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Einführung

  • Christian Friedemann
Chapter
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Part of the Betriebswirtschaftliche Forschung zur Unternehmensführung book series (BFU, volume 34)

Zusammenfassung

Entscheidungen, besonders Entscheidungen über Investitionsprojekte, sind mit einer Vielzahl von Konsequenzen verbunden, die zusammengenommen das Wirkungsbündel einer Entscheidung bilden. Die Konzentration der Betrachtung auf einzelne, isolierte Wirkungen hat dabei keinen Einfluß auf die Entstehung der übrigen Wirkungen. Das bedeutet, daß ein Investitionsprojekt zwar unter rein ökonomischen Gesichtspunkten geplant werden kann, daß bei dessen Realisierung jedoch neben den angestrebten wirtschaftlichen Konsequenzen auch alle anderen Wirkungen entstehen. Diese ‚Neben‘-Wirkungen mögen erwünscht oder unerwünscht sein, sie werden bei der Entscheidung zugunsten eines Investitionsprojektes in Kauf genommen.

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Literatur

  1. 3.
    Vgl. dazu und zum folgenden Chmielewicz (1994), besonders S. 8–41. Die dort außerdem aufgeführte Begriffslehre verfolgt das Ziel der Bildung und Präzisierung von Begriffen und Definitionen (Essentialistisches Wissenschaftsziel), deren Wahrheitsgehalt jedoch nicht feststellbar ist. Da aber nach gängiger Auffassung Wahrheit eine notwendige Zielsetzung der Wissenschaft darstellt, wird durch die Definition von Begriffen kein Erkenntnisfortschritt erreicht. Dasselbe gilt für die Forschungskonzeption ‘Wirtschaftsphilosophie’ - diese verfolgt ein normatives Wissenschaftsziel und formt die Aussagen der Wirtschaftstechnologie in Werturteile um - da auch Werturteile nicht wahrheitsfähig sind. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 90 ff.Google Scholar
  2. 4.
    Die theoretische Richtung wird auch als Grundlagenforschung, die technologische Richtung auch als angewandte Forschung bezeichnet. Beide Richtungen sind in der Wirtschaftswissenschaft nur schwer voneinander abzugrenzen, da hier, im Gegensatz zu den Naturwissenschaften, Ursache/Wirkungs-Zusammenhänge prinzipiell durch Umformulierung in Ziel-/Mittel-Zusammenhänge übertragen werden können, und umgekehrt. Vgl. Chmielewicz (1994), S. 185–191 und S. 195 ff. 5 Der systemtheoretische Ansatz in der Betriebswirtschafts-und Managementlehre geht zurück auf Ulrich. Vgl. grundlegend Ulrich (1968).Google Scholar
  3. 9.
    Vgl. die ausführliche Diskussion bei Grochla (1993), in der auch das Verhältnis beider Begriffe zueinander behandelt wird.Google Scholar
  4. 10.
    Für eine Beschreibung der verschiedenen betriebswirtschaftlichen Ansätze und Basiskonzepte vgl. Hopfenbeck (1995), S. 29 ff. sowie Stein (1993), Sp. 470 ff. Zu einer Gegenüberstellung von entscheidungsorientiertem und systemorientiertem Ansatz der Betriebswirtschaftslehre vgl. Meffert (1971).Google Scholar
  5. 11.
    Vgl. auch den diesbezüglichen Hinweis von Strebel, nur eine systemorientierte Betrachtung könne die Wechselwirkungen zwischen Industrieunternehmung und Umwelt vollständig erfassen, in Strebel (1994), S. 751 f.Google Scholar
  6. 12.
    Für einen Überblick über die unterschiedlichen Begriffsfassungen in der Literatur vgl Patzak (1982), S. 18 f., Hahn (1994), S. 6 und Krieger (1996), S. 11 ff. sowie die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  7. Für eine ausführliche Einführung in die Systemtheorie und deren methodologische Grundlagen vgl. Krieger (1996) sowie Beer (1973) und Rapoport (1985).Google Scholar
  8. 16.
    Vgl. Ulrich (1968), S. 107–113 sowie Baetge/Fischer (1989), Sp. 1944.Google Scholar
  9. Vgl. Ulrich (1968), S. 111–118. Für weitergehende Klassifizierungskriterien von Systemen vgl. Fegebank (1994), S. 34 ff.Google Scholar
  10. Vgl. Ulrich (1968), S. 153 ff. und Ulrich (1984), S. 19 ff.19 Vgl. Ulrich (1984), S. 49 ff. sowie Patzak (1982), S. 43 f.Google Scholar
  11. 20.
    Der Begriff ‘Unternehmen’ wird in weiten Teilen der betriebswirtschaftlichen Literatur als äquivalent zu ‘Unternehmung’ angesehen; beide Begriffe werden im folgenden synonym verwendet.Google Scholar
  12. Diesen beiden Begriffen ist der Begriff ‘Betrieb’ inhaltlich untergeordnet: “als Betriebe werden örtlich getrennte Niederlassungen der Unternehmen einschließlich zugehöriger oder in der Nähe liegender Verwaltungs-und Hilfsbetriebe bezeichnet.” (Statistisches Bundesamt (1995), S. 6). Die im folgenden getroffenen Aussagen sind jedoch für Unternehmen und Betriebe gleichermaßen gültig, eine Abgrenzung der Begriffe ist deshalb für die vorliegende Untersuchung nicht erforderlich.Google Scholar
  13. 21.
    Vgl. Ulrich (1968), S. 113f., vgl. auch Abb. 1–3, S. 9.Google Scholar
  14. 22.
    Vgl. Kast/Rosenzweig (1975), S. 129 ff. besonders S. 152 f.Google Scholar
  15. 23.
    Vgl. Ulrich/Probst (1991), S. 50 ff. sowie Ulrich/Krieg (1973), S. 18 ff. und Staehle (1991), S. 384 ff.Google Scholar
  16. Zu Aufgaben, Methodik und Weiterentwicklungen der Input-Output-Analyse vgl. Matthes (1993) und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  17. 24.
    Hansmann (1997), S. 3. Vgl. auch Heinen (1991), S. 9 ff.Google Scholar
  18. 25.
    Vgl. Hulpke et al. (1993), S. 738 f. Vgl. auch Hopfenbeck et al. (1996), S. 385.Google Scholar
  19. Vgl. Haber (1992), S. 2 f. Vgl. auch die verschiedenen Ansätze zur Bildung eines Umweltbegriffs bei Wicke (1993), S. 5 ff.Google Scholar
  20. 32.
    Gabler (1993), S. 3350. Vgl. auch Strebel (1994), S. 752 f. und Hopfenbeck et al. (1996), S. 385.Google Scholar
  21. Vgl. Patzak (1982), S. 151. Vgl. auch Jones et al. (1990), S. 144 und Schreiner (1993), S. 8 f. Schreiner spricht dabei von ’ökologischem’ und gesellschaftlichem/ökonomischem System; Jones et al. unterscheiden die Umwelt in ‘biotische und ’abiotische’ Komponenten. Vgl. auch Bircher (1989), Sp. 1503 und Meuser (1995), S. 103. Demgegenüber wird die natürliche Umwelt in vielen Darstellungen nicht explizit als eigene Dimension behandelt und entweder implizit der sozialen Umwelt zugeordnet oder ganz aus der Betrachtung der Unternehmensumwelt ausgeschlossen. Vgl. als Beispiel für viele: Picot (1977), S. 15 sowie Staehle (1991), S. 581–589 und Hentze et al. (1993), S. 226 ff. Die Vernachlässigung der natürlichen Umwelt durch ein derartiges Verständnis von Unternehmensumfeld wird ihrer heutigen Bedeutung für die Unternehmensführung nicht gerecht. Vgl. Brink (1989), Sp. 2045.Google Scholar
  22. 34.
    Vgl. Hulpke et al. (1993), S. 739 f. sowie Strebel (1980), S. 17 ff. und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  23. 35.
