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Zur Spezifik weiblicher Lebenslagen und Lebensläufe als Ausprägungen sozialer Ungleichheit

  • Wolfgang Clemens
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 183)

Zusammenfassung

Die bisherigen Ausführungen zur Lebenslage und deren Verzeitlichung in Lebensläufen waren eher grundsätzlicher Art und nicht systematisch geschlechtsspezifisch differenzierend angelegt. Allerdings wurde hier bereits ansatzweise deutlich, daß unter den sozialstrukturellen Dimensionen der Geschlechtsspezifik für die Ausgestaltung der Lebenslage eine besondere Bedeutung zukommt. Frauen und Männer können als historisch konstituierte soziale Gruppen aufgefaßt werden, die über die Geschlechtszugehörigkeit zueinander ins Verhältnis gesetzt sind (Becker-Schmidt 1995: 1). Soziale Ungleichheit resultiert dabei aus einer unterschiedlichen Vergesellschaftung in Familie, Arbeitsmarkt, Berufswelt, Öffentlichkeit und Staat. Deshalb unterscheidet Becker-Schmidt (1995: 9) Männer und Frauen qua sozialem Geschlecht als gesellschaftliche Gruppen, auch wenn sie aufgrund unterschiedlicher Klassen- und Ethniezugehörigkeiten ihrer Mitglieder nicht homogen sind. Sie sieht die Diskriminierung der weiblichen ‘Genus-Gruppe’ durch alle Lebensphasen hindurch und in bestimmten Dimensionen schichtübergreifend. Im folgenden Kapitel soll dem Rechnung getragen werden, indem die Spezifik weiblicher Lebenslagen und Lebens(ver)läufe unter dem Aspekt sozialer Ungleichheit herausgearbeitet wird.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

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  • Wolfgang Clemens

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