Advertisement

Legatus Urbís

Chapter
  • 17 Downloads
Part of the Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (WISSABHAGFO, volume 3)

Zusammenfassung

Als sich Pius II. Ende 1458 zur Abreise zum Mantuaner Kongreß anschickte, wurde die Frage nach dem unterdes in Rom bleibenden Stellvertreter akut. Der Widerstand der meisten Kurialen, aber auch die drohende Haltung der Stadt hatten ihn schon zu dem Zugeständnis genötigt, die Kurie in Rom zu belassen. Um so schwieriger wurde dadurch die Wahl jenes Vertreters. Noch am 10. Dezember war es ungewiß, wer Legat würde; man sprach vom Kardinalkämmerer, der auf der Rückreise vom Orient war, und vom Bischof von Mantua (VIII, 3). Am Morgen des 11. Dezember wurde Nikolaus von Kues zum römischen Legaten bestimmt. Cavriani sollte ihm als Kenner der italienischen Probleme zur Seite stehen. Es ist gewiß ein eigenartiger Zufall, daß derselbe Papst, der Nikolaus nun mitten in das komplizierte Geflecht italienischer Politik stellte, noch vor einem Jahre als Kardinal ihm nichts Besseres zu schreiben wußte als einen Überblick über die neueste politische Entwicklung in Italien (II). Am 21. Dezember teilte Nikolaus seinem Brixner Generalvikar Michael von Natz (XX, 5) und Francesco Sforza (VII) zum erstenmal seine neue Würde mit. Ungewiß war zunächst noch die Aufteilung der Ressorts. Nikolaus sollte Gouverneur der Stadt werden, Cavriani Vizekämmerer, Torquemada die Rota erhalten (VIII, 3). Die päpstliche Bulle vom 11. Januar ernannte Cusanus zum Generalvikar in temporalibus (VIII).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 7.
    Pastor II, 189.Google Scholar
  2. 8.
    S. Infessura, Diario; Fonti per la storia d’Italia, Scrittori (1890), 63.Google Scholar
  3. 9.
    M. Seidlmayer, Nikolaus von Cues und der Humanismus, in: Humanismus, Mystik und Kunst des Mittelalters, hg. von J. Koch, Leiden und Köln 1953, 4.Google Scholar
  4. 10.
    Koch, Predigten 192.Google Scholar
  5. 11.
    Pastor II, 85; Paséini 206; Paparelli 243.Google Scholar
  6. 12.
    Vgl. etwa Cod. Cus. 221 p. 521 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1958

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations