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Zur Geschichte des Aethiopennamens

Chapter
Part of the Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AWAW, volume 32)

Zusammenfassung

Die Erörterungen der beiden vorangegangenen Kapitel haben den Wert erwiesen, den eine genauere Kenntnis der geographischen Terminologie bei der Beurteilung von Quellenproblemen besitzen kann. Es sei darum gestattet, die im Verlauf der Darlegung auf diesem Felde gewonnenen Einsichten noch in einer Richtung zu erweitern und zu präzisieren.

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Literatur

  1. 68.
    Vgl. Littmann, Aksum-Expedition I 49 und IV 7; zu kāsū und bēgā s. u.Google Scholar
  2. 69.
    Die Frage, ob die Aksumiten im 4. oder 5. Jh. Meroë zerstörten, kann deshalb beiseite bleiben, weil einmal der archäologische Befund bisher noch nicht geklärt zu sein scheint und sich kein einziger Verweis auf Ezana und seine Regierungszeit findet.Google Scholar
  3. 70.
    Die Aethiopen sind bei Homer besonders treffliche Menschen (A 423). Diese Vorstellung wird letztlich hinter der Hesych-Glosse stehen, wobei zwischen Homer und Hesych eine ganze Kette naturwissenschaftlich-philosophischer Theorien Platz hat.Google Scholar
  4. 71.
    Dazu M. Lejeune, Mémoires de philologie mycénienne I, Paris 1958, 100f.; ferner J. Chadwick, Glotta 41, 1963, 168.Google Scholar
  5. 72.
    Chadwick, a. a. O.Google Scholar
  6. 73.
    A. Evans, The Palace of Minos at Knossos, London 1921ff. II tab. XII und IV 2, 886 m. Abb. 869.Google Scholar
  7. 74.
    Vgl. dazu das reiche Material bei T. J. Dunbabin, The Greeks and their Eastern Neiehbours. London 1957. vor allem 39. 49 sowie Liste A.Google Scholar
  8. 75.
    Zusammenfassend Н. Bengtson, Griech. Geschichte, München 21960, 76 mit weiterer Literatur.Google Scholar
  9. 76.
    G. H. Beardsley, The Negro in Greek and Roman Civilization (The John’s Hpkins Studies in Archaeology 4) Baltimore 1929. Vgl. ferner Xenophan. B 16Google Scholar
  10. 77.
    Vgl. etwa E. R. Price, Journ, Hell. Stud. 44, 1924, 185Google Scholar
  11. 78.
    Dazu jetzt D. Herminghausen, Herodots Angaben über Aethiopien, Diss. Hamburg 1964Google Scholar
  12. 79.
    Die Serer bei Heliodor, die wie die Blemmyer als Bundesgenossen des Aethiopenkönigs auftreten, sind tatsächlich die sonst üblicherweise am zentralasiatischen Abschnitt der Seidenstraße lokalisierten Eponyme der Seide. Das geht aus ihren Tributen an den Aethiopenkönig hervor (10,25). Daß die Serer zu einem tropischen Volk in der Nachbarschaft von Indern oder Afrikanern werden können, zeigt sich schon bei Pausanias (6,26,6ff.). Es mag sein, daß ein südarabischer und dann in das ostafrikanische Kolonialgebiet der Südaraber übertragener Stammes- bzw. Ortsname, Sarw, Sirwāh o. ä. (Conti Rossini, Storia I 103ff. und Ullendorff, Ethiopians 51) mit den Serern in Verbindung gebracht wurde. Ein Teil der chinesischen Exportgüter, unter denen stets die Seide das wichtigste war, kam über indische Häfen ins Gebiet des Roten Meeres und von dort ins römische Reich. Der Periplus weiß über die Gabelung des China-Handels recht wohl Bescheid (64) und erwähnt sowohl die kontinentale, zentralasiatische Seidenstraße als auch den Weg über Assam in die Gangesebene. Von dort aus aber fand der China-Handel Anschluß an die Monsunschiffahrt zum Roten Meer. Ein anderer Zweig der Seidenstraße, der von Baktra ins Indus-Tal führte, hatte damit gleichfalls Anschluß an die Schiffahrt im Indischen Ozean. So mag man die ostafrikanischen Serer bei Pausanias und Heliodor erklären. Daß sich die Aethiopika des letzteren nicht als ernstzunehmende historische Quelle empfehlen, als die man sie gelegentlich benutzt hat, dafür zeugen diese Serer freilich auch. Vgl. ferner die merkwürdige Beziehung, die Plinius (6,88) zwischen Ceylon und den Serern herstelltGoogle Scholar
  13. 80.
    Nach dem Zeugnis vieler Inschriften (z. B. O.G.I. 70/71) ist die Form ohne λ richtigGoogle Scholar
  14. 83.
    Außer den oben zitierten Stellen aus Johannes von Ephesos und den Autoren zur südarabischen Christenverfolgung (Symeon von Beth Arsham, Jakob von Sarug) etwa Zacharias Rhetor C. S. C. O. Script. Syr. 3,6 (1924) p. 65 Brooks.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1965

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