    Vgl. Ulrich/Probst (1991), S. 50 ff. Ulrich/Probst fassen das sozio-kulturelle und das rechtlich-politische Umfeld zusammen und bezeichnen dieses als soziales Umfeld. Die explizite Unterscheidung der verschiedenartigen Aspekte ist jedoch für die vorliegende Untersuchung von Bedeutung. Eine abweichende Abgrenzung, die die Absatz-und Beschaffungsmärkte (Umwelt I bzw. Interaktionsumwelt) von der natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt (Umwelt II bzw. Globale Umwelt) unterscheidet, findet sich bei Raffée (1979), S. 1 ff. und ähnlich bei Meffert/Kirchgeorg (1993), S. 62 f.Google Scholar
  24. 36.
    Vgl. dazu und allgemein zur Stabilität von Systemen Patzak (1982), S. 26 ff.Google Scholar
  25. Vgl. Strebel (1980), S. 22–27 und Malley (1996), S. 106 ff. Dies gilt insbesondere für eine monetäre Erfassung von Umwelteinwirkungen. Vgl. Wicke (1993), S. 60 f.Google Scholar
  26. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Anspruch, die Umweltschädlichkeit verschiedener Umwelteinwirkungen zu beurteilen, aus rein naturwissenschaftlicher Sicht letztendlich wohl nicht befriedigt werden kann.“ (Schaltegger (1994), S. 121 f.)Google Scholar
  27. 38.
    Vgl. Hulpke et al. (1993), 5.739. Der Terminus ‘schädliche Umwelteinwirkung’ findet als unbestimmter Rechtsbegriff im Immissionsschutzrecht Anwendung. Eine Legaldefinition des Begriffes findet sich in §3 Abs.! BImSchG. Danach werden Immissionen, die nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen, als ‘schädliche Umwelteinwirkungen’ bezeichnet.Google Scholar
  28. 39.
    Betge (1995), S. 227. Vgl. dazu auch die ausführliche Beschreibung der verschiedenen Aspekte von Umweltbelastungen bei Strebel (1980), S. 17–53 insbesondere S. 22 ff.Google Scholar
  29. 42.
    Vgl. Nickel/Schmid (1990), S. 267 ff. und Hulpke et al. (1993), S. 370Google Scholar
  30. 45.
    Nickel/Schmid (1990), S. 270. Daraus leiten sich die folgenden Teilziele des Umweltschutzes ab: Naturschutz, Gewässerschutz, Immissionsschutz, Tierschutz, Abfallentsorgung und Strahlenschutz. Vgl. Hulpke et al. (1993), S. 746.Google Scholar
  31. Vgl. Lücke (1991), S. 151, Jacob/Voigt (1994), S. 11 sowie Kloock (1989), Sp. 789.Google Scholar
  32. 49.
    Eine derartige Definition vertreten z.B. Ballmann und Geertman, vgl. Heinen (1957), S. 27 ff. und S. 93 f.Google Scholar
  33. 52.
    Für eine Darstellung der Mannigfaltigkeit des Begriffs ‘Investition’ in verschiedenen nationalen Betriebswirtschaftslehren sowie für eine ausführliche Diskussion des Investitionsbegriffs vgl. Heinen (1957), S. 16 ff. und S. 85 ff.Google Scholar
  34. 53.
    Lüder konzentriert sich bei seiner Kritik auf den in weiten Teilen der Betriebswirtschaftslehre dominierenden zahlungsorientierten Investitionsbegriff, die Kritikpunkte treffen aber in gleicher Weise auf die anderen Investitionsbegriffe zu. Vgl. Lüder (1993c), S. 1032.Google Scholar
  35. 57.
    Luder (1993c), S. 1032. Eine ähnliche Definition liefern Ruckle (1989), S. 52, Matschke (1993), S. 34 f., Schmidt (1993), Sp. 2034 und Jacob/Voigt (1994), S. 11.Google Scholar
  36. 58.
    Vgl. die ausführliche Kritik am Begriff ‘Umweltschutzinvestition’ in Abschnitt 3.2.3, S. 74 ff.Google Scholar
  37. 59.
    Für eine Übersicht über die verschiedenen Investitionsarten vgl. ebd., Lücke (1991), S. 162, Götze/Bloech (1993), S. 7–15 und Altrogge (1996), S. 7 ff.Google Scholar
  38. 60.
    Vgl. Luder (1993c), S. 1032. Ein Investitionsobjekt kann als ein realisiertes und in das Betriebsvermögen übergegangenes Investitionsprojekt angesehen werden.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Christian Friedemann

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