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Der Rembourskredit

  • Siegfried Suda
Chapter

Zusammenfassung

„Um das Jahr 1800“, so sagte Ronald E. Gillet1), „war die Finanzierung durch Bankkredite oder Vorschüsse wenig gebräuchlich und der Wechsel war das vorherrschende Finanzierungs-Instrument für den inländischen Handel. Die Wechsel — die damals ein Bestandteil der Zahlungsmittel waren und zum Zahlungsausgleich von Hand zu Hand wanderten — konnten nämlich diskontiert werden; und das war auch die übliche Methode zur Erlangung von Bankdarlehen.“ Der Redner hob dann besonders die Finanzkrise des Jahres 1825 hervor, in deren Verlauf sich — hervorgerufen durch die Bankpolitik der Bank von England — eine strukturelle Wandlung von den „Bill Brokers“ zu den „Discount Houses“ hin vollzog.

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Literatur

  1. 1).
    In „The Discount Market from the Bill Broker’s point of view“ — Lecture to the London Centre of the Institute of Bankers in Scotland, reprinted from the lectures to local centres, 1949–1950, Seite 1.Google Scholar
  2. 1).
    Gillet, R. B., a. a. O., Seite 4.Google Scholar
  3. 2).
    Übersetzung: Die Akzepte der Londoner Akzepthäuser waren so gut wie Gold: Sie konnten immer am Londoner Diskontmarkt zum Privatdiskontsatz diskontiert werden, der Diskonterlös konnte in Gold umgewandelt und das Gold aus England in einen beliebigen Erdteil abgezogen werden. Gerade dieser Umstand gab dem „Wechsel auf London“ die üiberragende Stellung, die er während eines ganzen Jahrhunderts innehatte, und machte ihn zum beherrschenden Finanzierungsinstrument des Welthandels und stempelte ihn zur internationalen Währung der Welt.Google Scholar
  4. 3).
    Im allgemeinen werden die Akzepthäuser heute zu den Banken gezählt, da sie auch andere Bankgeschäfte betreiben. Nach englischer Anschauung sind sie aber keine Bankiers, sondern „nur“ Merchants, — also kaufmännische Institute.Google Scholar
  5. 1).
    1. Barclays Bank Ltd., 2. Lloyds Bank Ltd., 3. Midland Bank Ltd., 4. National Provincial Bank Ltd., 5. Westminster Bank Ltd.Google Scholar
  6. 2).
    Thannhäuser, E., „Die Finanzierung des deutschen Einfuhrhandels*, Diss. Berlin (o. J.) Seite 34.Google Scholar
  7. 1).
    Capelle, K.-H., „Das Akkreditivgeschäft“, Mannheim/Berlin/Leipzig 1925, Seite 1.Google Scholar
  8. 2).
    Hemmersbach, K., „Das Remboursgeschäft“, Mannheim 1932, Seite 4.Google Scholar
  9. 3).
    Herold, H., a. a. O., Seite 169 .. . „Überweisung des Deckungsbetrages für eine besonders im Überseeverkehr gelieferte Ware.“Google Scholar
  10. 4).
    Herold, H., a. a. O., Seite 169 .. . „gleichbedeutend mit Bankrembours; darunter ist zu verstehen die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für Warenlieferungen in der Weise, daß eine Bank im Auftrage des zahlungspflichtigen Käufers in verbindlicher oder unverbindlicher Form es übernimmt, seine Zahlungsverpflichtung, die als solche aber bestehenbleibt, zu erfüllen. Wesentlich ist dabei weiter, daß der Bank, die den Rembours übernimmt, durch den Verkäufer gegen die Leistung Zug um Zug die Verladedokumente über die zur Verladung gekommene Ware ausgehändigt werden.“Google Scholar
  11. 5).
    Herold, H., a. a. O., Seite 190.Google Scholar
  12. 1).
    Voigt, W., „Das überseeische Dokumenttrattengeschäft der Banken“, Mannheim/ Berlin/Leipzig 1926, Seite 32.Google Scholar
  13. 2).
    Voigt, W., a. a. O., Seite 68.Google Scholar
  14. 3).
    Kalveram, W., a. a. O., Seite 48.Google Scholar
  15. 4).
    Leitner, F., Bankbetrieb, Seite 506.Google Scholar
  16. 5).
    Leitner, F., Bankbetrieb, Seite 472.Google Scholar
  17. 1).
    Leitner, F., Bankbetrieb, Seite 473.Google Scholar
  18. 2).
    Leitner, F., Bankbetrieb, Seite 472: „Eine Kommissionstratte ist ein Wechsel, den der Aussteller für fremde Rechnung auf den Bezogenen trassiert; dieser verrechnet sich mit dem Auftraggeber und nicht mit dem Aussteller. Die Deckung des Wechsels erfolgt durch den Dritten, in dessen Interesse der Wechsel ausgestellt wurde“.Google Scholar
  19. 3).
    Brenninkmeyer, R., „Der Akzeptkredit der Banken“ in Wirtschaft und Verwaltungsstudien, Leipzig 1916, Seite 53.Google Scholar
  20. 4).
    Simon, H.-A., a. a. O., Seite 90.Google Scholar
  21. 5).
    Hirsch, S., „Die Bank, ihre Geschäftszweige und Einrichtungen“, 23. Aufl., Berlin 1928, Seite 292.Google Scholar
  22. 6).
    Repenning, O., „Das überseeische Remboursgeschäft der deutschen Banken“, Diss. Hamburg 1914, Seite 60.Google Scholar
  23. 1).
