Zusammenfassung

Zum Bestimmen und Auszählen der Miosporen — dazu gehören kleine Megasporen, Iso- und Mikrosporen — wurde ein Tropfen des mit Glycerin verdünnten Mazerates auf einen Objektträger gebracht, mit einem Deckglas (18 x 18 mm) abgedeckt und anschließend mit einem Kohlenbetriebs-Mikroskop der Fa. Leitz bei 500facher Vergrößerung im Durchlicht untersucht. Die Anzahl der je Kohlenprobe bestimmten Miosporen betrug 100. In diesem Falle ergibt der absolute Zählwert sofort die prozentuale Häufigkeit der betreffenden Sporenformen. Die Bestimmung von 100 Sporen je Probe genügt erfahrungsgemäß im allgemeinen den Anforderungen einer vornehmlich unter stratigraphipchen Gesichtspunkten durchgeführten mikrofloristischen Untersuchung. Eine größere Anzahl von Vergleichszählungen bei mehreren Miosporenpräparaten einer Kohlenprobe führte zu dem Ergebnis, daß die bei dieser Zählmethode auftretenden Häufigkeitsschwankungen im allgemeinen zwischen 0 und ± 5% liegen. Diese Fehlertoleranz läßt sich durch die mit einem erheblich größeren Zeitaufwand verbundene Bestimmung von 200 oder 300 Miosporen nicht wesentlich verringern (BERTSCH 1942, THOMSON und REIN 1950). Da aber bei der Auszählung von 100 Miosporen je Kohlenprobe die Möglichkeit besteht, daß die sehr selten vorkommenden Formen im Hundertsatz nicht erscheinen, wurde im Interesse einer möglichst vollständigen Erfassung des Sporeninhaltes der untersuchten Gaskohlenflöze jedes Präparat im Anschluß an die Diagnose von 100 Miosporen vollständig durchgesehen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen enthalten die einzelnen Präparate jeweils mehrere Hundert Sporen, so daß durch diese Untersuchungsmethode eine umfassende Übersicht über die Miosporenführung der einzelnen Flözhorizonte gewährleistet ist.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1959

Authors and Affiliations

  • Hans Klein
    • 1
  1. 1.Hessische Berg- und Hüttenwerke A. G. WetzlarDeutschland

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