrzunehmen. Wie Labbé betont, geht diese Form von Ressourcenzuwendung über die Freistellungsregelungen hinaus, auf die ein Rechtsanspruch im Rahmen der gesetzlichen Interessenvertretung auf Betriebsebene besteht. „Mais ce n’est pas la même chose d’accorder quelques heures à plusieurs personnes, à la condition qu’elles soient élues par leurs camarades de travail, et d’en extraire une sur 800 de son milieu de travail selon des procedures plus ou moins opaques.“ (Labbé 1996: 100; vergl. dort auch weitere Angaben zu einzelnen Unternehmen und Branchen. Labbé hält die französische Regelung für im internationalen Vergleich besonders großzügig.)Google Scholar
  15. 113.
    Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen.Google Scholar
  16. 114.
    „La Cour Permanente de Justice de la Haye interprétant la formule par un avis du 31 juillet 1922 a décidé que si dans un pays il y plusieurs organisations syndicales représentatives des classes ouvrières, elle doivent être pris en compte par le gouvernement“ (Yannakourou 1995: 116 Fn. 47).Google Scholar
  17. 115.
    Für Jansen spricht die zusätzliche Aufnahme dieses Kriteriums dafür, daß die kommunistische CGT benachteiligt werden sollte (1987: 98f.). Yannakourou (1995: 163f.) betont hingegen, daß man mit dieser Entscheidung den Wiederaufbau von CGT und CFDT im Untergrund ebenso habe belohnen wollen wie die Beteiligung der CGT an der Widerstandsbewegung.Google Scholar
  18. 116.
    zur Kontinuität und Modifikation der Bestimmung von Repräsentativität vergl. auch: Clavel-Fauquenot 1992: 223ff. sowie: Canut 1989 und Desjardins 1994.Google Scholar
  19. 117.
    „Although it has secured state subsidies generally granted to union confederations, it has failed for the moment to get legal ‚representative’ status in social elections or in state welfare bodies, and has not been party to intersectoral negotiations“ (Goetschy 1998: 365).Google Scholar
  20. 118.
    An anderer Stelle formuliert derselbe Autor im gleichen Sinne, daß die Absicht bestand,“... den Staat durch den Aufbau eines funktionalen und funktionierenden Vertragssystems zu entlasten — eine Absicht, die auch mit der bundesdeutschen Tarifautonomie verfolgt wird“ (1985:49).Google Scholar
  21. 119.
    vergl. in diesem Sinne auch Sellier/Silvestre 1986, Goetschy/Rozenblatt 1992, Freyssinet 1993, RuysseveldtNisser 1996.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Wolfgang-Ulrich Prigge

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