    Kaeferlein, H., „Der Bankbetrieb und seine Sicherungen“, 7. Auflage, Stuttgart 1953, S. 288.Google Scholar
  24. 1).
    Wie etwa bei Herold und Voigt.Google Scholar
  25. 1).
    „Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive — Revision • 1951“ Drucksache Nr. 151 der Internationalen Handelskammer, Paris.Google Scholar
  26. 1).
    Das geht schon aus dem Wortlaut eines Akkreditiv-Eröffnungsschreibens hervor: „. .. eröffnen wir (die Bank) ein unwiderrufliches Akkreditiv...“ So auch Schneider, J., „Akkreditive im gebundenen und freien Zahlungsverkehr mit dem Ausland“, Diss. Mannheim-1955, Seite 36: „Die Eröffnungsbank eröffnet das Akkreditiv, legt es hinaus oder erstellt es; sie stellt es bei einer Korrespondenzbank oder bei sich zahlbar.“Google Scholar
  27. 1).
    Einer „Nachsichtzahlung“ ist die in der Regel zahlungshalber erfolgende Aushändigung eines Bankakzeptes gleichzusetzen. Der Verkäufer hat damit die Möglichkeit, sich durch Verwertung des Bankakzeptes (Begebung, Diskontierung) die Früchte des Warengeschäftes sofort nutzbar zu machen.Google Scholar
  28. 2).
    Der Ausdruck „Rembours“ hat sich bei der Akkreditiv-Abwicklung noch insofern erhalten, als oft von der das Akkreditiv eröffnenden Bank an die Korrespondenzbank die Weisung erteilt wird: „Für erfolgte Zahlungen remboursieren (erholen) Sie sich auf . . .“ So auch Kemmer, H. T., „Technik der Außenhandelsflnanzierung“, Frankfurt/M. 1955, Seite 65, Muster 5: „. .. reimburse on our London Office . . .“ bei einem Akkreditiv Kuwait/Deutschland.Google Scholar
  29. 1).
    Herold, H., a. a. O., Seite 180.Google Scholar
  30. 2).
    Hemmersbach, K., a. a. O., Seite 15.Google Scholar
  31. 3).
    Schoor, V., „Das Accreditivgeschäft“, Diss. Gießen, 1922, Seite 64.Google Scholar
  32. 4).
    Gümbel, H.-E., „Der Remborus im schweizerischen, deutschen, französischen und anglo-amerikanischen Recht“, Zürcher Beiträge zur Rechtswissenschaft, Heft 47, Aarau 1935, Seite 24 ff.Google Scholar
  33. 5).
    Gümbel, H.-E., a. a. O., Seite 25.Google Scholar
  34. 1).
    Man bezeichnet diese Akkreditive als „Obligo-Akkreditive“.Google Scholar
  35. 1).
    Anderer Meinung ist Schneider, J., a. a. O., Seite 35: „Der Akkreditivbegriff ist daher dem Remboursbegriff übergeordnet.“Google Scholar
  36. 1).
    So auch Brannekämper, J. H., „Der Rembourskredit“, Diss. Heidelberg 1931, Seite 118/119, ähnlich Koch, A., „Banken und Bankgeschäfte unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsverhältnisse“, Jena 1931, Seite 173.Google Scholar
  37. 1).
    Nach Gümbel, H.-E., a. a. O., Seite 5/6, werden in Deutschland im allgemeinen auch reine Finanzakzepte als Rembourskredit bezeichnet. Diese Meinung ist m. E. nicht vertretbar, da die Praxis gerade diese Punkte scharf trennt.Google Scholar
  38. 1).
    Sehr häufig im Handelsverkehr mit Ostasien zu finden.Google Scholar
  39. 2).
    Nach deutschem Wechselrecht ist der Ausschluß der Ausstellerhaftung nicht möglich. Vgl. WG Art. 9 II.Google Scholar
  40. 3).
    So auch Petram, H., „Das Akkreditiv- und das Remboursgeschäft“, Diss. Erlangen 1931, Seite 45. Anders dagegen Barchewitz, A., „Bankrecht“ (Band 1 der Reihe „Recht für jedermann“), Bleckede an der Elbe (o. J.), Seite 58: „Aus einem Rembourswechsel haftet die Remboursstelle als Akzeptant, ferner der Verkäufer als Aussteller und etwaige Indossanten, in keinem Fall aber der Käufer.“Google Scholar
  41. 1).
    Entnommen: Kalveram, W., a. a. O., Seite 50.Google Scholar
  42. 1).
    Analog Art. 4 ER. Weiter heißt es dort: „Wenn ein derartiges Akkreditiv an ein© Filiale oder an eine andere Bank weitergegeben worden ist, kann seine Abänderung oder Annullierung erst wirksam werden, wenn die Mitteilung hierüber bei der Filiale oder anderen Bank eingeht, ehe sie auf Grund des Akkreditivs ... Tratten akzeptiert hat.“ 2) Analog Art. 5 ER.Google Scholar
  43. 1).
    Übersetzung: Hiermit verpflichten wir uns gegenüber Ausstellern, Indossanten und gutgläubigen Inhabern aller unter diesem Akkreditiv und in Erfüllung seiner Auflagen gezogenen Tratten, daß wir diese bei der spätestens am . . . oder vor dem . . . bei uns zu erfolgenden Vorlage und Übergabe der näher bezeichneten (Akkreditiv-)Dokumente akzeptieren werden.Google Scholar
  44. 1).
    Vgl. auch die Skizze der technischen Abwicklung auf Seite 68; Muster für die textliche Gestaltung siehe Anhang I und II.Google Scholar
  45. 1).
    Vgl. Heilauer, J., „Welthandelslehre“, Wiesbaden 1954, Seite 70.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1958

Authors and Affiliations

  • Siegfried Suda

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