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Der Übergang von der Fremdbeobachtung zur Selbstbeobachtung

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Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2049)

Zusammenfassung

Das bisher entwickelte Protokollschema diente den fremden Beobachtern zunächst dazu, die Tätigkeit anderer Leute schnell auf objektive, systematisch geordnete Weise zu beschreiben. Dabei hat es seine Brauchbarkeit erwiesen. Wenn man es auf die beschriebene Art jedoch in einer größeren Untersuchung einsetzen will, stößt man auf zwei Schwierigkeiten: es gibt nur sehr wenige leitende Angestellte in der Wirtschaft, die bereit wären, sich während ihrer Arbeit durch eine fremde Person beobachten zu lassen. Eine Bitte um diese Bereitschaft wird gewöhnlich mit den beiden Argumenten abgelehnt, daß die eigene Tätigkeit durch die Beobachtung zu sehr gestört werde und daß jene überdies so vertraulich sei, daß man einem Fremden keinen Einblick in sie gewähren könne. Selbst wenn dieser Widerstand nicht aufträte, wäre eine Fremdbeobachtung, welche die gewünschten Aufschlüsse böte, kaum durchführbar: Um alle relevanten Faktoren, von welchen die Leistungsansprüche bestimmt werden (siehe dazu Kapitel 9), repräsentieren zu können, müßten wir etwa 4000 Führungskräfte etwa 14 Tage lang beobachten. Selbst wenn wir auf die Erfassung einiger Faktoren verzichten, unsere Stichprobe also etwa nur auf Großunternehmen einer bestimmten Branche beschränken, würde der für eine Fremdbeobachtung nötige Aufwand so groß, daß ihn wohl kein Forschungsinstitut zu leisten imstande wäre.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Köln und Opladen 1969

Authors and Affiliations

  1. 1.Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik e.V.KölnDeutschland

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